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Hallo ich habe zwei Fragen zu Pflanzenlampen und Kaltkeimer.

Pflanzenlampe:
Wir wollen dieses Jahr unsere Lichtkeimer mit einer Pflanzenlampe etwas in Schwung bringen. Dafür haben wir eine Vollspektrumlampe angeschafft (Quantum Board Samsung...
Hallo ich habe zwei Fragen zu Pflanzenlampen und Kaltkeimer.

Pflanzenlampe:
Wir wollen dieses Jahr unsere Lichtkeimer mit einer Pflanzenlampe etwas in Schwung bringen. Dafür haben wir eine Vollspektrumlampe angeschafft (Quantum Board Samsung LM301B), emittiert 380-780 nm Licht.
Ich erinnere mich, dass ich einen Artikel über den Sauerampfer (Lichtkeimer) gelesen habe, bei dem sie durch das Wechseln von blauen auf rotem Licht, das Keimen "an-" und "abschalten" konnten. Muss ich das rote Licht für die Keimperiode der Lichtkeimer rausfiltern?

Frost/Kaltkeimer (Dill, Salbei, Weinraute);
Wir wollen unseren Kräuterteil vergrößern und ein Kräuter als Beeteinfassung und Windschutz, danke Volker Croys Rat pflanzen. Bislang hab ich mir bis auf beim Waldmeister da keine Gedanken gemacht.
Aber beim Zusammenstellen der Keimbedingungen bin ich drauf gestoßen, das diese drei Kaltkeimer sind. Aus der Tabelle von der Anstiftung, danke dafür, geht das nicht so hervor.
Ist Kaltkeimer eine scharfe Trennung oder ist das eine Tendenz der Samen?
Ich hätte sie sonst ab Februar bei uns ins Gewächshaus (nicht beheizt) gesät.

Die tolle Tabelle wer sie noch nicht hat:
https://anstiftung.de/jdownloads/Webinare/keimtemperatur_und_aussaattiefe0.pdf

Danke schon mal für die Tipps!
  1.   Firk
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Salut à tous,

hat jemand hier Erfahrungen mit einer Art "Sortenerhaltungsbeet" in einem Gartenprojekt?
Wie läuft das bei euch?

Ich stelle mir ein Beet vor, das relativ stark der Sortenerhaltung gewidmet ist, z.B. mit einer Mischkultur...
Salut à tous,

hat jemand hier Erfahrungen mit einer Art "Sortenerhaltungsbeet" in einem Gartenprojekt?
Wie läuft das bei euch?

Ich stelle mir ein Beet vor, das relativ stark der Sortenerhaltung gewidmet ist, z.B. mit einer Mischkultur ausgewählter Arten und davon jeweils einer einzigen Sorte. Dazu eine Beschilderung und Vernetzung mit Gartenbesitzern in der nahen Umgebung in einer Art "Erhaltungszirkel" für eine Sorte (Skizze https://ogv-neumarkt.de/sortenerhaltungszirkel/).
Problem: Fruchtfolge? Was tun im nächsten Jahr?

Aber was in diese Richtung machen doch bestimmt einige Projekte, oder?

schöne Grüße
Stefan
der wegen Covid seit Tagen zu Hause gefesselt ist (bitte lasst euch einfach impfen... es tut nicht weh, es ist risikoarm)
  1.   dm4sg
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  4. Letzte Antwort von Gudrun Walesch
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Für die Zeit, wenn es jetzt draußen so usselig wird, können wir Euch ein schönes buntes Buch voller Ideen empfehlen. Die "Naturwerkstatt Samen und Gemüse" von Andrea Frommherz:
https://at-verlag.ch/buch/978-3-03800-789-0/andrea-frommherz-naturwer...
Für die Zeit, wenn es jetzt draußen so usselig wird, können wir Euch ein schönes buntes Buch voller Ideen empfehlen. Die "Naturwerkstatt Samen und Gemüse" von Andrea Frommherz:
https://at-verlag.ch/buch/978-3-03800-789-0/andrea-frommherz-naturwerkstatt-samen-gemuese.html
In diesem Buch finden Kinder (und auch Erwachsene) Anleitungen zum Anbau von Gemüse in Beet und Kübel und zur Ernte des eigenen Saatguts. Wie nebenbei wird allerhand Sortenwissen vermittelt, Anregungen zur schmackhaften Zubereitung gegeben und der alte Spruch „Mit dem Essen spielt man nicht!“ in Frage gestellt Viel Spaß!
  1.   ToniUndAlex
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  4. Letzte Antwort von ToniUndAlex
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…ist im Hausgarten ganz einfach. Gartenschere in die Hand nehmen, Kürbis im Blätter- und Stängelgewirr suchen und finden, abschneiden, hochheben, einlagern – fertig!

