•   werner hat den Beitrag vor 4 Wochen kommentiert
    Bokashi-"Kompost" + Minikompost / Wurmkompost + Thermokomposter/Schnellkomposter

    Für daheim in der Wohnung gibt es etwas besseres als Schnellkomposter für den Biomüll:
    Aus Asien kommt der Bokashi-Eimer:
    Das ist eine Milchsäurefermentation, die nicht riecht, alle schädlichen Bakterienoder störenden Pflanzenteile tötet und den Biomüll "vorverdaut". Dieser wird hinterher eingegraben und rottet schneller als frischer Biomüll.
    Dafür werden 2 gleich große Eimer (die dicht in einander passen) benötigt, einer davon mit Deckel, eine Bohrmaschine, Flaschen, ggf. Naturjoghurt / Sauerkrautstarter / Siliermittel / Bokashi-Startkultur, später einfach Reste vom vorhergehenden Anlauf, ggf. einen Hahn für Wasserfässer. Zuerst Löcher in den Eimer mit Deckel in den Boden bohren. Dieser wird der obere Eimer werden. In den anderen wird seitlich ein Loch für den Hahn geschnitten, und zwar so, dass etwa 5 mm Wasser stehen können und darüber erst aus dem Hahn abfließt. Es ist möglich auch auf diesen Hahn zu verzichten, dann muss ab und an das Wasser unten drin entnommen werden, aber mit Hahn ist es besser für einen stabilen Reaktionsverlauf ohne Luftaustausch (das auseinaderzeihen und wieder zusammen setzen bringt Luftwechsel). Nun wird der Biomüll in den oberen Eimer gefüllt, der Starter dazu gegeben, der Biomüll vorsichtig verdichtet z.B. eingestampft, so dass sich keine Lücken mit Luft bilden. Wenn der Eimer nicht voll ist, kommt oben eine Folie auf den Biomüll z.B. eine Folientüte oder ein passend geschnittener Einlegeboden, um Luftaustausch in den Bokashi zu vernindern. Anschließend wird der Eimer geschlossen.Der Biomüll beginnt zu fermentieren und es wird "Fermentwasser" frei. Dieses sickert hindurch und sammelt sich im unteren Eimer. Dieses "Fermentwasser" kann abgelassen und in Flaschen als Dünger abgefüllt werden. Das ist ein guter Dünger - es sollte aber 1:10 mit Wasser verdünnt werden, da nicht alle Pflanzen dieses im Reinzustand vertragen. Der Eimer darf nicht sonnig stehen und weder überhitzen noch frieren. Da er nicht riecht kann er überall in der Wohnung stehen. Dann kommt jeden Tag neuer Biomüll hinzu. Dazu wird die Lufttrennfolie entnommen, Biomüll aufgefüll, vorsichtig verdichtet und die Folie wieder darauf gelegt. Wenn der Eimer voll ist, wird er für 2 Wochen beiseite gestellt. Er sollte nach dieser Zeit wie Sauerkraut riechen.
    In dieser Zeit wird ein zweiter Bokashi-Eimer für den Biomüll verwendet. Größere Gefäße sind bei mehr Biomüll zu empfehlen oder mehrere Eimer.
    Wenn der Bokashi fertig ist, kann er ins Beet gegeben und mit 20 cm Erde bedeckt werden und rottet dann schnell und wird schnell zu Pflanzennährstoffen. Bei empfindlichen Kulturen wie Mören sollte der Bokashi vorher kompostiert werden.
    Für die neue Kultur im Eimer wird ein Teil aus der Mitte der alten Kultur als Starter genommen. Niemand muss fortlaufend Startkultur kaufen.

    Bokashi ist primär etwas um schädliche Bakterien, Unkrautsamen und ähnliches abzutöten und um den Kompostierungsprozess vorzugreifen und zu beschleunigen. Er kann auch an einem schattigen Plätzchen im Garten genutzt werden.
    Im Bokashi können auch gekochte Lebensmittel und Fleischreste angerottet werden, ohne dass sie stinken oder Maden anlocken. Diese Dinge rotten im Garten ohne Probleme nach der Fermentatiion. Fleischreste sollten aber nicht überwiegen, denn dann kann der Bokashi faulen.
    Solche und ähnliche Fermenter werden in vielen Asiatischen Ländern seit Jahrtausenden eingesetzt, um den Nährstoffkreislauf im Garten klein zu halten.

