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  • Teich mit Eisenhaltigem Grundwasser auffüllen:

    Wer eisenhaltiges Grundwasser in Teiche gibt, sollte beachten, dass es nicht das Eisen ist, was kritisch ist, sondern der pH-Wert.
    Dieser liegt unter 5 damit Eisen in größeren Mengen gelöst werden...
    Teich mit Eisenhaltigem Grundwasser auffüllen:

    Wer eisenhaltiges Grundwasser in Teiche gibt, sollte beachten, dass es nicht das Eisen ist, was kritisch ist, sondern der pH-Wert.
    Dieser liegt unter 5 damit Eisen in größeren Mengen gelöst werden kann.

    Niedriger pH-Wert verändert die Löslichkeit bestimmter Minerlien im Wasser und macht es schwerer diese aus dem Wasser zu bekommen. Dadurch bekommen Teichorganismen und auch Teichpflanzen Nährstoffmangel und können sogar sterben.

    Aber was tun, wenn es wenig Wasser gibt und der Teich aufgefüllt werden muss?

    Dazu solltet ihr einen 20 Liter-Eimer mit dem Grundwasser abfüllen, den pH-Wert testen, dann eine kleine abgemessene Menge kohlensauren Kalk (Calciumcarbonat) beigeben, auflösen und wieder testen und das wenigstens bis neutral (pH-7) oder bis Teichwasserqualität (pH 7,2 - 7,4) erhöhen.
    Am besten wenigstens 4 Mal zu verschiedenen Zeiten das machen, um einen Durchschnittwert zu erhalten und Schwankungen besser einschätzen zu können.

    Wenn ihr das macht, erfahrt ihr wie viel Kalk ihr pro Liter beifügen müsst.
    Dann noch die Zuleitung auslitern (messen wie viel Wasser pro Minute herauskommt oder wie lang es dauert 10 Liter zu füllen - aber Achtung: Lasst es erst etwas laufen, damit der Druck sich einpegelt (meist sind die ersten Sekunden höher oder niedriger oder es ist Luft im Schlauch) und wiederholt die Messung 4 Mal, damit ihr sicher seid, dass es wirklich so ist).

    Mit Kalk pro Liter und Liter pro Minute braucht ihr nur stoppen wie lange das Wasser in den Teich läuft und entsprechend löslichen Kalk (z.B. Calciumcarbonat) in der errechneten Menge entsprechend dem Volumen beigeben.
    Dann seid ihr auf Nummer sicher.

    Schlecht löslicher Kalk (Gesteinsmehl, Dolomitkalk, Eierschalen, usw.) hilft den Teich-Schnecken, die sich daruf stürzen. Aber nicht den anderen Bewohnern, die ihn nicht direkt fressen können.

    Einfach so Kalk zugeben ohne Messen und Rechnen kann zu unschönen Auswirkungen (Wasser zu sauer oder zu basisch) führen.

    Den pH-Wert des Teiches könnt ihr auch direkt testen, dann müsst ihr beim Zugeben des Kalkes vorsichtiger sein und Pausen (mehrere Stunde) für die Durchmischung des Wasser lassen oder es direkt beim Mischen (z.B. Rühren, Wasser einleiten) beifügen.
    Aber das ist die unsicherere Variante.
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  • Unkrautschutzvliese? Geldverschwendung.

    Woher kommt das Unkraut (Unerwünschtes Kraut)?
    Jeder der einen Garten nutzt oder jemals eine Pusteblume angepustet hat, kennt die Antwort. Unkrautsamen fliegen zu.
    Was nützt ein Vlies oder anderes Gewebe...
    Unkrautschutzvliese? Geldverschwendung.

    Woher kommt das Unkraut (Unerwünschtes Kraut)?
    Jeder der einen Garten nutzt oder jemals eine Pusteblume angepustet hat, kennt die Antwort. Unkrautsamen fliegen zu.
    Was nützt ein Vlies oder anderes Gewebe auf dem Boden gegen den Zuflug?
    Nichts, aber es verkauft sich gut.

    Aus dem Boden kommende Wildkräuter heben es an und es muss unglaublich beschwert werden, damit sich keine Zelte bilden (zusätzlicher Verkauf von Steckbügeln oder Steinen).

