• 16 Gruppen
  • 1 Album
Zufällige Mitglieder
Zufällige Alben
Keine Fotos verfügbar
von werner

Neuigkeiten

Fixierte Beiträge
Neueste Aktivitäten
  • Heute kommt die vorletzte Episode unserer Samenverbreitungs-Serie. Es geht nochmal um Samen, die sich mit Unterstützung von Mensch und Tier verbreiten. Diesmal weder als Anhängsel noch als blinde*r Passagier*in, sondern durch: Aufessen-Lassen....
    Heute kommt die vorletzte Episode unserer Samenverbreitungs-Serie. Es geht nochmal um Samen, die sich mit Unterstützung von Mensch und Tier verbreiten. Diesmal weder als Anhängsel noch als blinde*r Passagier*in, sondern durch: Aufessen-Lassen. Das eingängigste Beispiel ist die Tomate.
    Bevor die Tomate zur Kulturpflanze wurde und ihre Verbreitung somit in Menschenhand überging, übernahmen Tiere (v. a. Vögel) diesen Job. So ganz nebenbei: Durch essen, verdauen und wieder ausscheiden. Wer schon einmal an einer Tomate gesaugt hat, wird gespürt haben, dass die Samen von Glibber umgeben sind, darum flutscht das so schön. Auf dem Weg durch den (Vogel-)Verdauungstrakt wird diese Gallertschicht abgebaut. Indem sie sich opfert, schützt sie das Samenkorn davor, selbst verstoffwechselt zu werden. Und hinten raus kommt dann … - ein Samenkorn in einem wunderschönen Pelzchen! Wie wir im Samenbau diesen Vorgang imitieren (durch Vergärung - ganz harmlos, keine Angst) erzählen wir Euch im Sommer, wenn es dann Zeit für die Tomatensaatgut-Ernte ist. Und nächste Woche, als krönenden Abschluss unseres So-verbreiten-sich-Samen-Exkurses, schauen wir uns ein allseits bekanntes, sehr beliebtes, fast gewöhnliches Blümchen an, das sich beim Verteilen seiner Samen sehr geschickt anstellt und in seiner Gewitztheit nicht zu unterschätzen ist Na? Wer kann es erraten?
    Mehr
    0
    0
    0
    0
    0
    0
    Beitrag wartet auf Freischaltung
    Beitrag wurde veröffentlicht, er ist jetzt im Stream sichtbar.
  •   GudrunAdmin hat den Beitrag vor 12 Stunden mit 'Gefällt mir' markiert
    Für alle die wie das Netzwerks Urbane Gärten Berlin in der Verbindung von Politik und Gärten agieren hier eine spannende Grafik zu politischen Garten-Typen oder der Frage: Welche politisch-ökologischen Diskurse werden in Gärten aufgegriffen und...
    Für alle die wie das Netzwerks Urbane Gärten Berlin in der Verbindung von Politik und Gärten agieren hier eine spannende Grafik zu politischen Garten-Typen oder der Frage: Welche politisch-ökologischen Diskurse werden in Gärten aufgegriffen und welche politisch-ökologische Typologie urbaner Landwirtschaft lässt sich daraus ableiten? Hier der ganze Artikel:  https://core.ac.uk/download/pdf/37767697.pdf
    Mehr
    Beitrag wartet auf Freischaltung
    Beitrag wurde veröffentlicht, er ist jetzt im Stream sichtbar.
  •   GudrunAdmin hat den Beitrag vor 12 Stunden mit 'Gefällt mir' markiert
    Grundlagen des Obstgehölzschnittes:
    1. Obstbaumschnitt ist nicht kompliziert
    2. Obstbaumschnitt lässt sich durch Selbst- und Naturbeobachtung lernen. Normalerweise reichen 2 - 4 Schnittperioden aus, um Profi zu sein (s.u.).
    3. Alle schneiden...
    Grundlagen des Obstgehölzschnittes:
    1. Obstbaumschnitt ist nicht kompliziert
    2. Obstbaumschnitt lässt sich durch Selbst- und Naturbeobachtung lernen. Normalerweise reichen 2 - 4 Schnittperioden aus, um Profi zu sein (s.u.).
    3. Alle schneiden gleich, es gibt zwar Abweichungen nach Vorlieben, Schnittschulen und Schnittformen, aber die Grundprinzipien sind immer gleich, egal ob deutsche Äpfel, usbekische Maulbeeren oder indische Mangobäume geschnitten werden
    4. wer das Gegenteil behauptet, kennt sich nicht aus (und hat noch nicht ein Expertentreffen zum Obstbaumschnitt erlebt) oder will etwas verkaufen.