(Geht auch im großen Stil mit fahrbaren Zelten, Fließbändern und vielen...
…ist im Hausgarten ganz einfach. Gartenschere in die Hand nehmen, Kürbis im Blätter- und Stängelgewirr suchen und finden, abschneiden, hochheben, einlagern – fertig!

(Geht auch im großen Stil mit fahrbaren Zelten, Fließbändern und vielen Menschen. Wer sich das mal angucken will, dem sei dieses Video empfohlen: https://www.youtube.com/watch?v=rIvkgapWDzA)

Und dann gibt es die Kürbisernte im verrückten Labyrinth der Samengärtnerei, wenn es für die Vermehrung/Züchtung wichtig ist, eine Einzelpflanzenauslese zu machen. Da ist es dann plötzlich nicht mehr so einfach:
Gartenschere in die Hand nehmen, Kürbispflanze im Blätter- und Stängelgewirr suchen und finden – und dann geht’s erst richtig los: sich für einen Trieb entscheiden und diesem folgen, bis ihr auf den ersten Kürbis stoßt. Heißt: im Blätter- und Stängelgewirr den Blick fest auf den ausgewählten Trieb heften, loslaufen, ohne dabei zu stolpern oder sich Gesicht und Hände zu sehr verkratzen, kreuz und quer den wilden Trieben hinterher! (Da lohnt es sich, schon in der Kindheit mit dem Enträtseln der Labyrinth-Bildchen angefangen zu haben. 😉) Wenn die Triebe zu sehr ineinander verschlungen sind, den verfolgten durchschneiden, um ihn später besser zurückverfolgen zu können. (Wenn Mensch nicht allein erntet, kann es auch sein, dass es unterwegs Begegnungen mit anderen Kürbisjäger*innen gibt. In dem Fall: Freundlich grüßen oder einen Spruch klopfen, z.B. „na so was, Du auch hier?!“, auf gar keinen Fall aber den Trieb aus den Augen lassen!)
Und dann ist hoffentlich bald der Moment gekommen: Ein Kürbis liegt vor Euch! Schere zücken und abschneiden – am besten nicht direkt am Stiel, sondern ein kurzes Stück der ankommenden Triebe und Blätter stehenlassen. Die trocknen im Lager schnell ein und so bleibt der Stiel gut intakt, was die Lagerfähigkeit etwas verbessert. Den abgeschnittenen Kürbis kurz liegen lassen und kontrollieren, ob noch weitere Früchte an dem Trieb hängen und diese ebenfalls abschneiden. Der Triebrest kann dann Richtung Acker-/Beetrand befördert werden, was es etwas übersichtlicher werden lässt. Die gefundenen Kürbisse zur Ursprungspflanze tragen und dem nächsten Trieb folgen, bis alle Kürbisse einer Pflanze zugeordnet sind.
Kann eine Weile dauern, macht aber auch Spaß, weil dabei sehr deutlich erkennbar wird, wie wild diese Pflanzen durcheinander wachsen und was für Strecken sie dabei zurücklegen: Wir haben schon Kürbisse geerntet, die auf der anderen Seite des Baches wuchsen, drei Meter vom Feld entfernt!
Anschließend wird ausgewertet. Im Idealfall habt ihr schon vor der Ernte immer mal wieder verschiedene Auslesekriterien angewandt und die entsprechenden Pflanzen eindeutig markiert: Wie ist die Wuchsform, bzw. wie wollt ihr sie? Rankend oder nicht rankend? Sind die Blätter einheitlich? War die Blüte früh genug oder erst im Spätsommer, weil die Pflanze noch an den 12-Stunden-Tag Mittelamerikas gewöhnt ist? Konnte schon früh geerntet werden? Waren die Pflanzen gesund bzw. wie war ihr Umgang mit Echtem Mehltau oder Virosen? Manchen Pflanzen gelingt es trotz Krankheitsbefall, gut weiterzuwachsen. Sind Einkreuzungen erkennbar? …