    Es ist nur bei Steinflächen nötig, ein Vlies oder Gewebe darunter zu setzen, da die Steine in den Boden einsinken und sich mit diesem vermischen.

    Bei leichtem Rindenmulch, der nicht einsinkt oder unter Wegen verunreinigt der Kunststoff nur den Boden mit Mikroplatsik und belastet den Geldbeutel.

    Gleiches gilt für sämtliche andere Anwendungen auf oder im Boden.
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  • Steinflächen im Garten pflegeleicht?
    Die immer mehr verpönten und glücklicherweise in eingen Teilen der Republik verbotenen Steinflächen werden ja oft vom Garten- und Landschaftsbau als "pflegeleicht" beschrieben, sind aber händisch schwer von...
    Steinflächen im Garten pflegeleicht?
    Die immer mehr verpönten und glücklicherweise in eingen Teilen der Republik verbotenen Steinflächen werden ja oft vom Garten- und Landschaftsbau als "pflegeleicht" beschrieben, sind aber händisch schwer von Unkraut frei zu halten und bei Änderungen in der Pflanzung einfach nur schrecklich.

    Auch erhitzen sie das Umfeld wie eine Betonfläche und machen es den Pflanzen schwer.

    Der Grund für das "pflegeleicht" ist das fehlende Verrotten der Steine und dass sich unerwünschte Pflanzen schnell totspritzen lassen. Nur mit massivem Herbizideinsatz sind diese Flächen langfristig frei von Bewuchs und "pfelgeleicht".
    Auch deswegen sollten sie nicht eingesetzt werden.
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  • Kirschessigfliegen jetzt bekämpfen bevor der Befall zu stark wird

    Die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) tritt immer stärker auf. Die erstesn Generatioenen befallen meist Felsenbirnen, Kirschen, Herbsthimbeeren (in 2. Tracht), Maibeeren,,...
    Kirschessigfliegen jetzt bekämpfen bevor der Befall zu stark wird

    Die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) tritt immer stärker auf. Die erstesn Generatioenen befallen meist Felsenbirnen, Kirschen, Herbsthimbeeren (in 2. Tracht), Maibeeren,, Erdbeeren und von da aus gibt es mehrere neue Generationen, die immer stärker werden.
    Besonders hart trifft es Wein und Brombeeren, da sie sehr spät im Jahr liegen.

    Die kleinen Maden in den Früchten wären nicht so schlimm, aber die Früchte bekommen schnell einen Essiggeschmack und da lässt sich kein schöner Wein mehr herstellen und der Rohverzehr andere Früchte wird vergällt.

    Was tun?
    Die Kirschessigfliege mag es windgeschützt und feucht, also wird oft gepredigt die Beete frei von Un- und Beikräutern zu halten.
    Aber kahler Boden bringt mehr Nachteile, denn das beeinflusst das Mikroklima und den Lebensraum für Nützlinge.

    Essigfliegen lassen sich leicht fangen.
    Es gibt Essigfliegenfallen. Diese sind zwar zum Monitoring in großen Anlagen gedacht, wenn der Befallsdruck hoch ist, wird dann Gift gespritzt (biologisches oder konventionelles ist da egal). Im Garten wo der Preis der Früchte und die Wirtschaftlichkeit keine Rolle spielen, lassen sich aber mit diesen Fallen praktisch alle Essigfliegen beseitigen.
    Dazu wird eine Plastikflasche mit mehreren 2 mm großen Löchern im oberern Bereich versehen, dann wird wie bei Fruchtfliegenfallen ein gemisch aus 50 % Wasser, wenige Tropfen unparfümiertes Spülmittel und 50 % Lockstoff eingefüllt. Der Lockstoff kann Haushalts- oder Fruchtessig sein, aber auch die Weinreste von einer Feier.
    Wer gemein ist, kann auch aus den anggefressenen Früchten Essig ansetzen und damit dann auf die Jagd gehen.

    Wer alle 2 m eine solche Essigfalle in den Bestand hängt, wird kaum mehr Befall haben.

    Je zeitiger damit angefangen wird, desto besser, damit die Kirschessigfliegenbestände sich gar nicht erst vermehren können.
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  • Mehltauschnitt durchführen.

