Diskussionen

Es gibt kaum ein Saatgut, das die Vielfalt so schön illustriert wie die verschiedenen Schmetterlingsblütler, zu denen unter anderem die Bohnen gehören.

Allein von den als „Gartenbohnen“ (Phaseolus vulgaris) bekannten Stangen- und Buschbohnen...
Es gibt kaum ein Saatgut, das die Vielfalt so schön illustriert wie die verschiedenen Schmetterlingsblütler, zu denen unter anderem die Bohnen gehören.

Allein von den als „Gartenbohnen“ (Phaseolus vulgaris) bekannten Stangen- und Buschbohnen gibt es diverse Arten und Varianten – und die Feuer-/Prunk-/Käferbohnen (Phaseolus coccineus) noch gar nicht dabei. Im Frühjahr erfreuen uns die Puffbohnen (Vicia faba), später die Sojabohne (Glycine max) und mit Glück (bzw. den richtigen Anbaubedingungen) auch die Mungbohne (Vigna radiata).
Und natürlich freuen sich auch einige Insekten sehr über die Blütenvielfalt!
IMG_1129.JPG (4480KB)

Wer noch Inspiration für die nächste Saison braucht, dem*der sei folgende Schatztruhe empfohlen:
http://www.bohnen-atlas.de/startseite

Hier finden sich Bohnensorten von A-Z, eine schöner als die andere! Viel Spaß beim Stöbern!

Und wer nach der wilden Keimtesterei der letzten Woche hat feststellen müssen, dass der Haufen Bohnen nicht mehr so richtig keimen will – und sie noch nicht aus lauter Frust/Ärger aufgegessen hat, für den*die habe ich noch eine weitere Verwendungsidee: ein Bohnen-Memory! (Eignet sich auch noch zusätzlich hervorragend als Last-Minute-Weihnachtsgeschenk.)
Es braucht dafür nur diverse verschiedene Trockenbohnensorten, die möglichst unterschiedlich aussehen: schwarz, weiß, grün, lila, gepunktet, geflammt, gescheckt, mit Augen, Streifen, Flecken, Heiligenscheinen… oder verschiedene Formen haben: rund und klein, eckig, klassisch bohnenförmig, groß, lang und schmal… Und ein kleines Regal mit Schubfächern, wie es sie für z.B. Schrauben in Baumärkten gibt. Die Schubkästchen mit den Bohnen befüllen, so dass es zwei mit der gleichen Sorte gibt, dann wild durcheinander im Regal verteilen, losspielen – und von der nächsten Gartensaison träumen!

Schöne Träume!