    Es gibt Wuchs- und Fruchtgesetze und die gelten immer (außer im Labor oder im Weltall und selbst da ein Teil)

    1. Der Baum strebt nach oben, denn oben gibt es keine Fraßfeinde und von oben kommt das Licht
    2. Wird der Baum ungleichmäßig geschnitten, wächst er da am meisten, wo er am wenigsten geschnitten wurde (weil er nach dem "Fraß" nicht den Tieren ins Maul wachsen will, sondern dort wächst, wo nicht "abgefressen" wurde)
    3. Die Früchte werden von den umliegenden Blättern versorgt. Deshalb sind die Früchte dort besser und größer, wo ausreichend Licht ist
    (in Nord- und Mittel-Europa eher oben und außen an der Krone)
    -> wer unten ernten will, muss oben auslichten
    4. Früchte wachsen später an jetzt dünnen Jungtrieben und aus dicken Jungtrieben werden Äste. Der dünne Trieb von diesem Jahr bringt mir bald Früchte, der dicke muss erst dünne Seitenäste bilden
    5. Dünne Triebe bremsen den Wuchs und dicke fördern ihn.
    6. je flacher der Astwinkel gegenüber der Horizonthalen, desto weniger wächst er und desto mehr werden Früchte angesetzt, aber desto schlechter werden die Früchte versorgt (v.a. bei hängenden Trieben)
    Und bei flachen Ästen werden sich Triebe auf diesen entwickeln, die nach oben streben.
    7. Starker Rückschnitt führt zu starkem Austrieb (v.a. bei Schnitt in der Vegetationsruhe oder zu Zeiten mit wenig Früchten, das gilt nicht für kompletten Kronenverlust)
    8. je älter der Fruchttragende Ast ist, desto schlechter ist die Fruchtqualität und desto krankheitsanfälliger ist die Frucht und das Laub
    9. Neue Früchte für die Folgeernte werden schon während des jetzigen Fruchtbehanges angelegt.
    10. Früchte und Laub entziehen dem Baum Nährstoffe. Werden diese nicht nachgeliefert, wird die Fruchtgröße und -zahl abnehmen.
    11. Entfernen der Krone und des Spitzentriebes sorgt für schnelles Ersetzen dieser durch den Baum.

    Dazu kommt:
    - es gibt keine gesunden Bäume in der Natur
    - Wenn der Baum sich am Standort nicht wohlfühlt, vergreist er schnell, aber Schnitt kann das Problem reduzieren oder aufhalten -> nicht zu wenig schneiden
    - gut geschnitten können manche Bäume mehr als das Doppelte ihrer standortgebundenen natürlichen Lebenszeit schaffen
    - Im Norden wird die Krone ausgelichtet, um für Austrocknung der Pilzkrankheiten und viel Lichteinfall zu sorgen, im Süden wo es genug Licht gibt und trocken ist, wird darauf verzichtet, damit die Früchte keine Trockenschäden bekommen, je nach Klima muss das angepasst werden.
    - aus kranken Trieben (Holz krank) wachsen Triebe, die auch krankheitsanfällig sind

    Erst nach diesen Dingen kommen Sachen wie Schnittformen, was festgelegte Leitäste und Gerüsteäste und Fruchtäste sind. All diese Schnittformen sind dazu da, dass wir Menschen uns schneller im Baum zurecht finden und er entsprechende Eigenschaften bekommt.
    Für eine gute Ernte und einen erleichterten Schnitt können sie hilfreich sein, aber sind nicht zwingend nötig, so lange dem Standort und dem Baum entsprechend geschnitten wird. .