    Wer am Apfel weiße, verkrüppelte Triebspitzen hat, dessen Apfel hat echten Mehltau. Das ist recht normal. Triebe die schlecht über den Winter gekommen sind, werden von diesem Schadpilz befallen. Sie müssen allerdings...
    Mehltauschnitt durchführen.

    Wer am Apfel weiße, verkrüppelte Triebspitzen hat, dessen Apfel hat echten Mehltau. Das ist recht normal. Triebe die schlecht über den Winter gekommen sind, werden von diesem Schadpilz befallen. Sie müssen allerdings entfernt werden, denn wenn sie weiter wachsen behalten sie die anfälligkeit und auch die daraus folgenden Triebe werden verstärkt befallen. An solchen Trieben entwickelt sich kaum brauchbares Obst. Spritzmittel gegen echten Mehltau (z.B. Ackerschachtelhaltee) helfen auch nicht, da die Pilzpräferenz ja von der Holzreife kommt. nur Herausschneiden hilft langfristig.
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  • Hallo Sophie, du hast da recht viele Fragen auf einmal. Und auch vielfältige Probleme. Leider gibt es da kein Buch, was alle Punkte gut abhandelt. Ich würde hier ein paar Sachen aus meinem Gartenbau-Studium und der erlebten Praxis anmerken, kann di ...
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  • Gute essbare Blüten

    Unter essbaren Blüten gibt es viele, die entweder sehr wenig Masse mitbringen und somit wenig Essen sondern eher Dekoration sind und solche die nicht nur Masse bringen, sondern auch gut schmecken.

    Ein paar nette, persönlich...
    Gute essbare Blüten

    Unter essbaren Blüten gibt es viele, die entweder sehr wenig Masse mitbringen und somit wenig Essen sondern eher Dekoration sind und solche die nicht nur Masse bringen, sondern auch gut schmecken.

    Ein paar nette, persönlich getestete Beispiele sind:
    - Taglilie (Hemerocallis)
    deren Blüten im Farbe zeigenden, noch geschlossenen Zustand am Blütenboden fruchtig sind
    - Begonien im allgemeinen
    - Esbegonien-Blüten sind säuerlich frisch
    - Blütenblätter der Tulpen (Achtung Blütenboden ist giftig) sind am unteren, leicht verdickten Teil recht schmackhaft
    - Gänseblümchen-Blütenköpfe
    - Löwenzahn-Blütenköpfe, je weniger Stiel desto weniger bitter
    - Blüten der Malven von Wegmalve über Stockrose bis zu Hibiscus
    der Blütenboden hat den netten Malvengeschmack
    - Blüten der Lauchgewächse
    vor allem Schnittlauch- und Bärlauchblüten beim Blütenusbrechen nicht entsorgen sondern essen
    - Obstblüten beim Ausdünnen nur mit Vorsicht essen, die Blütenböden von Apfel können in großer Menge (bei mir ab 200 g) Durchfall verursachen. Das ist ungesichert, denn das war ein Selbstversuch und kann auch eine Fehlinterpretation sein
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  •   Regina hat den Beitrag vor 2 Wochen kommentiert
    Essbare Blüten

    Die Blüten fast aller Pflanzen sind essbar, weil die Pflanzen schlecht differenzieren können.
    Von entwicklungsbedingt besteht die Blüte aus dem Blütenboden, einem gestauchten Sprossteil und umgewandelten Blättern als Blüte.
    Fruchtk...
    Essbare Blüten

    Die Blüten fast aller Pflanzen sind essbar, weil die Pflanzen schlecht differenzieren können.
    Von entwicklungsbedingt besteht die Blüte aus dem Blütenboden, einem gestauchten Sprossteil und umgewandelten Blättern als Blüte.
    Fruchtknoten, Staubblätter, Kronblätter sind alle aus den gleichen Blättern entstanden - das sehen wir bei gefüllten Mutationen wie Rosen wo aus Staubblätter Kronblätter werden.