Toni
  1.   ToniUndAlex
  2.   304 Aufrufe
  3.   1 Antworten
  4. Letzte Antwort von Gudrun Walesch
Gelöst Gesperrt Unbeantwortet
Jetzt landen wieder die Saatgut-Kataloge in den Briefkästen und wenn es dann um den Jahreswechsel etwas ruhiger wird, planen Viele die Saatgutbestellung für die nächste Saison. Bevor ihr aber alles neu kauft, könnt ihr erst einmal Euren...
Jetzt landen wieder die Saatgut-Kataloge in den Briefkästen und wenn es dann um den Jahreswechsel etwas ruhiger wird, planen Viele die Saatgutbestellung für die nächste Saison. Bevor ihr aber alles neu kauft, könnt ihr erst einmal Euren Saatgutbestand durchschauen, was überhaupt nötig ist. Falls ihr älteres Saatgut habt und ihr euch unsicher seid, ob es überhaupt noch keimt, könnt ihr mit ein paar Samen eine Keimprobe ansetzen.
Wer keine Petrischälchen zu Hause hat, benötigt kleinere Schraubgläser, Klopapier oder Küchenrolle und Wasser - das war's schon.
Das Papier wird ca. 3-lagig auf den Boden des Glases (oder der Petrischale) gelegt und mit Wasser befeuchtet. So, dass es gut feucht ist, aber kein Wasser im Glas stehen bleibt. Dann streut ihr ein paar Samen (da müsst ihr schauen, wie viel noch in eurem Tütchen ist und ob ihr nur 5, 10 oder 20 Samen entbehren wollt) auf das feuchte Papier und legt den Deckel oben aufs Glas. Nicht zuschrauben, das gammelt. Aber den Deckel auch nicht weglassen, sonst trocknet euer Keimtest zu schnell aus.
Wo ihr das Ganze hinstellt, hängt ein bisschen von der Art der Samen ab: alles Fruchtgemüse (Tomaten, Paprika, Kürbisse, Gurken, Aubergine, Zucchini, Physalis usw.) mögen es gern warm. Dann empfiehlt es sich, die Gläser in einem geheizten Raum oben auf einen Schrank zu stellen oder sogar direkt über einen Ofen, wenn ihr die Möglichkeit habt. Fensterbretter sind für diese Samen meist zu kühl! Dann solltet ihr noch wissen, ob es Lichtkeimer sind, die sollten dann nicht in die dunkelste Ecke, das steht aber meist dabei. Alle ein bis zwei Tage müsst ihr kontrollieren, ob noch genug Feuchtigkeit da ist und bei Bedarf nachfeuchten, aber nicht ertränken! Immer beachten: feucht, aber nicht nass! Es muss auch Sauerstoff an die Samen gelangen können. Bei großen Samen wie Bete, Sonnenblume, Kürbis etc. empfiehlt es sich, noch eine zweite Papierschicht über die Samen zu legen, auch die muss feucht sein. Große Samen brauchen mehr Wasser zum Quellen, sonst sind sie nur von unten feucht und oben trocken - das gammelt. Nach ein bis zwei Wochen sind die meisten Samen gekeimt (Physalis braucht länger)
Bohnen und Erbsen sind noch ein Sonderfall. Dafür braucht ihr kein Papier. Ihr legt die Samen einfach in ein Glas, füllt mit Wasser auf und lasst sie 8-12 Stunden quellen. Dann wird das Wasser abgegossen und von da ab die Samen ca. zweimal am Tag durchgespült ( so, als wolltet ihr Sprossen zum Essen keimen lassen). Nach spätestens einer Woche sollten sie gekeimt haben.
Es gibt noch mehr Sonderfälle (Frostkeimer, frisches Saatgut etc.), aber die kann ich hier nicht alle aufzählen. Für die gängigsten Sorten funktioniert es so, wie oben beschrieben. Wenn ihr aber unsicher seid oder Fragen zu Eurem Saatgut habt, dann meldet Euch gern! Viel Spaß mit den Keimen so mitten in der Winterruhe wünscht Euch Alex
  1.   ToniUndAlex
  2.   561 Aufrufe
  3.   3 Antworten
  4. Letzte Antwort von Gudrun Walesch
Gelöst Gesperrt Unbeantwortet
Vor gut einer Woche haben die Grünen ihr neues Grundsatzprogramm verabschiedet. Der Beschluss zum Thema Gentechnik war im Vorfeld heiß umstritten und mündete darum in einen Kompromiss. Zwar spricht sich die Mehrheit der Grünen noch immer gegen...
