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Seit Jahren lobbyieren Industrie und Gentechnik-Befürworter*innen dafür, neue Gentechnikverfahren wie CRISPR/Cas von der Gentechnik-Gesetzgebung auszunehmen. Sie wollen damit die derzeitige Definition von Gentechnik aufweichen. Das gefährdet die...
Seit Jahren lobbyieren Industrie und Gentechnik-Befürworter*innen dafür, neue Gentechnikverfahren wie CRISPR/Cas von der Gentechnik-Gesetzgebung auszunehmen. Sie wollen damit die derzeitige Definition von Gentechnik aufweichen. Das gefährdet die Wahlfreiheit und die Sicherheit von Mensch und Umwelt.

Zusammen mit der IG Saatgut fordern 93 weitere Organisationen aus den Bereichen Umwelt-, Tier- und Naturschutz, Entwicklungspolitik, Kirchen, Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Züchtung, Lebensmittelwirtschaft und Imkerei sowie Jugendorganisationen die Bundesregierung in einem heute veröffentlichten Positionspapier auf, in Deutschland und auf europäischer Ebene alle derzeitigen wie künftigen Gentechnikmethoden und die daraus entstehenden gentechnisch veränderten Organismen (GVO) weiterhin unter dem bestehenden EU-Gentechnikrecht zu regulieren und zu kennzeichnen.

Die Organisationen fordern, dass auch für neue Gentechnik das Vorsorgeprinzip weiterhin gilt und die Wahl- und Gentechnikfreiheit durch Kennzeichnung und Transparenz, Zulassung und Rückverfolgbarkeit gesichert bleibt.

Das gemeinsame Positionspapier „Gentechnik auch in Zukunft strikt regulieren“ findet ihr hier zum Download:

https://www.dnr.de/fileadmin/Positionen/2021-04-21-Positionspapier-Gentechnik.pdf
  1.   ToniUndAlex
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In unserem letzten Beitrag erwähnten wir, dass wir die angezogenen Jungpflanzen vor dem Verpflanzen ins Freiland abhärten. Wie genau das aussieht, soll diese Woche Inhalt eines kurzen Textes sein.
Pflanzen abhärten ist so ähnlich, wie den...