Nach der Ernte lässt sich diese erste Auslese dann ergänzen: Welche Pflanze hat besonders viele Früchte getragen? Entsprechen sie dem Sortenbild – oder Eurem Züchtungsziel? Sind sie gut ausgereift? Usw. Nun werden die Kürbisse beschriftet, um sie zuordnen zu können – und später vielleicht noch eine Geschmacksauslese zu machen oder die Lagerfähigkeit mit einzubeziehen.
Das Wichtigste zum Schluss: Sortenerhalt bei Kürbissen funktioniert nur, wenn es keine Einkreuzungen gibt, sonst gehen Eigenschaften sehr schnell verloren! Es lohnt sich daher, die eigenen Kürbisarten zu kennen, da diese sich fröhlich miteinander verkreuzen können. Ausführlich nachzulesen im „Handbuch Samengärtnerei“ der Arche Noah, Pro Specie Rara und Andrea Heistinger.
  1.   ToniUndAlex
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Nicht nur wir Menschen wollen Saatgut ernten, es essen auch meist alle möglichen Tiere mit... Bei Meisen sehr beliebt sind Sonnenblumenkerne. Wenn die Köpfe der Sonnenblumen dann langsam abreifen und schwer werden, kommen die kleinen Vögel und...
Nicht nur wir Menschen wollen Saatgut ernten, es essen auch meist alle möglichen Tiere mit... Bei Meisen sehr beliebt sind Sonnenblumenkerne. Wenn die Köpfe der Sonnenblumen dann langsam abreifen und schwer werden, kommen die kleinen Vögel und picken sich die Samen raus.
Um das zu verhindern - wenn ihr die Samen selbst ernten oder sie den Meisen erst im Winter füttern wollt - könnt ihr einen leeren Kartoffelsack (so einen "Raschelsack") über den Kopf der Sonnenblume ziehen. Dann kommt noch genügend Luft an die Samen, so dass der Kopf nicht gammelt, aber die Meisen werden etwas abgehalten. Natürlich sind die Vögelchen nicht doof... Es empfiehlt sich, den Sack unten zusammenzubinden, denn auch diesen Eingang haben Meisen bei uns schon gefunden. Und es ist vorteilhaft, wenn der Sack nicht direkt auf den Samen aufliegt, denn dann kommen sie trotzdem ran und können sich am Kartoffelsack wie an einem gigantischen Meisenknödel gut festhalten
Das nächste Mal machen wir ein Spiel: "Das verrückte Labyrinth", bloß auf dem Acker.
  1.   ToniUndAlex
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Nein, es geht nicht um eine Bohnenschwemme und das richtige Blanchieren..... Die Puffbohnen, die nicht gegessen wurden, sind jetzt reif und es bietet sich an, die Samen fürs nächste Jahr aufzuheben. Puffbohnen werden häufig vom sog....
Nein, es geht nicht um eine Bohnenschwemme und das richtige Blanchieren..... Die Puffbohnen, die nicht gegessen wurden, sind jetzt reif und es bietet sich an, die Samen fürs nächste Jahr aufzuheben. Puffbohnen werden häufig vom sog. Ackerbohnenkäfer befallen. In einem frühen Stadium zeigt sich das nur an einem winzigen schwarzen Punkt an der Bohne. Aber ist sie dann fast reif, ist auch die Larve in der Bohne reif - das heißt, ein Käfer geworden - und nagt sich nach draußen. Dieses Schlüpfen hinterlässt ein ca. 1mm großes Loch, was die Bohne meist nicht großartig stört, wenn es nur ein Käferchen war... Gibt es einen hohen Ackerbohnendruck, können die Bohnen aber auch regelrecht durchlöchert sein. Was nun tun? Nach der Ernte