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Gärten an sich können ja schon Kunst sein, es könnten dazu noch weitere Projekte interessant sein, um das Bewusstsein, die Aufmerksamkeit auf zusätzliche Sichtweisen zu lenken.

Interessant fand ich letztens dieses Projekt von Agnes...
Gärten an sich können ja schon Kunst sein, es könnten dazu noch weitere Projekte interessant sein, um das Bewusstsein, die Aufmerksamkeit auf zusätzliche Sichtweisen zu lenken.

Interessant fand ich letztens dieses Projekt von Agnes Meyer-Brandis (wurde aber nicht in einem Garten inszeniert, letztens in der Kulturzeit gesehen):

http://www.blubblubb.net/OneTreeID/index.html

"Das Projekt One Tree ID verwandelt die VOC*-Identität eines bestimmten Baumes in ein Parfüm, das dann auf den menschlichen Körper aufgetragen werden kann.
Durch das Auftragen des Parfums kann eine Person nicht nur Merkmale des Baumes, neben dem sie steht, unsichtbar tragen, sondern auch Teile seines Kommunikationssystems nutzen und möglicherweise eine Unterhaltung führen, die - obwohl von Natur aus unsichtbar und unhörbar - auf der biochemischen Ebene stattfindet, die Pflanzen für den Informationsaustausch nutzen." (übersetzt mit deepl)

oder das zum Thema: alles messen / Butterflyeffect (meine Interpretation) http://www.blubblubb.net/tea/
oder zum Thema: Migration / Veränderung der Natur "Tree Migratoin" http://www.blubblubb.net/otm/ (erinnert mich auch an invasive Pflanzen)

Habt ihr schon künstlerische Installationen/Aktionen im Gemeinschaftsgarten gehabt? Wie waren Eure Erfahrungen?
  1.   werner
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bei der Ausstellung "future food" im Hygiene Museum in Dresden (beides sehr empfehlenswert) https://www.dhmd.de/ausstellungen/rueckblick/future-food/ gabs auch ein paar Infos zu Gemeinschaftsgärten.

Auch bei anderen Ausstellungen hatte ich...
bei der Ausstellung "future food" im Hygiene Museum in Dresden (beides sehr empfehlenswert) https://www.dhmd.de/ausstellungen/rueckblick/future-food/ gabs auch ein paar Infos zu Gemeinschaftsgärten.

Auch bei anderen Ausstellungen hatte ich schon spärliche Infos gesehen oder auch vermisst.

Hatte schon wer guten Kontakt mit Museen und anderen Ausstellungsanbietern und kann von Erfahrungen berichten und vielleicht hilfreiche Tipps geben?
Oder besteht kein Interesse daran und wenn das so ist, warum?
  1.   werner
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  4. Letzte Antwort von Volker Croy
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schön um zu schauen, was es international an Garten- und anderen Projekten gibt.
Der Urban Nature Atlas, der im Rahmen des NATURVATION-Projekts entwickelt wurde, ist die bisher umfassendste Datenbank zu naturbasierten Lösungen für Städte. Der...
schön um zu schauen, was es international an Garten- und anderen Projekten gibt.
Der Urban Nature Atlas, der im Rahmen des NATURVATION-Projekts entwickelt wurde, ist die bisher umfassendste Datenbank zu naturbasierten Lösungen für Städte. Der Urban Nature Atlas wurde als Ergebnis einer systematischen Erhebung von naturbasierten Lösungen in 100 europäischen Städten erstellt und bietet die Grundlage für die Analyse von sozioökonomischen und Innovationsmustern, die mit urbanen naturbasierten Lösungen in Europa verbunden sind. Darüber hinaus wird der Urban Nature Atlas global und umfasst nun auch Inhalte aus dem außereuropäischen Ausland.
(übersetzt mit DeepL von hier https://naturvation.eu/atlas )

Zum Atlas -> https://una.city/
  1.   werner
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  4. Letzte Antwort von werner
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Berlin braucht mehr Gärten!
Wir vom Forum Stadtgärtnern https://forum-stadtgaertnern.org/ schreiben gerade an einem Magazin, in dem wir dieser Forderung mit vielfältigen Beispielen Nachdruck verleihen wollen.
Damit das Magazin auch physisch...
Berlin braucht mehr Gärten!
Wir vom Forum Stadtgärtnern https://forum-stadtgaertnern.org/ schreiben gerade an einem Magazin, in dem wir dieser Forderung mit vielfältigen Beispielen Nachdruck verleihen wollen.
Damit das Magazin auch physisch erscheinen kann und als gedrucktes Exemplar von Hand zu Hand gereicht und unsere Botschaft verbreitet werden kann, brauchen wir eure Hilfe! BERLIN BRAUCHT MEHR GÄRTEN!