Vor gut einer Woche haben die Grünen ihr neues Grundsatzprogramm verabschiedet. Der Beschluss zum Thema Gentechnik war im Vorfeld heiß umstritten und mündete darum in einen Kompromiss. Zwar spricht sich die Mehrheit der Grünen noch immer gegen die Anwendung von Gentechnik in der Landwirtschaft aus (während ca. ein Viertel für eine Deregulierung stimmte), der Kompromisstext wird aber von Medienseite schon in Richtung "Aufweichung" der bisher klar ablehnenden Haltung interpretiert.
Darum möchte ich Euch heute die IG Saatgut (Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit) vorstellen. Das ist ein Zusammenschluss größtenteils ökologisch produzierender Saatgutvermehrer*innen und Pflanzenzüchter*innen sowie Erhaltungsinitiativen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gemeinsam wird versucht, die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen zur Sicherung einer gentechnikfreien Saatgutarbeit aufrecht zu erhalten. Hier der Link zur Homepage: http://www.gentechnikfreie-saat.org/informationen.html
Falls ihr Euch selbst noch mehr über die (neuen) gentechnischen Verfahren informieren und Argumente dagegen sammeln wollt, dann sei Euch diese wirklich sehr verständliche Broschüre der IG empfohlen: http://www.gentechnikfreie-saat.org/files/ig_broschuere_2020-07-24_web_einzelseiten.pdf
Für uns, die wir in der ökologischen Vermehrung und Züchtung arbeiten, ist Koexistenz einfach unmöglich denk- und erst recht nicht machbar. Und wenn ihr in Euren vielen Gemeinschaftsgärten selbst Saatgut gewinnen oder Sorten erhalten wollt, könnte Euch eine Deregulierung der aktuellen Gesetzgebung auch vor große Probleme stellen. In diesem Sinne: Gentech? - Nein Danke!
Eine schöne Woche wünscht Euch Alex
  1.   ToniUndAlex
  2.   225 Aufrufe
  3.   1 Antworten
  4. Letzte Antwort von Gudrun Walesch
Gelöst Gesperrt Unbeantwortet
Jetzt wird es langsam Zeit, falls Euer dieses Jahr nicht verbrauchte Saatgut noch im Gartenhäuschen oder der Laube rumliegt, dieses mal schleunigst nach Hause, ins Trockene, zu holen! Und es nächstes Jahr nur für die jeweilige Aussaat...
Jetzt wird es langsam Zeit, falls Euer dieses Jahr nicht verbrauchte Saatgut noch im Gartenhäuschen oder der Laube rumliegt, dieses mal schleunigst nach Hause, ins Trockene, zu holen! Und es nächstes Jahr nur für die jeweilige Aussaat mitzunehmen.
Die ganzen üblichen Gartenbauten wie Lauben und Schuppen und Bretterbuden mögen praktisch, weil nah, für die Aufbewahrung des Saatguts sein, aber sind dennoch aus "Saatgutsicht" denkbar ungeeignet. Samen mögen es am liebsten trocken, dunkel und einigermaßen kühl. In Gartenhäuschen ist das Saatgut großen Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ausgesetzt, wird dadurch ziemlich "verwirrt" (Soll ich jetzt loskeimen?... Ah nein, doch nicht.... Aber jetzt vielleicht?...) und verliert so viel schneller seine Keimfähigkeit. Samen sind in einer Art schlummerndem Ruhezustand und diese Schwankungen fühlen sich wahrscheinlich ähnlich an, wie ein sehr unruhiger Schlaf. Nach so einer Nacht steht niemand locker flockig auf.
Am besten ist es, sie in einem Behälter (bspw. Schraubgläser) in einem Schrank oder Karton (dunkel) in einem Raum des Hauses aufzubewahren, der nicht sehr geheizt wird. Dann wissen die Samen ganz sicher, dass sie noch schlafen dürfen. Und wenn wir sie dann im Frühjahr wecken, sollte das Aufstehen kein Problem sein. Schöne (Tag-)Träume wünscht Alex
  1.   ToniUndAlex
  2.   311 Aufrufe
  3.   1 Antworten
  4. Letzte Antwort von Cine
Gelöst Gesperrt Unbeantwortet
Hier gibt es eine schöne Anleitung, wie man aus den geernteten Tomaten das Saatgut fürs nächste Jahr gewinnen kann:

  1.   Gärtner
  2.   238 Aufrufe
  3.   0 Antworten
Gelöst Gesperrt Unbeantwortet
eine Mitgärtnerin empfahl mir, im Herbst noch Kartoffel zu setzen, weil die den Boden über den Winter auflockern und aufbereiten.

Klappt das?
Kann ich einfach die Kartoffel mit Augen nehmen, die ich zu lange gelagert hatte? Oder extra...
eine Mitgärtnerin empfahl mir, im Herbst noch Kartoffel zu setzen, weil die den Boden über den Winter auflockern und aufbereiten.

Klappt das?
Kann ich einfach die Kartoffel mit Augen nehmen, die ich zu lange gelagert hatte? Oder extra Saatkartoffel kaufen?
Bis wann müssen die in die Erde? Bei der aktuellen Wetterlage, dass bis Ende September noch Sommer ist.
Wie lange bleiben die dann drin?

Reicht die Bewässerung durch Niederschlag?

Kann ich drüber und dazwischen dann noch sowas wie Feldsalat, Portulak oder ähnliches säen?
  1.   werner
  2.   254 Aufrufe
  3.   3 Antworten
  4. Letzte Antwort von werner
Gelöst Gesperrt Unbeantwortet
hier können wir Links sammeln, wo Saatgut bestellt werden kann.
  1.   werner
  2.   288 Aufrufe
  3.   5 Antworten
  4. Letzte Antwort von EikeW
Gelöst Gesperrt Unbeantwortet
Hallo @EikeW und alle anderen Profis

dieses Jahr hatte ich versucht, neue Lavendelpflänzchen zu ziehen von den Blüten vom letzten Jahr. Ich dachte, ich nehm einfach die geernteten und getrockneten Blüten und leg sie im März in die Erde und...
Hallo @EikeW und alle anderen Profis

dieses Jahr hatte ich versucht, neue Lavendelpflänzchen zu ziehen von den Blüten vom letzten Jahr. Ich dachte, ich nehm einfach die geernteten und getrockneten Blüten und leg sie im März in die Erde und gieße. Nach einigen Wochen kamen ein paar zarte Blättchen raus ... das waren dann Stiefmütterchen :-D

Bei einem Plausch im Gemeinschaftsgarten hörte ich, dass Lavendel eben nicht so einfach zu vermehren sei. Habt Ihr Tipps, wie es gelingt? Ich würde gerne ein paar Pflänzchen aufziehen, die ich dann auf die Baumbeete meiner Straße verteile.

:-) werner
  1.   werner
  2.   293 Aufrufe
  3.   6 Antworten
  4. Letzte Antwort von EikeW
Gelöst Gesperrt Unbeantwortet
Mein Gedanke ist, jedesmal aus den Pflanzen wieder ein paar Samen zu gewinnen fürs nächste Jahr. Jetzt habe ich gehört, dass ich da aufpassen muss, weil sich die Pflanzen verändern. Speziell Zucchini können wieder ihre giftigen Anteile entwickeln...
Mein Gedanke ist, jedesmal aus den Pflanzen wieder ein paar Samen zu gewinnen fürs nächste Jahr. Jetzt habe ich gehört, dass ich da aufpassen muss, weil sich die Pflanzen verändern. Speziell Zucchini können wieder ihre giftigen Anteile entwickeln (ich erinnere mich an eine geschenkte Riesenzucchini, die wir - ungetestet - zu einem schönen Auflauf verarbeitet hatten und dann schon der erste Happen seltsam metallisch schmeckte, absolut ungenießbar, eine Rückfrage bei der Spenderin ergab, dass das passieren kann bei "Gartenzucchini"). Gut, ich teste jetzt halt vorher den Geschmack und dann kommt die Pflanze eben auf den Kompost.

1. kann ich sowas vermeiden?
2. passiert das auch bei anderen Gemüsesorten?


  1.   werner
  2.   378 Aufrufe
  3.   3 Antworten
  4. Letzte Antwort von werner
Gelöst Gesperrt Unbeantwortet
auf dem Baumbeet vorm Haus blühen schon die Ringelblumen, wie kann ich da das Saatgut daraus gewinnen? Ich schätze, die könnten dann ja in einigen Wochen schon wieder ausgeplanzt werden (in die leeren Baumbeete ein paar Häuser weiter).
  1.   werner
  2.   357 Aufrufe
  3.   1 Antworten
  4. Letzte Antwort von werner
Gelöst Gesperrt Unbeantwortet
Keine Diskussionen vorhanden
Fehler beim Laden das Tooltip.