In unserem letzten Beitrag erwähnten wir, dass wir die angezogenen Jungpflanzen vor dem Verpflanzen ins Freiland abhärten. Wie genau das aussieht, soll diese Woche Inhalt eines kurzen Textes sein.
Pflanzen abhärten ist so ähnlich, wie den Winter und Frühling über kalt zu duschen, um beim Anbaden im Frühsommer möglichst unbeeindruckt vom kalten Wasser zu sein/erscheinen. Allerdings duschen wir die Jungpflanzen natürlich nicht.
Stattdessen fangen wir circa eine Woche bis einige Tage vor dem Pflanztermin an, die Pflanzen aus der Anzucht – ob das in der eigenen Wohnung, im Folientunnel oder Ähnlichem ist – nach draußen zu stellen. Voraussetzung ist natürlich, dass es nicht mehr friert. Wichtig ist außerdem, sie anfangs nicht direkt in die Sonne zu stellen, sondern an einen schattigen Platz, sonst besteht die Gefahr eines Sonnenbrandes, da die Pflanzen kein UV-Licht in der „Konzentration“ gewöhnt sind. Über Nacht werden sie zunächst wieder rein geräumt. Sobald die Nächte garantiert frostfrei (über 4°C → Eisheilige! Ende Mai!) sind und der Pflanztermin näher rückt, können sie auch ganz draußen bleiben, zumindest die empfindlichen Fruchtgemüse. Anderes, wie Kohl, Salate etc. darf es auch mal etwas kühler haben. Das Abhärten sorgt dafür, dass der Pflanzschock nicht ganz so groß ist und die Pflänzchen Gelegenheit haben, sich zu akklimatisieren, sodass sie gut loswachsen können.
Mit unseren überwinternden Samenträgern der zweijährigen Kulturen machen wir das auch so, fangen damit im Winter schon am, indem wir sie erst dann ins dunkle Lager räumen, wenn der Frost kommt. Insbesondere bei den Wurzelgemüsen ist es beeindruckend, wie schnell sie weiterwachsen. Das habt ihr bestimmt bei Lagermöhren schon erlebt, selbst wenn sie ausschließlich dunkel gelagert waren. Wenn sie dann ab den ersten sonnigeren Tagen wieder draußen stehen, haben sie bis zur Pflanzung Ende März/Anfang April schon wieder richtig viel grünes Laub. Damit lässt sich ziemlich Eindruck schinden/es sieht ziemlich witzig aus, wenn nach so einer Pflanzaktion dann sofort der Acker begrünt ist – der Effekt ähnelt ein bisschen den Eichen, die bei Asterix und Obelix aus den verzauberten Eicheln wachsen. 😉
  1.   ToniUndAlex
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Wahrscheinlich haben die meisten Gärtner*innen gerade jede Menge Aussaatschalen herumstehen, mit Keimlingen, die pikiert werden wollen. Da wird schon mal was zu lang. Die meisten Pflanzenarten (alle Nachtschatten, Kohl, etc.) können tief pikiert...
Wahrscheinlich haben die meisten Gärtner*innen gerade jede Menge Aussaatschalen herumstehen, mit Keimlingen, die pikiert werden wollen. Da wird schon mal was zu lang. Die meisten Pflanzenarten (alle Nachtschatten, Kohl, etc.) können tief pikiert werden. Man kann ein Loch vorbohren, die Wurzel ein klein wenig einkürzen und den Keimling "versenken", aber nur so weit, dass die Keimblätter noch ganz knapp über der Erde stehen, ohne langen Stiel. Die oben genannten Pflanzengattungen sind nämlich in der Lage, überall an ihren Stielen Wurzeln zu entwickeln. Eine tief pikierte Pflanze ist somit stabiler und kann schneller mehr Zusatzwurzeln bilden, als eine, deren gesamter dünner Stängel über der Erde herum"schaukelt".
Auch etwas empfindlichere Pflanzen wie Salate können tief pikiert werden, aber dann sollte die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch sein, d. h. nicht so oft und dafür ausgiebig gießen, so dass hinterher alles wieder abtrocknen kann. Wenn die Pflänzchen immerzu feucht stehen oder feuchte Blätter haben, breiten sich sonst schnell Pilzkrankheiten aus, denen so zarte Pflanzen wie Salat schnell zum Opfer fallen.
  1.   ToniUndAlex
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Ich unterbreche unsere "Wie sich Samen verbreiten" - Reihe diese Woche mal, um viele Gärtner*innen zu beruhigen. Die Bio-Saatgutanbieter*innen haben sehr lange Lieferzeiten, weil sie dieses Jahr von Bestellungen überflutet werden und manche...