    Dieser Zusammenhang ist sehr wichtig. Denn es erklärt warum auch Blüten von giftigen Pflanzen essbar sind (Paeonia zum Beispiel) und warum im Zweifelsfall der Blütenboden nicht mit gegessen werden darf:

    Denn die Pflanze kann auch beim einlagern von Giftstoffen schlecht unterscheiden. Und auch wenn Kronblätter besser geschützt werden sollten, würden bei Gifteinlagerung auch die Staubblätter giftig werden und die Bestäuber sterben. Dann gibt es aber keine Vermehrung bei inektenbestäubten Pflanzen. Deswegen sind deren Blüten ungiftig.
    Der Blütenboden jedoch gehört zum Spross, der bei Giftpflanzen immer giftig ist.
    Das führt zu einem weiteren Problem: Hoch- und Schaublätter: Wolfsmilchgewächse, Hortensien und einige andere Arten haben eine unscheinbare Blüte und auffallende Hochblätter unter der Blüte. Diese sind aber echte Blätter und somit auch giftig, wenn die Pflanze giftig ist. Hochblätter beginnen bei genauer Betrachtung nicht am blütenboden sondern am Spross und sind nur dicht an der Blüte.
    Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) ist ein schönes Beispiel für solche schönen aber giftigen Hochblätter.

    Wenn Blüten von unbekannten Pflanzen oder solchen deren Giftigkeit unklar ist, gegessen werden, dann bitte auf den Blütenboden und Hochblätter verzichten.

    In letzter Zeit treten zum Beispiel Fragen nach den Blüten von Goldregen auf und in einiger Literatur ist Paeonia als essbare Blüte zu finden, obwohl beide Pflanzen deutlich giftig sind, lässt sich die Blüte ohne blütenboden bedenkenlos essen.
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    • Du brauchst es nicht wiederholen. Ich hatte es verstanden, was Du geschrieben hast. ;-)

      Ich finde es schlichtweg fahrlässig weiterhin die Info zuDu brauchst es nicht wiederholen. Ich hatte es verstanden, was Du geschrieben hast. ;-)

      Ich finde es schlichtweg fahrlässig weiterhin die Info zu verteilen, man könnte die Blüten vom Goldregen gefahrlos essen, weil es schlichtweg nicht stimmt.
      "Alle Pflanzenteile des Goldregens sind giftig...Das Aussaugen der Blüten oder das Kauen von Blättern, Blüten und Rinde kann schon gefährlich sein. "
       https://dgk.de/gesundheit/unfallpraevention/unfallarten/vergiftungen-veraetzungen/toedlicher-goldregen.html

      Mag ja sein, dass manche Menschen die Blüten vertragen. Menschen sind unterschiedlich empfindlich.
      Dennoch sollte man solche Infos mit einer deutlichen Warninfo versehen, statt einfach zu empfehlen, bei unsicheren Pflanzen auf den Blütenboden zu verzichten.

      Wobei es bei Tulpen wesentlich unbedenklicher ist, als bei Goldregen. Alleine die beiden in einem Atemzug da gleich zu stellen, ist ungenau, weil Art und Stärke des Giftes .

      "Und da hören die Menschen nicht auf den Körper und essen giftig Sachen trotzdem.
      Sie gewöhnen sich auch den Schutzreflex ab. "
      Sorry, finde ich idiotisch, um es mal ganz direkt zu sagen.
      Wir haben Wermuth im Garten, naschen hin und wieder mal eine Blättchen, genauso wie von Hopfenblüten.
      Das ist sehr gesund. Und bei mir hat es noch keinen Schutzreflex abtrainiert.
      Ich esse einfach nichts, was ich nicht als unbedenklich kenne.

      Es ist auch ein gerücht, dass alle giftigen oder unverträglichen Pflanzen bitter schmecken.
      Die Beeren von Tollkirsche schmecken z.B. süßlich und lecker (nicht selbst gestestet ;-) )


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    • Hallo Regina,

      ich stimme dir weitgehend zu. Aber ich möchte es so formulieren, dass auch die es überstehen, die einen Teil mitnehmen und andereHallo Regina,

      ich stimme dir weitgehend zu. Aber ich möchte es so formulieren, dass auch die es überstehen, die einen Teil mitnehmen und andere Teile anders machen.
      Goldregen würde ich niemanden empfehlen.
      Aber wenn ich gefragt werde und sage "bloß nicht essen, extrem giftig" dann bekomme ich "ja, aber ich habe gelesen..." und da ist es aus meiner Sicht besser, die essen nur die minder-giftigen Teile.
      Oder johanniskraut, auch da sind die Blüten und der Rest giftig und Leute versuchen damit gegen Depressionen vorzugehen. Obwohl es einen Teil der Depressionen verstärkt.