    Es gibt auch fertige Eimer zu kaufen.

    Wurmloser Minikompost - mit Sauerstoff
    Dafür werden 2 gleich große Eimer (5 Liter oder kleiner, die dicht in einander passen, bei größeren Gefäßen ist ein Wurmkompost nötig), einer davon mit Deckel, einen Hahn für Wasserfässer, eine Bohrmaschine, Flaschen, eine Hand voll frischer Kompost, später einfach Reste vom vorhergehenden Anlauf. Zuerst Löcher in den Eimer mit Deckel in den Boden bohren auch in den unteren Wandbereich, sollte der Deckel gut schließen, dann auch einige wenige in den Deckel, denn das ist eine Rotte mit Sauerstoff (das ist der Unterschied zum Bokashi). Dieser wird der obere Eimer werden. In den anderen wird seitlich ein Loch für den Hahn geschnitten, und zwar so, dass etwa 5 mm Wasser stehen können und darüber erst aus dem Hahn abfließt. Nun wird der Biomüll in den oberen Eimer gefüllt, Kompost als Starter dazu gegeben und der Eimer geschlossen. Täglich kommt neuer Biomüll dazu. Verdichtet wird nicht. Der Biomüll beginnt zu rotten und es wird "Kompostwasser" frei. Dieses sickert hindurch und sammelt sich im unteren Eimer. Dieses kann abgelassen und in Flaschen als Dünger abgefüllt werden - das beste für das Fruchtgemüse - es sollte vor dem Gießen 1:5 verdünnt werden, denn nicht alle Pflanzen mögen es in Reinform. Regelmäßig muss Biomüll aufgefüllt werden, je mehr zerkleinert, desto schneller rottet er. Der Minikompost wird immer wieder an Masse verlieren und es passt weit mehr rein, als in den Bokashi. Wenn er voll ist, kann er im Beet eingegraben werden, der vorher obere Teil bleibt als Starter zurück. Wenn es sehr trocken ist, wird das Wasser, was nicht abläuft verdunsten und den oberen Eimer feucht halten. Sollte der Eimer streng riechen, dann muss der Biomüll alle paar Tage mit Gesteinsmehl, Kalk oder reifem Kompost überpudert werden. Oder es wird ein faustgroßer Brocken frischer Beton (weniger als 5 Jahre alt) mit hinein gelegt, um den ph-Wert anzuheben. Mini-Komposte sind optimal für kleine Haushalte, wo wenig Biomüll anfällt.
    Minikomposte können in einer schattigen Ecke auf dem Balkon stehen, wenn sie durchfrieren starten sie hinterher wieder (mit Würmern wäre das schlecht).

    Verarbeitete Lebensmittel können auch verrottet werden, denn Ratten, welche die Restlebensmittel riechen könnten, kommen nur in den Garten, wo sie ungestört sind und nicht auf den Balkon. Durch die schnelle Rotte riecht es normalerweise garn nicht und lockt nichts an. Auch Fleisch kann verrottet werden, muss aber gut zerkleinert und zugedeckt sein. Bei schneller Rotte stellt es kein Prooblem dar, wenn es überwiegt und dann langsam rottet kommen allerdings Fliegen und Maden.

    Wurmkopost
    Der Wurmkompost ist praktisch dasselbe wie der Minikompost mit Auffangbereich für Kompostwasser und allem anderen, nur dass dort Kompostwürmer eingesetzt werden (gekauft oder Rote Kompostwürmer aus dem Garten). Deshalb sollten die Löcher im Boden kleiner sein, damit die Würmer nicht ins Wasser fallen Ein Lochblech über den Löchern oder eine feine Gaze hilft auch. Die Kompostwürmer legen Gänge an, in denen die Luft zirkulieren kann und der Kompost rottet und nicht fault. Somit können auch größere Gefäße und Mengen schnell und Umweltschonend verrottet werden. Durch die Kompostwürmer sind kleine "Haustiere" vorhanden, was für Kinder toll sein kann (die schaffen dann immer schön den Biomüll weg / füttern die Würmer).
    Der Wurmkompost sollte vor Überhitzen und Frost geschützt werden, damit die Würmer nicht sterben.

    Der Thermokompost oder Schnellkompost im Garten funktioniert praktisch genauso, nur dass die Würmer von allein zuwandern und das gute "Kopmostwasser" ungenutzt heraus-sickert und das Grundwasser belastet, statt für große Tomaten zu sorgen.
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