•   werner hat den Beitrag vor 1 Monat mit 'Gefällt mir' markiert
    Wie letzte Woche versprochen, füllen wir die praxisarme Winterruhe mit ein wenig Theorie darüber, welche Strategien Pflanzen entwickelt haben, um ihre Samen zu verbreiten (und was wir Saatguterzeuger*innen tun, um sie doch in Papiertütchen zu bekommen). Es gibt ganze Bücher zu dem Thema und die lesen sich wie Abenteuerromane! Und weil ja letzte Woche schon die Rede vom fliegenden Silvesterraps war, wollen wir diese Woche auch mit den Samen beginnen die (von Natur aus) das Fliegen gelernt haben und damit sehr große Entfernungen zurücklegen können.
    Zum Beispiel der uns allen vertraute Salat ist ein Schirmchenflieger. An der Spitze des Samenkorns besitzt er einen haarigen Fallschirm, der es ihm ermöglicht, kilometerweit vom Wind getragen zu werden. Das selbe Prinzip, wie wenn Löwenzahn sich in eine „Pusteblume“ verwandelt.
    Samengärtner*innen können in der Regel nicht hinterherfliegen, weshalb wir die Samenstände ernten müssen, bevor sie sich vom Acker machen. Wenn die geschnittenen Pflanzen einige Zeit nachgetrocknet sind, können die Samen in einer großen Tonne aus den über Kopf gehaltenen Pflanzen geklopft werden. Die Tonne verhindert, dass die Samen überall hin fliegen. Dabei sollte unbedingt eine Staubmaske getragen werden, da die losen Härchen der Fallschirme überall herumwirbeln. In einem nächsten Arbeitsschritt werden die Samen samt Flugapparaten in einem Sieb gerieben, wodurch sich der Fallschirm löst und die Salatsamen zwar ihre Flugfähigkeit einbüßen, dafür jedoch eine gewisse Bodenständigkeit erlangen und sich viel leichter davon überzeugen lassen, in die für sie vorgesehene Saatguttüte zu schlüpfen.
    Und nächste Woche wird es dann doch wieder explosiv...!
    Guten Start in die neue Woche wünschen Euch Toni und Alex
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