      Ja. nicht alle giftigen Pflanzen sind bitter oder scharf.
      Stechapfel ist auch lecker aber schwer definierbar, leider auch die Kerne, Rizinus schmeckt nach Haselnuss, Tollkirsche ist angenehm, außer den bitteren Kernen. Dieffenbachie schmeckt nach Gurke,
      Habe ich schon getestet.
      Ich habe aus verschiedenen Gründen vor Jahren angefangen mit Vorträgen zu "Giftpflanzen am Geschmack erkennen" habe aber nur einen Teil selbst probiert.

      Hauptsächlich weil in meiner Berufsschule ein Jahr vor mir die Lehrlinge einem Mitschüler Dieffenbachie als Gurke untergejubelt hatten und diese einen Magenburchbruch verursachte und er fast daran verstarb. Und wir auch solche Idioten in der Klasse hatten, die das an Mitschülern ausprobieren würden.

      Aber der Grundsatz erst mal bitter und scharf nicht essen, hilft bei vielen Giften:
      Eisenhut ist bitter-scharf. Fingerhut ist nur bitter.
      Solanin ist bitter mit einem Kratzen im Hals.
      Cucurbitacin so bitter dass man kotzen könnte.
      Hahnenfuß ist scharf.
      Weihnachtsstern ist wie alle Wolfsmilchgewächse scharf.
      Herbstzeitlose ist bitter.
      Goldregen ist bitter.
      Blauregen auch.
      Colakraut ist bitter (und abtreibend).
      usw.

      Es gibt so eine unschöne Anektode zu einer tödlichen Herbstzeitlosenvergiftung bei Leipzig, ist schon etwa 10 Jahre alt. Da sind 6 Menschen in den Wald gezogen Bärlauch zu finden. Sie haben passende Blätter gefunden, die sie als Bärlauch identifizierten, auch wenn sie nicht nach Bärlauch rochen. Sie haben Salat daraus gemacht, der nicht nach Bärlauch schmeckte und bitter war, aber sie waren sich alle sicher, dass es Bärlauch war und haben sich gegenseitig darin bestärkt. Und dass bitter gesund sei hat sie dazu gebracht weiter zu essen. 3 haben dann irgenwann aufgehört zu essen, weil es so schlimm bitter war (und von denen wissen wir, was geschehen ist) und die anderen 3 sind daran verstorben.

      Mit scharf und bitter lassen sich 90 % der Giftpflanzen ausschließen.

      PS: Ich finde es schön, hier zu diskutieren, so dass die Leser sehen, dass es da unterschiedliche Ansichten gibt.

      Wermut emfehler ich zum Beispiel wegen dem Nervengift Thujon niemanden zum Essen, weil da habe ich Unverträglichkeiten erlebt und die Leute v.a. Kinder bekamen garstige Kopfschmerzen.
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    • Finde ich sehr interessant, was Du schreibst, über die Geschmäcker.
      Bei Eisenhut hat man dann vermutlich vielleicht noch Zeit, zu reakitulieren,Finde ich sehr interessant, was Du schreibst, über die Geschmäcker.
      Bei Eisenhut hat man dann vermutlich vielleicht noch Zeit, zu reakitulieren, scheiße war bitter.
      Ob man draus lernen kann und ein andermal meiden, ist die Frage. ;-)

      Was den Bärlauch angeht, würde ja schon reichen, zu kapieren, riecht nicht nach Bärlauch, ist kein Bärlauch.
      Ob bitter oder nicht, egal...wie schmecken Maiglöckchen? Schmecken die auch bitter?
      NEEEEINNNN, tus bitte nicht. ;-)

      Wie man an Deinem Beispiel mit der Diffenbachie sieht, lieber einmal häufiger warnen, als zu wenig.
      Das mit dem bitteren Geschmack funktioniert nicht bei allen Menschen.
      Ältere Menschen haben oft keinen Sinn mehr dafür. Weiß ich von meinem Vater.
      Und vor Jahren ist ja ein Mann an Zucchini(-Rückzüchtung) gestorben, der fand gar nichts Bitteres dran. Seine Frau schon.
      Oder Geschmacksverlust momentan in Corona-Munde...

