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Anleitungen für Klos, Komposter, Behälter, Benutzung ...
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Hey hey,

Willkommen in einer neuen "Diskussion" - diese ist ein Sammelbehälter für alle möglichen auffindbaren Bau-Ideen und Anleitungen für Kompostklos & für Komposter, für Behälter, Nutzungsanleitungen usw.

Ich will hier gelegentlich Anleitungen teilen, die mir auf die Füße fallen und freue mich, wenn ihr selbiges tut

Den Anfang mache ich mit den Klo- und Urinal-Bau-Anleitungen von KTMK (Kollektiv für Trockentoiletten-Manufaktur-Kunst Lichtenberg). Die Anleitungen sind open source verfügbar und sollen universell nutz- und baubar sein - genaue Maßangaben inklusive. Es gibt neben Sitzklos auch verschiedene Urinale (Hocken, Stehen) - die Idee: Urinale für verschiedene Anatomien und Geschlechter zugänglich zu halten. Die Klos und Urinale habe ich auch schon auf verschiedenen Festivals antreffen können und benutzt.

Ihr findet die Anleitungen zum Bau, Hintergründe und Zeichnungen als Gitbook hier:
https://k-t-m-k.gitbooks.io/diy-kompostklo/content/

Besten Gruß in den Nachmittag !
Lisa
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  1. vor 2 Wochen
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Liebe Ari,

ich habe deine Antwort weitergeleitet. Ich hoffe, die Person findet den Weg in die Gruppe/hat Lust hier zu antworten.
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  1. vor 3 Wochen
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danke, gudrun, für's weiterleiten. ja, regenwürmer haben leider einige Fressfeinde (https://hypersoil.uni-muenster.de/1/02/43.htm). In eurer neuen Farm scheinen die Würmer aber ja nun sicher zu sein. habt ihr Lust, mal ein paar Bilder zu teilen?

Ich habe letzte woche einen meiner komposthaufen gewendet, und laub eingemischt. da habe ich auch viele gänge entdeckt. ich vermute, die kleine maus bedient sich hier abunzu an den eingemischten gemüse- und essensresten ;-) hoffe die kompostwürmer die da drin waren, habe es rechtzeitig in den boden geschafft und kommen im frühjahr wieder hoch.

als ich las "Da war also eine neue Tier-Population herein gekommen, die wir vorher nicht dort hatten. Wir haben daraus gelernt und fangen wieder neu und klein an..." musste ich an einen film denken, den ich letztes jahr im sommer kino im prinzesinnengarten in berlin gesehen habe. da geht es quasi auch darum ;-) Biggest littel farm heißt er. kann ich sehr empfehlen.
https://www.biggestlittlefarmmovie.com/
https://www.youtube.com/watch?v=UfDTM4JxHl8
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  1. vor 3 Wochen
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Hier die Klarstellung vom Wandelgarten: "die Würmer waren verschwunden, nicht tot. Da wir Gänge in der Wurmfarm sehen konnten, gehen wir davon aus, dass sie von einem Tier (das uns noch unbekannt ist) gefressen wurde"