Alle Spenderinnen* können selbstverständlich ihr Exemplar erhalten! Schreibt eine Nachricht und wir reservieren euer Magazin.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr das Magazin unterstützen würdet!
Über eine Spende und/oder über Weiterleitung des Crowdfunding-Aufrufes.

Dort findet Ihr zudem weitere Infos zur parzelle, den Inhalten und den mitwirkenden Menschen:

https://www.betterplace.me/berlin-braucht-mehr-gaerten

Weitere infos:
Die neue Ausgabe soll kurz vor der Bundestagswahl erscheinen, an sich zum nächsten Forum Stadtgärtnern am Freitag, den 20. August 2021 in Berlin. Das Magazin soll über Crowdfunding und Anzeigen bezuschusst werden, so dass es in Druck gehen und dann mit nur kleiner Schutzgebühr abgegeben werden kann. Die Auflagenhöhe ist abhängig von der Finanzierung. Das Heft soll an Klein- und Gemeinschaftsgärtner*innen der Stadt, an Politik, Verwaltung, Stadtplaner*innen und alle Interessierten gehen.
Könntet Ihr Euch vorstellen, eine Anzeige zu Eurem Garten/n Angeboten (Kosten: 50 € bis 200 €, je nach Größe) einzubringen? Natürlich schicken wir euch dann gerne das Magazin zu oder Ihr könnt es beim nächsten Forum in Empfang nehmen ;-) (Einladungen folgt).
  1.   evaf
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  4. Letzte Antwort von Severin
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"Er ist Gärtner, kein Jäger"

Dieses Fazit einer Vorstellung des Musikers Hans-Jürgen Buchner (Haindling)* zeigt eine grundsätzliche Lebenshaltung auf, die das Gärtnern bringen kann. Erschaffen versus Aneignen, Miteinander versus Konkurrenz....
"Er ist Gärtner, kein Jäger"

Dieses Fazit einer Vorstellung des Musikers Hans-Jürgen Buchner (Haindling)* zeigt eine grundsätzliche Lebenshaltung auf, die das Gärtnern bringen kann. Erschaffen versus Aneignen, Miteinander versus Konkurrenz. So eine strikte Zuordnnung sollte meines Erachtens nur zur Orientierung, Richtungsanziege dienen, weil sie sonst ein Gegeneinander nährt.

Bei "Gärtner" und "Jäger" kommen bestimme idealisierte Vorstellungen in den Sinn. Es gibt auch Gärtner*innen, die Flächen zuschottern, mit Chemie begießen und sich um die Auswirkungen ihres Tuns wenig Gedanken machen - im Vergleich zu Jäger*innen, die sich als Pfleger:innen des Wildbestands sehen und als Alternative zu industrieller Fleischproduktion.

Kann "Gärtner" als Bild dienen für ein schöpfendes, achtsames Umgehen mit der Um-Welt?
Wie rücksichtsvoll mit der Natur sind Gärtner*innen im allgemeinen Durchschnitt? Hat diese Einstellung Auswirkungen auf das Leben und Arbeiten in Gemeinschaft? Oder ist die Grundhaltung eines Menschen ausschlaggebend, wie der Garten genützt wird ("meine gesicherte Lebensmittelproduktion", "mein perfekt gestylter Trendgarten", "meine Ruheoase", ...).

*) in der Kulturzeit vom 18.5.
https://www.br.de/mediathek/video/in-haindling-dahoam-hans-juergen-buchner-wohnt-immer-noch-in-seinem-kleinen-niederbayerischen-dorf-av:6094180d2eddbc0007a62a52
  1.   werner
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  4. Letzte Antwort von werner
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Guten Tag!
Wie geht es Ihnen?

I'm Felipe Jardim, Brazilian, PhD. candidate in Urbanistic Law vinculated to UniJena.
I'm researching about urban community agriculture in Brazil and in Germany so, please, I would like to ask what is the role...
Guten Tag!
Wie geht es Ihnen?