      Ich finde die Diskussion auch interessant, aber ich finde, es hat nichts mit Ansicht zu tun.
      Eine Pflanze wird nicht unterschiedlich giftig durch unterschiedl. Ansichten.
      Wer sich auskennt und sagt, ich muss unbedingt Goldregenblüten essen, sonst geht mir was ab, soll das gerne machen.

      Mir geht es halt immer drum, diese Menschen zu informieren, die leider nicht so naturnah aufgewachsen sind, wie ich.
      Wir Dorfkinder hätten uns mit allem vergiften können, was da kreucht und fleucht.
      Außer mit behaarten Raupen, die wir massenhaft über die Straße getragen haben, ist nie was passiert, obwohl wir ab drei Jahren frei in der Natur rum stromern durften.

      Man muss nicht wissen, wie Diffenbachie schmeckt. Aber man sollte wissen, dass sie giftig ist. Vor allem, wenn man Kleinkinder oder Haustiere hat.
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    • Hallo Regina,

      ich finde es interessant zu wissen, wie Giftpflanzen schmecken (ich prüfe bei Gurkenscheiben von Unbekannten immer auf Kerne, dieHallo Regina,

      ich finde es interessant zu wissen, wie Giftpflanzen schmecken (ich prüfe bei Gurkenscheiben von Unbekannten immer auf Kerne, die fehlen in der Dieffenbachie nämlich).

      Eisenhut ist erst ab 1 g tödlich und ich bin groß und schwer. Also konnte ich an einer Bruchstelle mit etwas Saft lecken. Mir ist bekannt, das das die giftigste Pflanze Europas ist und ich warne alle ausdrücklich davor.
      Ich werde auch älter und empfindlicher und teste jetzt keine Pflanzen mehr...

      Mein Opa hat mir giftig mit Ligusterbeeren beigebracht. Gesagt, dass das giftig ist und mir zu essen gegeben, weil mindergiftig und das war eine Erfahrung mit viel Bauchschmerzen und Durchfall. War nicht so schön.
      Kartoffelfrüchte gehen auch für sowas - die sind eins der stärksten Brechmittel, die ich kenne.

      Und ich finde es wichtig zu wissen, wie Giftpflanzen schmecken, damit wir auch bei Salatbestandteilen, Aufläufen, Pilzpfannen usw. diese nicht weiter essen.

      Der Mann den du erwähntest hat übrigens das Bittere geschmeckt und trotzdem weiter gegessen.
       https://www.sueddeutsche.de/panorama/vergiftung-mann-stirbt-an-garten-zucchini-1.2615508
      "Der 79-jährige Mann habe berichtet, dass das Gemüse, das der Nachbar selbst angebaut hatte, ungewöhnlich bitter schmeckte. Am Sonntag starb er an den Folgen einer schweren Vergiftung. Seine Frau überlebte, sie hatte nur eine kleinere Menge des Auflaufs gegessen."
      Er wusste, dass Zucchini ungiftig ist. Deswegen sollte die Bitter-Scharf-Giftig-Regel die anderen aushebeln können.

      Deswegen denen, die nicht in der Natur aufgewachsenen:
      bitter / scharf = bäh
      Unbekannte Pflanzen weg lassen.

      Vor Verzehr verifizierte Quellen z.B.  https://botanikus.de/informatives/giftpflanzen/alle-giftpflanzen/ oder Giftpflanzenlexikon prüfen und nicht auf Hörensagen hören.
      "Die Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" ist auch zu empfehlen als positivliste. Allerdings dort genau schauen, denn manche Pflanzen wie Scharbockskraut sind in der Blütezeit giftiger als im Frühling. .
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    • "Mein Opa hat mir giftig mit Ligusterbeeren beigebracht. Gesagt, dass das giftig ist und mir zu essen gegeben, weil mindergiftig und das war eine"Mein Opa hat mir giftig mit Ligusterbeeren beigebracht. Gesagt, dass das giftig ist und mir zu essen gegeben, weil mindergiftig und das war eine Erfahrung mit viel Bauchschmerzen und Durchfall. War nicht so schön. "
      Ohoho....der ist wohl auch noch aus der Indianer-kennt-keinen-schmerz und Nur-die-Harten-kommen-in-den-Garten-Zeit. ;-)
      Läuft ja echt unter Kindmisshandlung.