Ich unterbreche unsere "Wie sich Samen verbreiten" - Reihe diese Woche mal, um viele Gärtner*innen zu beruhigen. Die Bio-Saatgutanbieter*innen haben sehr lange Lieferzeiten, weil sie dieses Jahr von Bestellungen überflutet werden und manche Gärtner*innen bekommen Panik, weil doch Paprika, Aubergine und Co. jetzt ausgesät werden wollen...! - Nein, wollen sie nicht.
Wer ein (beheizbares) Gewächshaus/Folientunnel im Frühling mit Aubergine und Paprika bepflanzen will, für diejenigen kann sich eine frühe Anzucht lohnen.
Aber für alle, die ihr Fruchtgemüse ins Freiland pflanzen werden, ist es noch definitiv zu früh! Um den Pflanz"schock" für die Jungpflanzen so gering wie möglich zu halten, sollten diese noch klein und stabil sein und nicht ganz lang geschossen, hellgrün und weich. "Groß" ist für Jungpflanzen keine positive Eigenschaft. Pflanzen, die monatelang drinnen irgendwie hingehalten und vor lauter Wärme und Wasser immer länger wurden, sind schwach und verkraften einen Wechsel nach draußen oft weniger gut, als "junge Jungpflanzen". Die spät gezogenen verkraften den Umzug ins Freiland viel besser und wachsen meist nahtlos weiter, während die "alten Jungpflanzen" erstmal stagnieren, um mit der neuen Situation klarzukommen.
Ich ziehe seit Jahren Jungpflanzen fürs Freiland vor und beginne mit der Aussaat von Paprika und Aubergine tatsächlich erst zwischen Anfang und Mitte März, Tomaten sogar erst Anfang April. Fruchtgemüse sollte ja erst nach den Eisheiligen Mitte bis Ende März ins Freiland, darum reicht es vollkommen, erst spät auszusäen.
Das hat auch energietechnische Vorteile. Mensch selbst hat länger Winterpause. Und die zusätzliche Energie, die in die Pflanzen gesteckt werden muss, hält sich auch in Grenzen. Im März ist kein extra Licht mehr notwendig. Wir haben nur unbeheizte Folientunnel, in denen auf Mist Frühbeetkästen stehen und wird es nochmal ganz kalt, hüllen wir die Kästen zusätzlich in Vlies oder Noppenfolie. Wer auf der Fensterbank vorzieht, sollte erst recht spät beginnen, da die Wärme im Zimmer und das nur von einer Seite kommende Licht die Pflanzen noch schneller sehr lang werden lässt.
Auch abhärten und für die Auspflanzung vorbereiten, lassen sich kleinere Pflanzen besser, weil sie stabiler sind und somit praktischer hin- und hertransportiert werden können.
Also, wer "nur" fürs Freiland vorzieht und geduldig genug ist (ich kann da ja auch verstehen, dieses Kribbeln, wenn es endlich wieder losgeht!), kann sich jetzt getrost noch mal für mindestens fünf Wochen auf die andere Seite drehen und weiter winterruhen.
  1.   ToniUndAlex
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  4. Letzte Antwort von ToniUndAlex
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Euch allen ein gesundes und schönes neues Jahr!
Der Jahreswechsel verlief diesmal ja vergleichsweise ruhig und friedlich, nur ein paar Restraketen und Knaller vergangener Jahre aus irgendwelchen hinterletzten Kellerecken fanden ihren Weg vor...
Euch allen ein gesundes und schönes neues Jahr!
Der Jahreswechsel verlief diesmal ja vergleichsweise ruhig und friedlich, nur ein paar Restraketen und Knaller vergangener Jahre aus irgendwelchen hinterletzten Kellerecken fanden ihren Weg vor die Haustüren. Darum gibt es heute auch einen etwas eingestaubten (immerhin schon zehn Jahre alten!) taz-Artikel, der aber inhaltlich (bis auf mittlerweile vollzogene Firmenfusionen am Saatgutmarkt) noch den Tatsachen entspricht: Was da so schön funkelt am Himmel sind behandelte Rapssamen, mit Silvesterraketen wird also fröhlich Raps ausgesät. Circa 1/3 der Samen überlebt die Temperaturen und bleibt keimfähig. Da mensch bei Feuerwerk natürlich nicht an Samen denkt, unterliegt das darin enthaltene Saatgut auch nicht den gesetzlichen Vorschriften und Kontrollen, aber lest selbst:
https://taz.de/Folgen-des-Silvester-Feuerwerks/!5129530/
Ich will Euch auch gar keine Angst mit diesem Artikel einjagen, sondern nur sensibilisieren für die (unvorstellbaren?) Verwendungen von Saatgut und die (unvorstellbaren?) Wege, die Saatgut nehmen kann, auch wenn das hier keine Verbreitungsform ist, die sich die Pflanzen selbst ausgedacht haben.

