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  •   Gudrun Walesch hat den Beitrag vor 2 Wochen mit 'Gefällt mir' markiert
    In der Litetarur-Ecke gibt es heute ein Regenwurm-Gedicht - habe ich auf Basis eines Textes von Regenwuermer.info (http://www.regenwuermer.info/regenwurm/lebensweise/verhalten-bei-hitze-und-kaelte.php#) verfasst: frühling viele würmer werden im fr...
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  •   werner hat den Beitrag vor 1 Monat mit 'Gefällt mir' markiert
    Guten Morgen,

    gestern hat mich eine Anfrage erreicht, deren Beantwortung auch für Euch spannend sein könnte: wie kann mensch vor der Verwaltung für ein Klo-Vorhaben argumentieren?

    Zu Beantwortung will ich etwas ausholen und Euch die Rechtslage...
    Guten Morgen,

    gestern hat mich eine Anfrage erreicht, deren Beantwortung auch für Euch spannend sein könnte: wie kann mensch vor der Verwaltung für ein Klo-Vorhaben argumentieren?

    Zu Beantwortung will ich etwas ausholen und Euch die Rechtslage schildern, um dann einige Ideen/Argumente zu teilen. Es wird ein dreiteiliger Beitrag.

    Teil 1 - Was muss rechtlich beachtet werden? Der Klobau

    Ich versuche kurz die Gesamtsituation zusammen zu fassen. Ein Kompostklos besteht i.d.R. aus dem Klohäuschen/Klo (Bau) sowie der Verwertung der Fäkalien. Hinterher soll damit gedüngt werden. Damit berühren wir verschiedene Rechtsbereiche. Wenn ein Bau/eine Anlage errichtet wird, greifen verschiedene Gesetze. Weitere betreffen dann die Verwertung der Materialien und das Ausbringen als Dünger. Das Ganze ist komplex und es gibt einen großen Graubereich, da die Nutzung von Kompostklos bisher gesetzlich nicht geregelt ist. Dennoch gibt es Gesetze und Vorschriften, die sich analog auf Kompostklos anwenden lassen könnten. Das kann wichtig sein, wenn zum Beispiel die örtliche Behörde das Vorhaben vorgestellt bekommen soll oder prüfen will.

    Was für Rechtsbereiche betrifft zunächst der Bau eines Kompostklos?

    1) Wer ein "Gebäude/Bau" errichtet, hat dies genehmigen zu lassen. Allerdings sind bestimmte Bauten ausgenommen, zum Beispiel wenn sie sehr klein sind. Die Länder-Bauordnungen (BauO) regeln, welche das sind. Gemäß der BauO ist u.A. nicht genehmigungsbedürftig: die Errichtung von kleinen Gebäuden/ -teilen (Größen je nach Land), das Aufstellen von Toilettenwagen. Kompostklos / Kompostklohäuschen sind hier zwar nicht genannt, aber eine Analogie scheint möglich.
    2) Interessant ist an dieser Stelle auch die rechtliche Stellung im Kleingarten. Die Verwaltungsvorschriften für Kleingärten (in Berlin) sagen zum Beispiel, dass in Dauerkleingärten und Kleingärten ausdrücklich „außerhalb von Wasserschutz-gebieten auch Trocken-bzw. Humustoiletten zulässig“ sind. Hier gelten Anforderungen nach Stand der Technik.
    3) Zu guter Letzt gilt für Anlagen, dass sie nach dem Bundes-Immissionsschutz-Gesetz (BimSchG) keine schädlichen Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige Sachgüter haben dürfen. Theoretisch ist jede Anlage nach BimschG genehmigungspflichtig. Doch auch hier gibt es Ausnahmen von der Baugenehmigung nach BimSchG, so ist beispielweise eine„Kleinstanlage“ genehmigungsfrei. Auch für Versuchsanlagen gelten besondere Regelungen.

    ... soo, das war erstmal viel Info. Auf Teil 2, Vewertung und Düngung, komme ich die Tage zurück.

    Bis dahin!
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  •   Gudrun Walesch hat den Beitrag vor 2 Monaten kommentiert
    ... ein kleiner Gruß noch, dann bin ich bis 4.1. im Urlaub. Ich habe mich in letzter Zeit immer mal in die Haselmaus (die keine Maus ist, im eigentlichen Sinne, sondern ein Bilch) verliebt und wünsche euch viele schöne Stunden, die diesem Zustand...
    ... ein kleiner Gruß noch, dann bin ich bis 4.1. im Urlaub. Ich habe mich in letzter Zeit immer mal in die Haselmaus (die keine Maus ist, im eigentlichen Sinne, sondern ein Bilch) verliebt und wünsche euch viele schöne Stunden, die diesem Zustand in punkto Gemütlichkeit nahe kommen:

     https://de.wikipedia.org/wiki/Haselmaus#/media/Datei:Dormouse1.jpg

    Habt schöne Tage und Stunden - wie ihr wisst, wird ja jetzt Alles wieder heller, schöner, besser!!
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  •   KanTe-Lisa hat den Beitrag vor 2 Monaten kommentiert
    Hallo da draußen,

    ein letzter Post, bevor hier ein bißchen Weihnachtsruhe einkehrt. Ich habe mittlerweile in der Feministischen Geo-RundMail Nr. 84 (Informationen rund um feministische Geographie) "Pissen ist politisch" ein bißchen rumgelesen...
    Hallo da draußen,

    ein letzter Post, bevor hier ein bißchen Weihnachtsruhe einkehrt. Ich habe mittlerweile in der Feministischen Geo-RundMail Nr. 84 (Informationen rund um feministische Geographie) "Pissen ist politisch" ein bißchen rumgelesen und denke immernoch, dass das der ein oder anderen hier auch gefallen könnte. Neben Bildern von Klos in entlegenen Regionen gibt es Texte zum Pinkeln im öffentlichen Raum oder auch Anregungen darüber nachzudenken, wie wir sozial und gesellschaftlich mit dem Thema umgehen. Einen Artikel, den ich gelesen habe, will ich hier nochmal hervorheben. Er heißt >> Toiletten, Hygienepraktiken und der „Western Gaze“ – Über den Zusammenhang von
    Postkolonialismus und Klopapier << - hier geht es um Klopraktiken in unterschiedlichen Ländern, das (auch) sozialisierte Empfinden was "hygienisch" und was "unhygienisch" ist. Das wird insbesondere an Reinigungspraktiken auf dem Klo veranschaulicht - mit Wasser oder mit Papier? Ich finde es sind einige sehr interessante Impulse im Text, die anregen sich mit eigenen Vorstellungen von "Sauberkeit" auseinander zu setzen. Dabei geht es natürlich über "Sauberkeit" hinaus auch um das kulturell geprägte Verständnis davon und um das Überlegenheitsgefühl "westlicher" Hygienepraxis. Ekel ist kein reiner Affekt, sondern wird auch gesellschaftlich geprägt und gefüllt. Der Artikel motiviert, die eigene Praxis und Sichtweise manchmal einen Schritt zurück zu stellen und zu hinterfragen, um andere Ansätze zu verstehen und zu würdigen.

    Viel Spaß!

    Ihr findet den Artikel auf Seite 14 im Heft "Pisse ist Politisch" hier:  https://ak-feministische-geographien.org/rundmail/
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