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Gärtnern in Zeiten von Corona
Gelöst Gesperrt Unbeantwortet
Die Gartensaison beginnt jetzt, wir wollen alle anfangen. Die notwendigen Maßnahmen, um die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, schränken vieles ein.

Wie geht Ihr in Eurem Gemeinschaftsgarten damit um?
Kannst Du spezielle Schutzmaßnahmen empfehlen?
Hast Du Fragen dazu an die anderen Gärtner*innen?

Bitte teile es mit uns.

(Allgemeine Fragen zu Corona/Covid-19 werden in der FAQ vom Robert Koch Institut beantwortet: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html )
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  1. vor 1 Jahr
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Joachim vom Stadtgärtle in Rheinfelden (https://stadtgaertle.jimdofree.com/) bat mich, seine Infos an die Gärtner*innen auch hier zu teilen:

"Liebe Gemeinschaftsgärtner/innen,

bitte lest folgende Mail aufmerksam und vollständig, denn es ist eine wichtige Information !

Die Corona-Krise führt nun zu Verordnungen und Vorschriften die wir nicht gewohnt sind:

1. Es sind alle organisierten Versammlungen und Zusammenkünfte, nicht nur von Vereinen sondern von allen Gruppen bis auf weiteres untersagt !
Meines Wissens zunächst bis 15.6.2020
2. Bau und Gartenbau sind ausdrücklich von der Regierung noch erlaubt .
3. Es ist noch keine Ausgangs-Sperre verhängt worden.

Der Gemeinschaftsgarten muss weiter existieren und bedarf seiner Zuwendung wie gehabt.

Ich stehe Euch wie bisher immer mit Rat und Tat zur Verfügung, Ihr erreicht mich am besten per E-Mail oder Telefon ggf. Anrufbeantworter.
Wenn Ihr auf den Anrufbeantworter redet und Eure Telefonnummer hinterlasst dann rufe ich Euch sobald als möglich zurück.
Bitte nehmt meine Handynummer als Kommunikationsmittel nur im Notfall !

Es wird erstmal keine Gemeinschaftsaktionen geben und auch kein Monatstreffen !
Ich informiere Euch immer wenn ich im Garten was arbeite, es kann Euch niemand davon abhalten dann auch dort hinzukommen.
Ich bin auch im Garten wenn das Monatstreffen wäre (außer bei schlechtem Wetter).
Dies ist ausdrücklich KEIN AUFRUF DORT HINZUKOMMEN, aber es ist Eure Freiheit aus dem Haus zu gehen wohin Ihr wollt.
Auch gibt es keine Kurse und Workshops bis auf weiteres.

Ich kümmere mich darum dass der Garten in Schuss bleibt und bitte Euch auch Selbständig zu tun was nötig ist !

Wir werden alle gebraucht damit der Garten lebendig bleibt
Und der Garten wird dann dringend gebraucht wenn die Nahrungsmittel knapp werden sollten !
Wenn das in der aktuellen Krise nicht der Fall sein wird, dann sollten wir uns bewusst werden dass die aktuell laufende Klimakrise um vielfaches schlimmer werden wird, als es die Korona-Krise je sein könnte.

Zusammenhalt und Solidarität ist in diesen Zeiten das wichtigste und wirkungsvollste was wir haben, in diesem Sinne biete ich Euch meine Hilfe an wenn Ihr sie dringend benötigt (für wirklich wichtige Dinge ! )

Wichtig ist es vor allem auch keine Angst zu haben, sondern in die Gemeinschaft und das eigene Handeln zu Vertrauen !

