• Hohlkronen, Trichterkronen und andere nachträglich zu vermeidende Schnittformen

    Eine zum Glück aus der Mode kommende Schnittform bei Bäumen ist die Hohlkrone. Sie ist bei guter Ausführung vor allem für Bäume wie Sauerkirschen mit schwacher Mittelachse sinnvoll. Aber schwer zu schneiden, weil der Baum eine geschlossene Krone ohne Haupttrieb aufbauen muss, wo alle Kronenbildenden Leitäste ähnlich stark wachsen und in der Mitte zusammen kommen.

    In den 80ern und 90ern wurden durch eine Mode viele Pyramidale Bäume von dem Spitzentrieb "befreit" und ohne ausreichende Nachpflege entwickelten sich oft Trichterkronen. Solche Kronen bestehen aus stark wüchsigen Leittrieben, bei denen jeder für sich eine Krone ausgebildet hat. Der beste Weg dieser Herr zu werden, ist einen in der Mitte des Baumes kommenden Langtrieb oder Schosser zu belassen und als neue Krone aufzubauen und dann die Seitenkronen zu kürzen. So lassen sich übermäßig wuchernde Seitenkronen bändigen.

    Eine weitere schwer nachträglich zu installierende Schnittform ist der gerade in mode befindliche Oechsbergschnitt. Bei diesem werden 5 Starke Leitäste am Stamm mit viel Abstand zu einander belassen und so gezogen, dass sie der Spitze Konkurrenz machen und diese somit klein halten. Eine nachträgliche Umwandlung eines pyramidalen Schnittbilds ist schwierig, da Leitastkränze bis auf einen Ast entfernt und gleichzeitig neue Leitäste aufgebaut werden müssten.

    Versuchen Sie nicht funktionierende Bäume auf Grund von Modeerscheinungen zu verschneiden, um etwas anderes daraus zu machen.
    Wenn Sie mit einem jungen Baum anfangen, mag das alles gehen - wenn auch aus meiner Sicht mit erheblichem Aufwand bei Hohlkrone und Oesbergschnitt- aber bei alten Bäumen lassen Sie es lieber.
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