•   EikeW hat den Beitrag vor 1 Woche kommentiert
    Pfirsiche, Nektarinen, Marillen, etc: was muss ich berücksichtigen, dass ich aus den Kernen von traumhaft schmeckenden Früchten irgendwann ein Bäumchen ziehen kann?
    • Es muss eine "kernechte" (= samenfeste) Sorte sein. Und am besten noch eine wurzelechte, denn nicht alle kernechten Sorten bilden hinreichend starkeEs muss eine "kernechte" (= samenfeste) Sorte sein. Und am besten noch eine wurzelechte, denn nicht alle kernechten Sorten bilden hinreichend starke Wurzeln aus.

      Allerdings sind die nicht-kernechten Sorten in der Regel wurzelecht, und man kann sie als Veredelungsunterlage verwenden.

      Am beliebtesten ist zur Samenvermehrung wohl der 'Rote Ellerstädter' (auch 'Kernechter vom Vorgebirge'), eine alte Sorte mit nicht allzu hohen Ansprüchen:  https://de.wikipedia.org/wiki/Roter_Ellerst%C3%A4dter
      In Ostdeutschland sind 'Proskauer' und 'Naundorfer Kernechter' vermutlich besser angepasst.

      Für Nektarinen und Aprikosen/Marillen gilt dasselbe.

      Wie die meisten Rosengewächse braucht auch Steinobst eine Kältebehandlung (Stratifizierung). Zudem müssen noch die keimhemmenden Substanzen aus der Schale des Kerns ausgewaschen werden.
      Die einfachste Methode ist, die Kerne im Herbst zu säen, und so aufzustellen, dass sie im Winter ordentlich Kälte und Niederschläge abbekommen. Aber das führt in der Regel dazu, dass sich Mäuse über die Saat hermachen, denn die scheinen die nahrhaften Samen selkbst durch den Boden hindurch riechen zu können...

      Um das zu verhindern, sollten die Kerne mindestens 2, besser 4 Monate bei maximal 5°C gelagert werden (Kühlschrank). Und vor der Aussaat mindestens eine Woche lang täglich mindestens 2mal unter fließendem Wasser spülen.
      Die Aussaat erfolgt dann am besten im April, rund 3-5 cm tief. Da nicht immer klar ist, auf welcher Seite des Samens die Wurzel austritt, würde ich sie einfach auf die Breitseite legen.

      Allerdings ist die Keimrate auch dann noch ziemlich gering. Generell würde ich empfehlen, die Samen so schnell wie möglich kühl zu lagern, denn wenn sie bei Raumtemperatur austrocknen, ist der Keimling shcnell hinüber.
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    • Also nicht so einfach, ich fasse für mich zusammen:

      1. die Sorte, die ich am Markt bekommen, kenne ich nicht. Aber ich kanns ja mal probieren
      2.Also nicht so einfach, ich fasse für mich zusammen:

      1. die Sorte, die ich am Markt bekommen, kenne ich nicht. Aber ich kanns ja mal probieren
      2. gleich kühl lagern (soll nicht austrocknen, was bei Raumtemperatur leicht passiert, besonders im Sommer)
      3. dann im Kühlschrank lassen bis Mitte März
      4. dann zwei Wochen lang jeden Tag 2x rausnehmen, unter fließendem Wasser spülen und wieder rein in den Kühlschrank
      5. auspflanzen 3-5 cm tief, auf die Breitseite legen (weil nicht klar ist, wo die Wurzel aus dem Samen wächst)

      alternativ:
      4. im Herbst auspflanzen in einem Topf, wo keine Mäuse rankönnen, damit der Kern Kälte spürt.

      Stimmt das so, @EikeW ?

      Könnte ich auch mehrere Kerne in einem Topf über Winter den Frost spüren lassen und dann die Pflanzen, die was werden, rausnehmen?

      Müsste ich bei der Topfmethode auch vorher mit Wasser spülen oder hält sich die Feuchtigkeit durch die Erde?
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    • Ja, das stimmt so

      Wenn du schon im Herbst aussäst, solltest du trotzdem die Samen im Kühlschrank aufbewahren, aber das Waschen fällt dann flachJa, das stimmt so

      Wenn du schon im Herbst aussäst, solltest du trotzdem die Samen im Kühlschrank aufbewahren, aber das Waschen fällt dann flach (machen die Niederschläge im Winterhalbjahr)

      Probier ruhig die Samen von gekauften Früchten. Zumindest bei Marillen sind es oft kernechte Sorten.
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