    Eine schöne Anektode dazu:
    Ich wurde über einen Bekannten von seiner Mutter kontaktiert. Weil der Vater sich mit dem Schnitt ihrer Bäume nicht auskennt, kein Buch liest und sich auch keinen Rat holt. Sie hatte Angst, die Bäume seien total verschnitten und müssten weg. Ich sollte mir ansehen, ob die noch zu retten wären. Der Vater ist Anlagentechniker im Wasserwerk. Im Garten macht er 2 Dinge: Rasenmähen und einmal im Jahr die beiden Apfelbäume schneiden. Die Bäume sind klein (der kleinere 2,5 m hoch und ebenso breit, der größere 4 m breit und nach einer Kroneneinkürzung nur noch 3 m hoch) aber mehr als 30 Jahre alt.
    Ich bin in den Garten gekommen und habe mir die Bäume angesehen. Ich habe sie umrundet, mir den inneren Kronenaufbau angesehen und habe mir die Kroneneinkürzung des größeren Baumes mit der Leiter von oben angesehen.
    Zusammenfassung:
    Ich konnte da nichts machen.
    Weil:
    Die waren absolut wundervoll und fachlich korrekt geschnitten.
    Seine Antwort war, dass er die Bäume seit 20 Jahren schneidet und sich merkt, was das Schneiden bewirkt und den Schnitt anpasst.
    Die haben gut geerntet und die Äpfel hatten eine gute Qualität.

    Und bei genauerem Nachfragen waren die Bäume viel besser als die vom Nachbar geschnitten, der sich "auskannte" und die Mutter sinnlos aufhetzte.

    Das Lesen von Fachbüchern ersetzt nicht die Beobachtung des Baumes. Oft werden so eher fragliche "Rote Linien" gezogen und seltsame Ideen im Denken verankert.
    Das einzige Fachbuch, was ich sehr empfehlen kann, ist "Obstbaumschnitt in Bildern" und erscheint seit den 1980ern nahezu unverändert. Es kostet um die 6 € (Stand 2020) und das haben praktisch alle professionellen Schneider (in Deutschland) daheim und das hilft sehr sich das Schneiden selbst beizubringen, weil schöne Bilder den wenigen Text ergänzen.
    Mehr
    Beitrag wartet auf Freischaltung
    Beitrag wurde veröffentlicht, er ist jetzt im Stream sichtbar.
  • Der Frühling beginnt, die Bäume schlagen aus.
    Wer seinen Baum etwas bremsen will, der kann direkt nach Knospenaustrieb schneiden.
    Wenn die Pflanze zum Verbluten neigt (hauptsächlich Wein, einige Kirschen und Pfirsiche), sollte bis zur Blüte oder...
    Der Frühling beginnt, die Bäume schlagen aus.
    Wer seinen Baum etwas bremsen will, der kann direkt nach Knospenaustrieb schneiden.
    Wenn die Pflanze zum Verbluten neigt (hauptsächlich Wein, einige Kirschen und Pfirsiche), sollte bis zur Blüte oder kurz nach der Blüte warten.
    Wer da schneidet, wird mit einer Wuchsreduktion belohnt.
    Das gilt vor allem bei Bäumen die selten und schwach geschnitten werden.
    Der Schnitt bringt dann auch ein Ausdünnen der Früchte mit sich.
    Vor allem bei Steinobst ist dieser Zeitpunkt sehr zu empfehlen.
    Mehr
    0
    0
    0
    0
    0
    0
    Beitrag wartet auf Freischaltung
    Beitrag wurde veröffentlicht, er ist jetzt im Stream sichtbar.
  • Systemgrenzen am Beispiel des Waldgartens

    Als letzten Artikel zu Wissenschaftlichkeit möchte ich das Beispiel mit den Systemgrenzen an der Waldgarten-Idee aufzeigen:

    Viel gärtnerisches/Landwirtschaftliches Wissen wird an einem bestimmten...
    Systemgrenzen am Beispiel des Waldgartens

    Als letzten Artikel zu Wissenschaftlichkeit möchte ich das Beispiel mit den Systemgrenzen an der Waldgarten-Idee aufzeigen:

    Viel gärtnerisches/Landwirtschaftliches Wissen wird an einem bestimmten Standort gesammelt. Dieser ist - im Gegensatz zu vielen physikalischen oder chemischen Versuchen - nicht das Labor sondern draußen auf dem Feld.
    Da die größten Komponenten Klima, Witterung und Boden sind, sind die Ergebnisse nicht immer von einem Ort zum anderen übertragbar.

    So lassen sich tolle Bücher aus New York (trotz des vielen Schnee liegt New York auf dem Breitengrad von Neapel) nicht gut in Mitteleuropa umsetzen, da wir viel weniger Sonneneinstrahlung haben und somit die Pflanzen langsamer und schlechter wachsen.
    Bücher aus England (weitgehend maritimes Klima) sind noch an der See funktional, im trockenen, kontinentalen Osten nicht so.

    Auch können Bodenbearbeitung der Vorjahre oder das Ausgangsgestein am Standort ein ganz anderes Ergebnis bewirken, als vorher angenommen.

    Deswegen lassen sich manche Ideen gut übertragen aber andere Dinge auch nicht.

    Waldgärten sind in den Tropischen Ländern eine gängige Sache. Sie wurden für die Permakultur zu einem Sinnbild, das es umzusetzen galt.
    Dass unter großen Bäumen mit Nahrung, kleine Bäume mit Nahrung, darunter Sträucher mit Nahrung und darunter Gemüse wächst, funktioniert aber nicht überall auf der Welt.
    In Australien ist das auch möglich, und auch in einigen Subtropischen Gebieten.

    Nördlich der Alpen braucht es niemand versuchen, denn Licht ist begrenzender Faktor und auch Niederschläge sind eher knapp.
    Viele Permakultur-Interessierte werden von der Idee des Waldgartens begeistert und scheitern an der Umsetzung. Oft aus für diese unerklärlichen Gründen.
    Denn es gibt ja Orte, wo es funktioniert - wieso dann nicht "bei uns".

    Weil es bei uns zu finster und zu trocken ist.
    Was wächst im Wald unter den Bäumen? Verstreute Heidelbeeren, dünnes Gras und ab und an bei einer Lücke eine Eberesche oder ein Strauch.

    Aber wer das erkennt, nicht wie es sein sollte, sondern wie es ist, der kann damit arbeiten:
    Wo wächst bei uns das Beerenobst? Am Waldrand und auf Lichtungen.
    Damit lässt sich nicht der Original-PK-Waldgarten aus Australien oder den Tropen bauen, aber ein Waldgarten, der eher ein Lichtungsgarten, Heckengarten oder Waldrandgarten ist.

    Viele "Waldgärten" in Deutschland sind eben solche "Lichtungsgärten". Niemand baut unter der Walnuss Apfelbäume und darunter Himbeeren und darunter Möhren an. Selbst eine zweite Ebene ist bei der Walnuss schwer.
    Aber wir können wie beim Waldrand ineinander greifende Strukturen schaffen, die sich gegenseitig unterstützen. Unter einer licht geschnittenen Apfelkrone können Kartoffeln oder schwarze Johannsibeeren wachsen. natürlich nicht so gut wie in der Sonne und bewässert besser als wenn sie mit dem Baum um das Wasser streiten müssen.
    Aber es funktioniert.

    Deswegen beschränkende Faktoren, Systemgrenzen und Restriktionen beachten und dann das geplante angepasst umsetzen.





    Mehr
    0
    0
    0
    0
    0
    0
    Beitrag wartet auf Freischaltung
    Beitrag wurde veröffentlicht, er ist jetzt im Stream sichtbar.
Noch keine Aktivität vorhanden.
Fehler beim Laden das Tooltip.