Hier habe ich Euch noch einen Absatz aus:

Hans Peter Dürr > Geist, Kosmos und Physik <

Verständlicherweise haben viele Menschen Angst vor den Chaos-Punkten, weil es ein Zustand der größten Unsicherheit ist.
So kostet es in der Tat anfangs etwas Mut, auf ein Fahrrad zu steigen, das instabil nach rechts und links kippt.
Aber – und hier kommt ein interessanter Hinweis, wie wir eine Instabilität, schon in der alten Sprache, stabilisieren können –,
meine Fahrrad-Instabilität kann ich leicht “dynamisch” stabilisieren, indem ich durch eine geeignete Führung meiner Lenkstange Kräfte mobilisiere,
die geeignet nach links und rechts wirken und das in Gang gesetzte Fahrrad stabilisieren.
Wir lernen dies nicht durch scharfes Nachdenken, sondern spielerisch durch ein Gefühl.
Dynamische Stabilisierung muss gefüttert werden ! .......... (durch dynamisches Handeln !)

Also , und das sage jetzt ich:
Wir sollten in dieser unsicheren Situation wohl etwas nachdenken , aber dann vor allem ist es wichtig sich in Bewegung zu setzen !
Daraus kann sich auf jeden Fall etwas entwickeln, wir bekommen ein Gefühl dafür wie es funktionieren kann, wenn wir es ausprobieren !

Viel Kraft, Kooperation und Dynamisierung,

Euer Joachim"
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  1. vor 1 Jahr
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Für den Hildegarten habe ich nun die von langer Hand geplanten Workshops und Veranstaltungen abgesagt. Sie werden hoffentlich später im Jahr stattfinden können. Bis Ende April ruht das öffentliche Gartenleben - vorerst.

Der Garten soll auch für die Öffentlichkeit geschlossen bleiben.
Im Moment treffen sich recht viele Gärtner und ihre Kinder im Hildegarten um loszulegen. Den ganzen Tag lang ist der Garten relativ belebt. Da Eltern ihre Kinder nun betreuen müssen kommen sie sehr gern hier her.
Hier müssen wir wahrscheinlich Einschränken. Der Sportplatz nebenan ist schon abgesperrt, die Spielplätze ja auch.
Ich werde vorschlagen eine maximale Anzahl von 12 Leuten in den Hildegarten zu lassen. Gärtnern bzw. benutzen von Werkzeug am Besten nur mit eigenen Gartenhandschuhen.
Wenn eine Ausgangssperre kommt werden wir einen Gießplan organisieren.
soweit aus Leipzig West
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  1. vor 1 Jahr
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Statt Workshops am Wochenende zum gemeinsamen Gärtnern organisieren wir die Pflanzenpflege in diesem Frühjahr per Beetpatenschaften.
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  1. vor 1 Jahr
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Nun ja, unser Garten ist leider erst noch sehr klein (es gibt ihn erst seit August 2019 und bisher sind es zwei Hochbeete und ein überschaulicher Erdhügel voller Frühblüher). Eigentlich war dieses Frühjahr geplant, um weitere Hochbeete zu bauen, neu auszusäen, eine Kräuterspirale zu gestalten... Da macht Corona einen ganz schönen Strich durch die Rechnung. An sich soll sich das Virus ja an der frischen Luft nicht so sehr verbreiten, wie in geschlossenen Räumen, aber unsere Mitmenschen schützen sollten wir ja trotzdem und da steht die Solidarität vor den Gartenplänen... Vielleicht werden zwei oder drei von uns (die so der Kern der noch sehr kleinen, hoffentlich wachsenden Gruppe sind) auf eigene Faust draußen im Stadtgarten ein bisschen Gärtner, aber das ist ja nun mal nicht der Sinn des Gemeinschaftsgärtners... Ich hoffe sehr, dass wir dennoch vereinzelt ein bisschen was da draußen schaffen und dann später, wenn die Krise sich etwas beruhigt hat, gemeinsam weitermachen können. Ich danke auf jeden Fall allen, die noch gute Ideen haben, wie sich die Corona-Zeit besser überbrücken lässt, auch wenn ich selbst leider gerade wenig Lösungsansätze habe...
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  1. vor 1 Jahr
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Nun ja, dieses Virus hat uns erstmal kalt erwischt. Schon lange waren wir dabei unsere Veranstaltungen und Workshops zu planen, haben einen schönen Programmflyer erstellt. Die Einladungen zur Eröffnung unserer 9. Saison am 2.4. sind raus, die Absage mittlerweile leider auch. Positiv ist dass unser Garten zumindest aktuell noch geöffnet ist, natürlich unter Einhaltung der gebotenen Sicherheitshinweise. Wir können also zumindest im Moment unsere Pflanzen versorgen. Unser Gartencafé bleibt allerdings bis auf weiteres geschlossen, kleine Stärkungen und Getränke bringen wir ebenso von daheim mit wie auch notwendiges Geschirr, und nehmen dieses auch wieder mit heim. Auf die sonst stattfindenden herzlichen Umarmungen und Begrüßungen unserer Mitgärtner nach dem Winter verzichten wir schweren Herzens und halten gebührenden Abstand zueinander.
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  1. vor 1 Jahr
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So, ich hab jetzt gleich gesucht und schnell gefunden und den Artikel (Link am Ende) zusammengefasst:


Bei einer Schmierinfektion (jemand mit einer Vireninfektion greift eine Oberfläche an) bleiben nur etwa 10% auf der Oberfläche haften. Der Nächste nimmt wiederum nur 10% der Viren auf.

US-Forscher der National Institute of Health, der Princeton University und der University of California haben im Labor herausgefunden:

Sars-CoV-2 überlebt:

* an der Luft bis zu drei Stunden
* auf Kupferoberflächen bis zu vier Stunden
* auf Karton etwa 24h
* auf rostfreiem Stahl etwas 48 Stunden
* auf Plastik (Polypropylen) etwa 72 Stunden

Das sind Laborwerte, bei Raumtemperaturen zwischen 21 und 23 Grad Celsius und rel. Luftfeuchtigkeit von 40% (etwas die Bedingungen, wie in einer U-Bahn). In einem Garten sieht das sehr wahrscheinlich anders aus.

Viruspartikel schweben nur unmittelbar nach dem Husten in einem geschlossenen Raum in der Luft und sinken schnell auf den Boden. Also nur bei direktem Anhusten oder -niesen Infektionsgefahr.

Wichtig ist auch noch die Viruslast, die für eine Infektion notwendig ist. Die ist bei Covid-19 noch unbekannt und wahrscheinlich je nach körperlicher Verfassung sehr unterschiedlich. Man muss sich nach dem Kontakt der Oberfläche auch an Mund, Nase oder Augen fassen.

Quelle: https://www.derstandard.at/story/2000115794553/wie-ansteckend-tuerklinken-und-haltegriffe-sind
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  1. vor 1 Jahr
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Hallo Roland,

Danke für Deinen Bericht.
Bei uns hab ich das Gießen der Obstbäume letztes Jahr immer morgens gemacht, da war ich noch recht alleine im Garten. Schätze, das kann ich beibehalten. Ich werde aber daran denken, die Schlauchdüse und den Schlauchwagen zu reinigen.

Irgendwo habe ich heute gelesen, dass erforscht wurde, wie lang sich das aktuelle Corona-Virus auf verschiedenen Oberflächen hält. Das suche ich nochmal raus, und fasse es zusammen.

:-) Werner
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  1. vor 1 Jahr
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Hallo,
wir werden alles auf Sparflamme umsetzen, also 2 Leute (angestellt beim Verein), die alle 2 Tage kommen, um sich um Voraussaaten etc. zu kümmern. Wir versuchen alles so hinzubekommen, dass wir Juli/August noch was zum Gärtnern haben. Wir werden insgesamt deutlich weniger aussäen weil wir sonst auch das mit dem Gießen nicht hinbekommen werden. Nun, Spielplätze dicht, Läden dicht - wahrscheinlich kommt die Tage eine Ausgangssperre... Ich habe das Ordnungsamt angeschrieben (Bremen). Mal gucken was die uns auferlegen....
LG
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