•   Gudrun Walesch hat den Beitrag vor 2 Wochen kommentiert
    Erdkeller:
    Die Erde hat in einer bestimmten Tiefe immer die gleiche Temperatur, je tiefer desto mehr, je flacher desto mehr ist sie an der Oberflächentemperatur orientiert. In Mitteleuropa kommt der stärkste Frost etwa 80 cm tief in den Boden, in den Mittel- und Hochgebirgen etwa 1,2 m tief, weil es da kälter ist und über einen längeren Zeitraum (außer bei Schnee, da dieser isoliert).
    Das heißt in einem Meter Tiefe ist der Boden normalerweise frostfrei.
    Aber der Boden hat noch andere eigenschaften, nämlich, dass er sich im sommer auch nicht mehr als etwa 8 °C in ^m Tiefe erwärmt.
    Damit kann der Boden im Sommer kühlen und im Winter wärmen. Das nutzen wir bei Flach-Erdwärmetauschern.
    Aber nicht nur da, sondern auch bei Kellern.
    Um dies zu nutzen muss der Keller in der erde sein und das möglichst unisoliert und unbeheizt, sonst funktioniert es nicht, da der Wärmeübergang eher langsam ist, vor allem bei geringem Temperaturunterschied.

    Keller werden von jeher zur Lagerung von Obst und Gemüse genutzt, da neben Wärme und Kälte auch Licht zum Verfall dieser beiträgt.

    Normalerweise wird zwischen einem Keller unter Gebäuden und dem Erdkeller ohne Gebäude drüber unterschieden.

    Mit dem Wissen der gleichbleibenden Temperatur kann gespielt werden. Ein Beispiel sind als "Hopfenhöhlen" bezeichnete Mini-Erdkeller zum Getränke kühlen.

    Aber es muss auch bedacht werden, vor allem im Winter, dass die Erfkeller nur dann die Erdtemperatur haben, wenn sie "ungestört" sind. Durch Türen, Fenster, andere Öffnungen kann kälte in form von kalter Luft eindringen. Deswegen muss der Erdkeller nach oben isoliert werden und die Tür sollte möglichst so gebaut und abgedichtet sein, dass Kälte schwer eindringt.

    Die Abdichtung nach oben erfgolgte früher meist durch ein Gewölbe und erine Namensgebende Erdschciht von meist 80 - 150 cm (inkl. Gewölbe).
    Oder durch Deckel mit Stroh und / oder Erde darüber in so genannten Vorratsgruben.
    Wenn aber in der Abdeckung Löcher sind, wird immer Kälte eindringen und die Schutzwirkung vor der Kälte verloren gehen.

    Die Eindringende Kälte von der Tür kann den Raum auf Minusgrade auskühlen, aber je größer der Raum, desto langsamer geht es, so dass viele Erdkeller 8 - 10 m² wenigstens haben, damit sie im Winter ohne Gefahr geöffnet werden können und auch Sachen herausgetragen. Auch funktioniert der Keller besser, wenn er mehr Fläche mit Erdkontakt hat, also auch größer ist oder wenn er tiefer in der Erde sitzt. Zu tief musss aber vorsichtig bedacht werden und mit einer Drainage versehen werden, damit es kein "Erdteich" wird.

    Oft ist auf dem Erdkeller ein Hügel. Der ergibt sich durch das Gewölbe, erlaubt aber die Kalte Luft im Winter leichter abzuleiten. Vor allem Erdkeller in Hängen haben da Vorteile.

    Wer einen Erdkeller bauen möchte, sollte vor allem auf die Sicherheit und Stabilität achten, auf die ausreichende Größe des Kellers und die Abdichtung des Zugangs.
    Gewölbe sind schwer zu bauen, aber auch Holz mit Folie darüber oder eine Stahlträgerkonstuktion funktionieren.
    Auch eine Grube mit einer Isolierabdeckung nach oben, die einen nicht beim Einbrechen umbringt, kann funktionieren z.B. Steinwolle oder Glasschaumschotter, Schaumstoff oder Luftpolsterfolie.
    Stroh oder Holzwolle sollte nicht genutzt werden, da der Erdkeller Erdkontakt hat und auch dadurch Feuchte und dadurch Verrottung eintritt. Sobald das passiert, wird CO2 freigesetzt und sammelt sich im Erdkeller und dieser wird zur Todesfalle, für den der dann hineintritt. Früher wurde bei viel Obst der Erdkeller an warmen #Wintertagen gelüftet, damit das frei werdende Reifegas, aber auch das CO2 entweichen und weder Früchte noch Menschen im Keller ersticken können.

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