sollten die Bohnen so schnell es geht getrocknet werden. Ob sie trocken genug sind, könnt ihr mit der "Beißprobe" überprüfen: Gibt die Bohne unter Euren Zähnen nach, muss sie weitertrocknen. Beißt ihr Euch an der Bohne die Zähne aus (lieber vorher aufhören) ist sie trocken genug und ihr solltet sie bei -18 bis -20°C für zwei Wochen einfrieren. Dann erfrieren auch die Käferchen in den Bohnen und schlüpfen nicht erst heraus. Wer das übers Herz bringt, dem sei diese Methode empfohlen, denn lässt man alle Käfer schlüpfen, erhöht das den Druck fürs kommende Jahr und man züchtet sich so über Jahre eine schöne Käferpopulation heran.
Auch alle anderen Bohnen, die ihr als Saatgut aufhebt, sollten für zwei Wochen in die Gefriertruhe. Es gibt nämlich noch den Bohnenkäfer (befällt Busch-, Stangen- und Feuerbohnen) und der frisst und vermehrt sich auch in schon getrockneten Bohnen munter weiter (bei der Ernte bemerkt ihr ihn nicht) und kann diese einfach "pulverisieren"...
  1.   ToniUndAlex
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Jetzt reifen die ersten Tomaten im Freiland und vielleicht wollt ihr ja selbst Tomatensaatgut nehmen. Damit ihr nur das Saatgut der "besten" Pflanzen weitervermehrt, hier ein paar Tipps, worauf ihr bei der Auswahl achten könnt. Es ist ja immer...
Jetzt reifen die ersten Tomaten im Freiland und vielleicht wollt ihr ja selbst Tomatensaatgut nehmen. Damit ihr nur das Saatgut der "besten" Pflanzen weitervermehrt, hier ein paar Tipps, worauf ihr bei der Auswahl achten könnt. Es ist ja immer schön, schon früh reife Tomaten zu haben! Also merkt Euch die Pflanzen (oder schreibt es auf, wenn ihr viele habt), an denen ihr die ersten Früchte ernten konntet. Im Verlauf der weiteren Saison beobachtet mal, welche Pflanzen ihr kontinuierlich beernten konntet, also welche lieferten regelmäßig reife Früchte? Große? Kleine? Ist das Wetter so kühl und feucht wie in diesem Jahr, bekommen die Pflanzen natürlich schneller Krankheiten. Auch darauf solltet ihr achten. Welche Pflanzen werden zuletzt befallen oder welche liefert trotz Krankheit weiter gesunde Früchte? Auch der Gesamteindruck einer Pflanze zählt: Wie ist die Wuchsform insgesamt?
Neben all diesen Eigenschaften zählen natürlich auch andere: Von welcher Pflanze schmecken die Früchte am leckersten? Welche Früchte sehen am hübschesten aus? Wenn ihr eine Sorte erhaltet, müsst ihr Euch bei der Auswahl natürlich am Euch bekannten Sortenbild orientieren. Experimentiert ihr selbst herum, seid ihr bei der Wahl ganz frei.
Ihr merkt schon, hier geht es um jede Menge Superlative. Darum werden bei uns im Samenbau auch die für die weitere Züchtung Auserwählten als "Elitepflanzen" bezeichnet. Die eierlegende Wollmilchsau ist aber selten darunter Eher geht es ums Austarieren aller Eigenschaften und am Ende haben wir vielleicht nicht die in allen Gesichtspunkten beste, aber optimalste Pflanze. Viel Spaß Euch beim genauen Hinschauen und -schmecken!
  1.   ToniUndAlex
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Es passiert immer mal wieder, dass uns Leute erzählen, ihre Zucchini- (oder Kürbis-)Pflanze werfe alle Früchte ab, wenn sie noch ganz klein sind. Die Fruchtansätze werden gelb und gammeln dann weg.