Manchmal steht mensch ja auch im Garten, schaut auf die Pflanze und fragt sich "wo und wie kommt das eigentlich hier her?" Die wenigsten Pflanzen verbreiten sich mit Silvesterraketen, so viel zu Eurer Beruhigung. Welche Methoden sie selber so entwickelt haben, erfahrt ihr hier nächste Woche. Bis dahin - Alex.
  1.   ToniUndAlex
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  4. Letzte Antwort von Gudrun Walesch
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Es gibt kaum ein Saatgut, das die Vielfalt so schön illustriert wie die verschiedenen Schmetterlingsblütler, zu denen unter anderem die Bohnen gehören.

Allein von den als „Gartenbohnen“ (Phaseolus vulgaris) bekannten Stangen- und Buschbohnen...
Es gibt kaum ein Saatgut, das die Vielfalt so schön illustriert wie die verschiedenen Schmetterlingsblütler, zu denen unter anderem die Bohnen gehören.

Allein von den als „Gartenbohnen“ (Phaseolus vulgaris) bekannten Stangen- und Buschbohnen gibt es diverse Arten und Varianten – und die Feuer-/Prunk-/Käferbohnen (Phaseolus coccineus) noch gar nicht dabei. Im Frühjahr erfreuen uns die Puffbohnen (Vicia faba), später die Sojabohne (Glycine max) und mit Glück (bzw. den richtigen Anbaubedingungen) auch die Mungbohne (Vigna radiata).
Und natürlich freuen sich auch einige Insekten sehr über die Blütenvielfalt!
IMG_1129.JPG (4480KB)

Wer noch Inspiration für die nächste Saison braucht, dem*der sei folgende Schatztruhe empfohlen:
http://www.bohnen-atlas.de/startseite

Hier finden sich Bohnensorten von A-Z, eine schöner als die andere! Viel Spaß beim Stöbern!

Und wer nach der wilden Keimtesterei der letzten Woche hat feststellen müssen, dass der Haufen Bohnen nicht mehr so richtig keimen will – und sie noch nicht aus lauter Frust/Ärger aufgegessen hat, für den*die habe ich noch eine weitere Verwendungsidee: ein Bohnen-Memory! (Eignet sich auch noch zusätzlich hervorragend als Last-Minute-Weihnachtsgeschenk.)
Es braucht dafür nur diverse verschiedene Trockenbohnensorten, die möglichst unterschiedlich aussehen: schwarz, weiß, grün, lila, gepunktet, geflammt, gescheckt, mit Augen, Streifen, Flecken, Heiligenscheinen… oder verschiedene Formen haben: rund und klein, eckig, klassisch bohnenförmig, groß, lang und schmal… Und ein kleines Regal mit Schubfächern, wie es sie für z.B. Schrauben in Baumärkten gibt. Die Schubkästchen mit den Bohnen befüllen, so dass es zwei mit der gleichen Sorte gibt, dann wild durcheinander im Regal verteilen, losspielen – und von der nächsten Gartensaison träumen!

Schöne Träume!