Und noch konkreter: "im Frühjahr entdeckten wir: in den Gängen in der Wurmfarm und auch unterhalb der Farm waren Gänge gegraben. Ich vermute daher, dass die Würmer, die im Winter sich ja Richtung Boden zurückziehen, auf dem Weg ins wärmere Erdreich in diesen Gängen unten gelandet und dort von den Nagern aufgefressen wurden. Im Garten hatte sich das Ökosystem verändert: wir sahen auf einmal viele Erdhaufen, vielleicht von Wühlmäusen oder Maulwürfen. Da war also eine neue Tier-Population herein gekommen, die wir vorher nicht dort hatten. Wir haben daraus gelernt und fangen wieder neu und klein an: wir haben die neue Wurmpopulation jetzt nicht mehr in die Container, sondern in feste Holztröge gesetzt." (von dem Wurmfarmexperten aus dem Wandelgarten)
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  1. vor 3 Wochen
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Hey Ari, das weiß ich leider nicht. Ich leite deine Frage und Ideen dazu an den Garten weiter.
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  1. vor 3 Wochen
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@ Gudrun: ich habe nochmal eine Nachfrage zum "Vorfall" im Wandelgarten in Freiburg. Weißt du, wie festgestellt wurde, dass die Würmer tatsächlich gestorben sind? Lagen da wirklich tote Würmer im Kompost, oder waren die einfach weg und nicht mehr zu sehen?
Weil: es könnte auch sein, dass die sich einfach verkrochen haben. "Wird es ihnen im Sommer zu trocken oder im Winter zu kalt, graben sie sich tief in die Erde hinein, ringeln sich zusammen und fallen in eine Art Sommer- beziehungsweise Winterschlaf."
(Quelle: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/sonstige-arten/02265.html)
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  1. vor 1 Monat
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.. ich habe hier https://urbane-gaerten.de/community/gruppen/49-kompostklo-grauwasser/31-files
ein englischsprachiges Booklet zur Wurmkompostierung abgelegt, auch von Lisa Bjerke, deren Ted-Talk ich eben empfohlen habe: VermiCompost_DoubleSidedBooklet_LisaBjerke.pdf

Hierin einige Infos zur Wurmkompostierung, allerdings keine richtige Bauanleitung.

Das Booklet ist am besten ausgedruckt lesbar und zwar hinten & vorne bedruckt und dann zum A5-Büchlein gefaltet. (Keinen Broschüre-Druck anlicken, sonder einfach beidseitig drucken an der "langen Seite wenden")
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  1. vor 1 Monat
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Hallo Gudrun,

gute Frage hier fehlen mir nähere Infos zum Kompost, so dass ich per Ferndiagnose nicht erklären kann, warum in diesem Fall die Würmer gestorben sind.

Ich werde aber ein paar allgemeine Hinweise zu Wurmkomposten/ Kompostierung posten. Da ich selbst keine Praxiserfahrung damit habe, ergänzt mich gerne mit Praxis-Tipps und Erfahrungen.

Ich bin auf eine Seite im Netz gestoßen die zwischen Wurmkompost und Wurmkiste unterscheidet - ein Wurmkompost ist im Prinzip ein klassischer Komposthaufen, der unten offen ist, so dass Würmer ein- und auswandern können. Eine Wurmkiste ist eine unten geschlossene (kann auch offen sein, falls sie auf der Erde steht) Holzkiste mit Kompost & Würmern drin.
Handelt es sich im vorliegenden Fall um eine geschlossene Kiste oder einen offenen Haufen ? Egal welche Version: es ist super, wenn der Boden des Kompostbehälters offen ins Erdreich ist, denn dann kann der Wurm ein- und auswandern je nachdem wie gut die Lebensbedingungen im Haufen gerade sind. Keine Angst vor Verlusten: wenn es dem Wurm gut geht, wird er bleiben!

So oder so - wir sollten klären, was der Kompostwurm zum Leben braucht, so finden wir heraus, was ihn zum Sterben bringt.

Damit der Wurm sich also wohlfühlt, muss Folgendes da sein:

- Nahrung. Ein Kompostwurm isst organisches Material, also unsere Abfälle, sein Kot wird dann zu wertvoller frischer Komposterde. Dabei sollte einigermaßen eine Mischung da sein, aus Küchenabfällen und Grünzeug usw.

- Wasser/Feuchtigkeit. Der Wurm atmet durch die Haut, um den Sauerstoff aufzunehmen braucht er stets einen Wasserfilm auf der Haut. Ist ein Kompost ganz trocken, wird der Wurm sich in tiefere Schichten verkriechen, wo es ihm feucht genug ist. Wenn es nirgendwo feucht ist, kann er nicht überleben.