I'm Felipe Jardim, Brazilian, PhD. candidate in Urbanistic Law vinculated to UniJena.
I'm researching about urban community agriculture in Brazil and in Germany so, please, I would like to ask what is the role of the Berlin's City Hall for the urban gardening: financing? oversight? taxation? law regulation?

PS: Here is the abstract of my project:

Scientific reports diagnose increasing destabilization in food production due to climate change. Furthermore, the world's growing (urban) population demands more food. Responding to the worsening food crisis in a sustainable, healthy and democratic way while protecting workers' rights is one of the challenges of all the world for next decades. Among pertinent experiments in local action, the urban agriculture of the Hortas Cariocas Program stands out as a socio-environmental resilience public policy project of the city of Rio de Janeiro, since 2006. Parts of its sustainable urban production of fruit and vegetables are donated to schools and Rio's residents, while another part is sold to generate income for the workers involved. Since the onset of the Covid-19 pandemic, the program has begun donating its full production volume (about 82 tons of food in 2020) to contribute to the right to healthy food for the poorest. The paper presents a case study on this project elaborated from documentary analysis (legislation and scientific/public reports), field observation and the collection and analysis of data provided by the City Hall, with the goal of monitoring the cited public policy in its legal dimension as part of a doctoral thesis research. It analyzes the program's contributions to the realization of human rights as well as to the achievement of the Sustainable Development Goals, finding that such schemes have the potential to make the development of cities more socially resilient using low-cost actions and tools, despite some flaws in data transparency and possible legal uncertainty. As a second case of local action, the research will expand the exploration to urban agriculture projects in Berlin/Germany (data not collected yet) to contrast with Rio's case. It presents the similarities and differences in the legal status, social functions and contributions to sustainable development and human rights of urban agriculture in these very different settings, indicating possible avenues for legislative support.

Keywords: Community urban agriculture. Rio de Janeiro. Berlin. Sustainable development.
  1.   fj2911
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  4. Letzte Antwort von Severin
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lasst uns hier Infos und Links zu Projekten aus der ganzen Welt sammeln, die gemeinschaftliches Gärtnern oder den Gedanken essbare Stadt voranbringen, oder einfach Bewusstsein schaffen für grünere, lebenswerte Städte.

Österreich:

+ Wien,...
lasst uns hier Infos und Links zu Projekten aus der ganzen Welt sammeln, die gemeinschaftliches Gärtnern oder den Gedanken essbare Stadt voranbringen, oder einfach Bewusstsein schaffen für grünere, lebenswerte Städte.

Österreich:

+ Wien, Kreiskartoffel http://kreiskartoffel.net/
"Ein Kreisverkehr in Wien/St.Marx wird zum Erdäpfelfeld! Das Artefakt einer autozentristischen Stadtplanung wird zu einem Symbol für urbane Lebensmittelsouveränität im Sinne einer Postwachstumsökonomie umgedeutet."

Bitte schreibt Projekte in die Antworten, ich trage sie dann von Zeit zu Zeit in die Liste nach.
:-) werner
  1.   werner
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  4. Letzte Antwort von Severin
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An alle die an dem Thema "Nutzung, Aktivierung und Sicherung von Gartenflächen" interessiert sind, finden vielleicht bei den Werkstätten des Berliner Gemeinschaftsgarten-Programms im Mai interessante Gedanken.

https://mein.berlin.de/projekte/b...
An alle die an dem Thema "Nutzung, Aktivierung und Sicherung von Gartenflächen" interessiert sind, finden vielleicht bei den Werkstätten des Berliner Gemeinschaftsgarten-Programms im Mai interessante Gedanken.

https://mein.berlin.de/projekte/berliner-gemeinschaftsgarten-programm/
  1.   Severin
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über den Artikel "warum Pflanzen glücklich machen" (-> https://urbane-gaerten.de/community/gruppen/36-medientipps/28-discussions/eintrag/342-artikel-warum-pflanzen-gluecklich-machen-spektrum-der-wissenschaft )
bin ich auf die Gartentherapie gestossen.