Toni
  1.   ToniUndAlex
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  4. Letzte Antwort von Gudrun Walesch
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Jetzt landen wieder die Saatgut-Kataloge in den Briefkästen und wenn es dann um den Jahreswechsel etwas ruhiger wird, planen Viele die Saatgutbestellung für die nächste Saison. Bevor ihr aber alles neu kauft, könnt ihr erst einmal Euren...
Jetzt landen wieder die Saatgut-Kataloge in den Briefkästen und wenn es dann um den Jahreswechsel etwas ruhiger wird, planen Viele die Saatgutbestellung für die nächste Saison. Bevor ihr aber alles neu kauft, könnt ihr erst einmal Euren Saatgutbestand durchschauen, was überhaupt nötig ist. Falls ihr älteres Saatgut habt und ihr euch unsicher seid, ob es überhaupt noch keimt, könnt ihr mit ein paar Samen eine Keimprobe ansetzen.
Wer keine Petrischälchen zu Hause hat, benötigt kleinere Schraubgläser, Klopapier oder Küchenrolle und Wasser - das war's schon.
Das Papier wird ca. 3-lagig auf den Boden des Glases (oder der Petrischale) gelegt und mit Wasser befeuchtet. So, dass es gut feucht ist, aber kein Wasser im Glas stehen bleibt. Dann streut ihr ein paar Samen (da müsst ihr schauen, wie viel noch in eurem Tütchen ist und ob ihr nur 5, 10 oder 20 Samen entbehren wollt) auf das feuchte Papier und legt den Deckel oben aufs Glas. Nicht zuschrauben, das gammelt. Aber den Deckel auch nicht weglassen, sonst trocknet euer Keimtest zu schnell aus.
Wo ihr das Ganze hinstellt, hängt ein bisschen von der Art der Samen ab: alles Fruchtgemüse (Tomaten, Paprika, Kürbisse, Gurken, Aubergine, Zucchini, Physalis usw.) mögen es gern warm. Dann empfiehlt es sich, die Gläser in einem geheizten Raum oben auf einen Schrank zu stellen oder sogar direkt über einen Ofen, wenn ihr die Möglichkeit habt. Fensterbretter sind für diese Samen meist zu kühl! Dann solltet ihr noch wissen, ob es Lichtkeimer sind, die sollten dann nicht in die dunkelste Ecke, das steht aber meist dabei. Alle ein bis zwei Tage müsst ihr kontrollieren, ob noch genug Feuchtigkeit da ist und bei Bedarf nachfeuchten, aber nicht ertränken! Immer beachten: feucht, aber nicht nass! Es muss auch Sauerstoff an die Samen gelangen können. Bei großen Samen wie Bete, Sonnenblume, Kürbis etc. empfiehlt es sich, noch eine zweite Papierschicht über die Samen zu legen, auch die muss feucht sein. Große Samen brauchen mehr Wasser zum Quellen, sonst sind sie nur von unten feucht und oben trocken - das gammelt. Nach ein bis zwei Wochen sind die meisten Samen gekeimt (Physalis braucht länger)
Bohnen und Erbsen sind noch ein Sonderfall. Dafür braucht ihr kein Papier. Ihr legt die Samen einfach in ein Glas, füllt mit Wasser auf und lasst sie 8-12 Stunden quellen. Dann wird das Wasser abgegossen und von da ab die Samen ca. zweimal am Tag durchgespült ( so, als wolltet ihr Sprossen zum Essen keimen lassen). Nach spätestens einer Woche sollten sie gekeimt haben.
Es gibt noch mehr Sonderfälle (Frostkeimer, frisches Saatgut etc.), aber die kann ich hier nicht alle aufzählen. Für die gängigsten Sorten funktioniert es so, wie oben beschrieben. Wenn ihr aber unsicher seid oder Fragen zu Eurem Saatgut habt, dann meldet Euch gern! Viel Spaß mit den Keimen so mitten in der Winterruhe wünscht Euch Alex
  1.   ToniUndAlex
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  4. Letzte Antwort von Gudrun Walesch
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Vor gut einer Woche haben die Grünen ihr neues Grundsatzprogramm verabschiedet. Der Beschluss zum Thema Gentechnik war im Vorfeld heiß umstritten und mündete darum in einen Kompromiss. Zwar spricht sich die Mehrheit der Grünen noch immer gegen...