      Ja, die "Die Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" finde ich auch toll.
      Habe ich mal ausführlich vorgestellt:
       https://www.gartenstauden.de/garten-blog/wildkraeuter-aus-dem-eigenen-garten-vorstellung-eines-hilfreichen-buches-und-die-grundrezepte
      In dem Buch finde ich gut, dass auch drauf aufmerksam gemacht wird, dass viele der essbaren Pflanzen nicht in großen Mengen gegessen werden sollen. Deshalb einfach immer nur etwas von jedem und viel mischen.

      Ich beobachte in den Gruppen, die ich moderiere, so eine Gegenbewegung zur denaturierten Welt, in der wir leben.
      Alles was Natur ist, kann ja nicht schlecht sein.
      Das ist sicher auch ein Überbleibsel meiner Junged auf dem Dorf, zu wissen: Mutter Natur kann total mies sein.
      Also etwas Respekt.

      Das mit dem Aconitum ist schon deshalb nicht zu empfehlen, weil man ja nie weiß, wie der eigenen Status genau ist.
      Man kann sich fit fühlen, aber der Körper kämpft dennoch mit irgendwas. Und dann stimmt die Rechnung / Körpergewicht vielleicht nicht mehr.
      Ich habe genug kleine Zipperlein und mein Mann 50% Körperbehinderung. Wie Du schreibst - in der Jugend probiert man Vieles.

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    Giftigkeit ungiftiger Sorten? Vorsicht BITTER!

    Es kann bei genug Stress - vor allem Wasserstress bei Zucchini vorkommen, dass ungiftige Sorten vorübergehend giftig werden.
    Ich habe schon erlebt, dass eine Pflanze, die immer schöne, gut...
    Giftigkeit ungiftiger Sorten? Vorsicht BITTER!

    Es kann bei genug Stress - vor allem Wasserstress bei Zucchini vorkommen, dass ungiftige Sorten vorübergehend giftig werden.
    Ich habe schon erlebt, dass eine Pflanze, die immer schöne, gut schmeckende Früchte hatte, durch die Sommerpause im Gemeinschaftsgarten trocken fiel.
    Neben unglaublich vielen männlichen Blüten gab es die schon angelgten weiblichen Blüten und daraus wurden kleine, gedrungene Früchte. Diese waren deutlich bitter und somit höchst wahrscheinlich giftig.
    Wir haben sie entsorgt.

    Als dann im Spätsommer mehr gegossen wurde, wurden die neuen Früchte wieder genießbar.

    Ob das auch bei Kürbis passieren kann, weiß ich nicht, aber auch bei Freilandgurken / Einlegegurken habe ich das schon erlebt.
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    Hallo zusammen, auch Zucchini können untereinader kreuzen und giftig werden. Und ich habe schon Kürbis mit Zucchini gekreuzt gesehen.
    Das ist zwar seltsam, geht aber alles.
    Die meisten Fälle sind nicht giftig, da auch viele unserer Zierkürbisse...
    Hallo zusammen, auch Zucchini können untereinader kreuzen und giftig werden. Und ich habe schon Kürbis mit Zucchini gekreuzt gesehen.
    Das ist zwar seltsam, geht aber alles.
    Die meisten Fälle sind nicht giftig, da auch viele unserer Zierkürbisse in anderen Ländern Gourmet-Kürbisse sind.
    Ich habe erlebt wie eine alte,inzuchtgeplagte Kürbis-Sorte mit Zierkürbissen kreuzte und Farbe, Form und Größe wechselte und dennoch gut schmeckte.
    Ob die Sachen giftig sind, lässt sich leicht herausfinden - sie schmecken bitter. Cucurbitacin ist definitiv bitter, auch im gekochten Zustand.
    Das einfach nicht essen.
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