Hier empfiehlt es sich, noch mal genauer...
Es passiert immer mal wieder, dass uns Leute erzählen, ihre Zucchini- (oder Kürbis-)Pflanze werfe alle Früchte ab, wenn sie noch ganz klein sind. Die Fruchtansätze werden gelb und gammeln dann weg.
Hier empfiehlt es sich, noch mal genauer nachzufragen: Die Pflanze? Oder Pflanzen? Denn Zucchini und Kürbisse sind strenge Fremdbefruchter, das heißt, sie sind selbststeril und es braucht immer mindestens eine zweite Pflanze, deren männliche Blüten die weiblichen Blüten der anderen Pflanze befruchten können und umgekehrt. Wenn ihr Euch die Pflanzen genauer anschaut, entdeckt ihr zwei Sorten Blüten: Die einen sitzen nur auf einem Stiel am Stängel und die anderen haben unten ein kleines Knubbelchen (den Fruchtknoten), das meist schon Zucchini- oder Kürbisform hat. Die gestielten Blüten sind die männlichen, die mit Knubbel die weiblichen. Jede Pflanze hat beide Arten von Blüten (das nennt man "einhäusig" -> Männchen und Weibchen wohnen in einem Haus). Aber die Blüten einer einzigen Pflanze können sich nicht befruchten, das ist die Selbststerilität. Die unbefruchteten Fruchtknoten werden dann gelb und fallen runter.
Wenn ihr in einem Gemeinschaftsgarten mit vielen anderen Menschen gärtnert, wird es kaum passieren, dass ihr nur eine einzige Zucchini- oder Kürbispflanze habt. Und wer in einer Schrebergartenanlage nur eine Pflanze hat, wird möglicherweise von den einzelnen Pflanzen der Gartennachbar*innen profitieren, denn die Hummeln nehmen die Zäune zwischen den Pflanzen nicht als solche wahr. Gärtnert ihr aber irgendwo in Einzellage oder alle ringsum haben gerasenmähroboterte Grundstücke und ihr wollt keine Zucchinischwemme haben, müsst ihr trotzdem immer mindestens zwei Pflanzen haben, damit ihr überhaupt Früchte ernten könnt. Lasst Euch die ersten Zucchini schmecken!
  1.   ToniUndAlex
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Ihr Lieben, entschuldigt unsere lange Sendepause, aber in unser beider Leben ging es die letzten Wochen etwas drunter und drüber... Eigentlich wollten wir Euch beschreiben, worauf bei der Feldsalatsaatgut-Ernte zu achten ist, aber wir befürchten,...
Ihr Lieben, entschuldigt unsere lange Sendepause, aber in unser beider Leben ging es die letzten Wochen etwas drunter und drüber... Eigentlich wollten wir Euch beschreiben, worauf bei der Feldsalatsaatgut-Ernte zu achten ist, aber wir befürchten, der dürfte mittlerweile überall reif sein. Falls doch noch jemand aus einem hochgelegenen schattigen Bergtal jetzt ernten möchte und wissen will, wie es geht, dann meldet Euch gern
Sonst würden wir uns heute Schnittlauch und Winterheckenzwiebel widmen, denn die ersten Allium-Gewächse verblühen und die Samen reifen... Die Blüten verlieren so langsam ihr Farbe und werden zu struppigen Bällchen. Schaut Euch das mal von nah an: Dann seht ihr auf jedem kleinen Blütenstielchen ein noch wesentlich kleineres Bällchen sitzen. Es besteht aus drei eng zusammensitzenden Samen, die erst grün sind und dann schwarz werden. Wenn an den ersten Bällchen die ersten Samen reifen, könnt ihr alle pflücken und sie zum Trocknen nebeneinander auf einem