DerInterkulturelle Heilgarten Berlin-Moabit nützt das https://urbane-gaerten.de/5-urbane-gaerten/berlin/94-interkultureller-heilgarten-berlin-moabit
hier mehr dazu: https://www.ueberleben.org/unsere-arbeit/schwerpunkte/gartentherapie/

Die Donauuni Krems (Österreich) bietet einen Lehrgang dazu an: https://www.donau-uni.ac.at/de/studium/gartentherapie/index.php

Die "Gesellschaft für Gartenbau und Therapie" https://www.ggut.org/ schreibt:

Gärtnern ist ein flexibles Medium, mit dem man vieles erreichen kann. Z.B. kann man nach einer Erkrankung oder einem Unfall wieder genesen und Kräfte sammeln, indem man sich im Garten betätigt. Es bietet vielfältige und sinnvolle Abwechslung, die Menschen hilft, in einer schwierigen Zeit mit dem Leben zurecht zu kommen. Konzentration und Schreibfähigkeit können unterstützt werden, z.B. durch so einfache Tätigkeiten wie das Beschriften von Pflanzschildern oder das Lesen gärtnerischer Anleitungen. Manche Menschen mit Einschränkungen möchten den Garten und das Gärtnern einfach nur genießen, benötigen jedoch praktischen Rat und Kenntnisse, um anzufangen oder weiter zu kommen.

Hat wer von Euch damit Erfahrungen?

Was können andere Gemeinschaftsgärten davon anwenden?


  1.   werner
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Ein interessantes Interview, mit ein paar guten Gedanken und einem Schluß, dem ich nicht zur Gänze folgen kann:
https://www.derstandard.at/story/2000123713130/bionikerin-wir-werden-uns-von-der-natur-abkapseln-muessen

Frau Gebeshuber meint...
Ein interessantes Interview, mit ein paar guten Gedanken und einem Schluß, dem ich nicht zur Gänze folgen kann:
https://www.derstandard.at/story/2000123713130/bionikerin-wir-werden-uns-von-der-natur-abkapseln-muessen

Frau Gebeshuber meint u.a.:

"Bei uns kommt nicht nur die Verantwortung für die Zukunft zu kurz, sondern wir stellen auch jeden Einzelnen in den Mittelpunkt. Es ist ein großer Unterschied, ob man sich als Ich-AG sieht, die Erfolg, Erfolg, Erfolg wie Perlen auf einer Schnur nacheinander aufreihen muss, oder sich als Teil einer Bewegung in eine bessere Zukunft begreift, die auch für noch nicht Geborene mitdenkt. Dieses Denken in die weitere Zukunft, die Zukunftsvision, geht bei uns zusehends verloren – auch weil wir in verschiedenste Sachzwänge eingesperrt sind. "

und

"Wie man eine solidarische Gesellschaft baut, wie man nachhaltig Politik, Technologien und internationale Beziehungen angeht, wie wir gemeinsam definieren, wie wir in Zukunft leben wollen. Es geht ja eigentlich um das gute Leben – im Idealfall für alle. Wir sollten schauen, welche Voraussetzungen wir dafür brauchen. Etwa dass wir darauf achten müssen, dass Artensterben und Klimawandel automatisch in den langfristigen Entscheidungen berücksichtigt werden. Wir müssen unseren Nachkommen diese Art des Denkens lernen, den Leuten zeigen, in welche verschiedenen Richtungen man denken kann und was man als Einzelner bewirken kann, wenn man will."

und

"Es ist sehr wichtig, dass die Menschen beginnen, Respekt vor der belebten Natur zu entwickeln, Ehrfurcht vor dem Leben. Mir gefällt dieses Zitat von Albert Schweitzer sehr gut: "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will." Diese Philosophie ist aber sehr schwer zu befolgen, weil sich der größte Teil der Zivilisation der Zukunft mehr und mehr von der Natur abkapseln wird. Das wird sie auch müssen, weil die Eingriffe ansonsten viel zu stark sind."

und

"In Zukunft wird es immer mehr so sein, dass ein kleiner Teil ein sehr schönes, gut geschütztes Luxusleben in der realen Welt führt, aber die meisten anderen digitale Träume träumen. Der Vorteil dieser digitalen Träume für die Menschen ist, dass sie sehr gut und schön in Kontakt mit vielen anderen Menschen und Gegenden kommen. Gleichzeitig würde es sehr viel Druck von der Natur wegnehmen und schlussendlich ein akzeptabler Kompromiss für alle Beteiligten sein."

Beim letzten kann ich nicht mehr ganz mitgehen, würde aber gern erstmal Eure Meinung dazu lesen.


  1.   werner
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