Vor gut einer Woche haben die Grünen ihr neues Grundsatzprogramm verabschiedet. Der Beschluss zum Thema Gentechnik war im Vorfeld heiß umstritten und mündete darum in einen Kompromiss. Zwar spricht sich die Mehrheit der Grünen noch immer gegen die Anwendung von Gentechnik in der Landwirtschaft aus (während ca. ein Viertel für eine Deregulierung stimmte), der Kompromisstext wird aber von Medienseite schon in Richtung "Aufweichung" der bisher klar ablehnenden Haltung interpretiert.
Darum möchte ich Euch heute die IG Saatgut (Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit) vorstellen. Das ist ein Zusammenschluss größtenteils ökologisch produzierender Saatgutvermehrer*innen und Pflanzenzüchter*innen sowie Erhaltungsinitiativen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gemeinsam wird versucht, die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen zur Sicherung einer gentechnikfreien Saatgutarbeit aufrecht zu erhalten. Hier der Link zur Homepage: http://www.gentechnikfreie-saat.org/informationen.html
Falls ihr Euch selbst noch mehr über die (neuen) gentechnischen Verfahren informieren und Argumente dagegen sammeln wollt, dann sei Euch diese wirklich sehr verständliche Broschüre der IG empfohlen: http://www.gentechnikfreie-saat.org/files/ig_broschuere_2020-07-24_web_einzelseiten.pdf
Für uns, die wir in der ökologischen Vermehrung und Züchtung arbeiten, ist Koexistenz einfach unmöglich denk- und erst recht nicht machbar. Und wenn ihr in Euren vielen Gemeinschaftsgärten selbst Saatgut gewinnen oder Sorten erhalten wollt, könnte Euch eine Deregulierung der aktuellen Gesetzgebung auch vor große Probleme stellen. In diesem Sinne: Gentech? - Nein Danke!
Eine schöne Woche wünscht Euch Alex
  1.   ToniUndAlex
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  4. Letzte Antwort von Gudrun Walesch
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Jetzt wird es langsam Zeit, falls Euer dieses Jahr nicht verbrauchte Saatgut noch im Gartenhäuschen oder der Laube rumliegt, dieses mal schleunigst nach Hause, ins Trockene, zu holen! Und es nächstes Jahr nur für die jeweilige Aussaat...
Jetzt wird es langsam Zeit, falls Euer dieses Jahr nicht verbrauchte Saatgut noch im Gartenhäuschen oder der Laube rumliegt, dieses mal schleunigst nach Hause, ins Trockene, zu holen! Und es nächstes Jahr nur für die jeweilige Aussaat mitzunehmen.
Die ganzen üblichen Gartenbauten wie Lauben und Schuppen und Bretterbuden mögen praktisch, weil nah, für die Aufbewahrung des Saatguts sein, aber sind dennoch aus "Saatgutsicht" denkbar ungeeignet. Samen mögen es am liebsten trocken, dunkel und einigermaßen kühl. In Gartenhäuschen ist das Saatgut großen Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ausgesetzt, wird dadurch ziemlich "verwirrt" (Soll ich jetzt loskeimen?... Ah nein, doch nicht.... Aber jetzt vielleicht?...) und verliert so viel schneller seine Keimfähigkeit. Samen sind in einer Art schlummerndem Ruhezustand und diese Schwankungen fühlen sich wahrscheinlich ähnlich an, wie ein sehr unruhiger Schlaf. Nach so einer Nacht steht niemand locker flockig auf.
Am besten ist es, sie in einem Behälter (bspw. Schraubgläser) in einem Schrank oder Karton (dunkel) in einem Raum des Hauses aufzubewahren, der nicht sehr geheizt wird. Dann wissen die Samen ganz sicher, dass sie noch schlafen dürfen. Und wenn wir sie dann im Frühjahr wecken, sollte das Aufstehen kein Problem sein. Schöne (Tag-)Träume wünscht Alex
  1.   ToniUndAlex
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  4. Letzte Antwort von Cine
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Hier gibt es eine schöne Anleitung, wie man aus den geernteten Tomaten das Saatgut fürs nächste Jahr gewinnen kann:

  1.   Gärtner
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