Tuch ausbreiten und ab und zu mal durchgruscheln. Wenn ihr das in der Wohnung macht, wird es dort etwas zwiebelig vor sich hin müffeln Nur die Bällchen abzupflücken ist auf jeden Fall Platz sparender. Wenn ihr ganze Stiele abschneidet, dürft ihr sie zum einstecken nicht über Kopf drehen, denn sonst fallen alle schon reifen Samen aus. Da sind wir schon beim Punkt: Zwiebelsamen fallen sehr leicht aus. Wenn Eure Bällchen also alle schön trocken sind und ausgestunken haben, füllt ihr sie einfach in einen alten (nicht-löchrigen!!!) Kopfkissenbezug, Einkaufsbeutel oder in ein Stoffsäckchen und schüttelt das ganze mal kräftig durch. Dann werden sich unten im Sack/Bezug die Samen sammeln (weil sie schwerer sind) und die leichteren Blütenteile lassen sich leicht "abschöpfen". Viel Spaß beim Ausprobieren!
PS: Nach der Saatguternte ist ein guter Moment, um den Schnittlauch mal richtig zu pflegen. Also einmal richtig runterraspeln, evtl. zwischendrin wachsendes ungewolltes Grün entfernen, vielleicht ein bisschen Kompost drauf, nachwachsen lassen und ein bisschen mulchen.
  1.   ToniUndAlex
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gerne würden wir ja gerade jetzt im Frühjahr mehr zur Jungpflanzenanzucht schreiben, aber die aktuellen politischen Entwicklungen legen anderes nahe....
Ende April hat die EU-Kommission eine mit Spannung erwartete Studie zur Einordnung der neuen...
gerne würden wir ja gerade jetzt im Frühjahr mehr zur Jungpflanzenanzucht schreiben, aber die aktuellen politischen Entwicklungen legen anderes nahe....
Ende April hat die EU-Kommission eine mit Spannung erwartete Studie zur Einordnung der neuen gentechnischen Züchtungsverfahren vorgelegt. Darin kommt sie zu dem Ergebnis, dass sie die neuen Techniken bei der Förderung einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion für sehr geeignet hält. Damit ist die EU-Kommission voll auf die Argumentation der Gentechnik-Lobby eingestiegen (schneller an den Klimawandel anpassungsfähige Pflanzen, Mittel gegen den Welthunger, Einsatz von weniger Pestiziden...). Das ist dieselbe Argumentation wie bei der ersten "alten" Gentechnik-Welle, deren Versprechungen und Hoffnungen sich nicht bewahrheitet haben.
Das in 2001 erlassene Gesetz zu gentechnisch veränderten Organismen (GVO) sei nun darum dahingehend anzupassen, dass es auch für die neuen Verfahren einen legalen Rahmen bietet.
Das ist eine große Gefahr für alle kleinen und ökologisch produzierenden Saatgutvermehrer*innen und Züchter*innen, die zwar in ihrer Arbeit mitunter die selben Ziele verfolgen, diese aber mit anderen, weniger kapitalistischen und ausbeuterischen Verfahren erreichen. Die neuen Methoden stellen nicht nur eine Gefahr für die gentechnikfreie Saatgutarbeit dar, sondern sind eine Bedrohung für kleinbäuerliche Strukturen weltweit, die immer noch den Großteil der weltweit verzehrten Nahrungsmittel erzeugen.
Wer sich noch näher mit dem Thema befassen will, dem sei eine ganz aktuell bei der AbL (Arbeitgemeinschaft für bäuerliche Lendwirtschaft) erschienene Broschüre empfohlen, die wirklich viele Aspekte der Thematik aufgreift:
  1.   ToniUndAlex
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