- Sauerstoff. In den Wasserfilm auf der Haut diffundiert Sauerstoff, den der Wurm, genau wie wir, zum Atmen braucht. Sauerstoff fehlt, wenn es zu nass ist oder der Kompost zu dicht gelagert ist. (passiert z.B. manchmal, wenn Rasenschnitt kompostiert wird)

- die richtige Temperatur. Es darf nicht zu kalt oder zu warm sein. Wird es frostig verzieht sich der Wurm in tiefere Erdschichten. Wenn das nicht geht (z.B. geschlossene Holzkiste mit sehr wenig organischem Material) kann er erfrieren. Wenn es zu warm ist, ist ihm auch nicht wohl. Ich habe beim geschilderten Fall am ehesten die Befürchtung, es könnte zu heiß gewesen sein: in einer richtigen Heißrotte wird es bis zu 60 °C warm, da stirbt der Wurm. In der Heißrottephase einer Kompostierung findet der Stoffumsatz haupstsächlich über Bakterien und Pilze statt. Wann kommt es zur Heißrotte? Besonders dann, wenn ein Kompost gut gefüttert und sehr groß ist - es braucht ein gewisses Volumen, damit viel Hitze entsteht und auch im Kompost"Körper" gehalten werden kann. Normalerweise sind Heißrottemieten 1 m hohe Kompostberge, die sich lange ziehen könne, also eine Art Streifen. Beim normalen Gartenkompost mit kleinerm Volumen (z.B. 100 x 100 cm Fläche x 50 cm Höhe) kommt es normalerweise nicht zur Heißrotte, da die im Kompostierungsprozess entstehende Wärme nicht gehalten werden kann.

- gute chemische Bedingungen. Der pH-Wert spielt eine Rolle: es darf nicht zu sauer oder basisch im Kompost werden. Allerdings gibt es hier bei einigermaßen guter Mischung der Materialien keine großen Gefahren. Zu große Mengen von Zitrusfrüchten auf einmal zu kompostieren, kann eine Gefahr bergen, aber haushaltsübliche Mengen sind eigentlich unbedenklich.

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Zu guter letzt ein bißchen Familiengeschichte:
Einer der hiesigen Hauptkompostwürmer ist übrigens Eisenia foetida. Kompostwürmer gehören zur Familie der Regenwürmer, von denen es 47 Arten in Deutschland gibt (Wikipedia). Der Kompostwurm ist also nicht derselbe Wurm, wie derjenige kurz so genannte "Regenwurm" (Lumbricus terrestris), den wir zum Beispiel nach Regenfällen auf Wegen finden, oder der im Gartenboden steckt. Denn: jede Art ist an ihre Umwelt angepasst und ein Komposthaufen und ein Gartenboden sind zwei ganz unterschiedliche Welten.


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Eine ausführliche Antwort
Also, wenn es noch mehr Informationen zum spezifischen Haufen gibt, lass es mich wissen - dann kann ich vielleicht mehr zum Fall sagen.

Einen guten Start in die Woche!

Lisa
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  1. vor 1 Monat
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Was mich interessieren würde: Bauanleitung für einen Wurmkompost bzw wie überleben die Würmer am besten in den Kompostbehältern. Gestern hat mir eine Gärtnerin aus dem Wandelgarten in Freiburg erzählt, dass bei ihnen (sie hatten eine recht große Wurmkompst"anlage") die Würmer gestorben sind. Auf was muss man beim Bau von WUrmkompostern besonders achten?
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  1. vor 1 Monat
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Danke, Lisa!
Das können wir dann auch in dem Praxisblatt "Anleitungen für Selbstbauten" aufnehmen, da haben wir auch schon was zu Komposttoiletten: https://urbane-gaerten.de/urbane-gaerten/praxisseiten-urbane-gaerten/107-praxisblaetter/urbane-gaerten/102481:infrastrukturen-selberbauen
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