Viele Gemeinschaftsgärten sind damit konfrontiert, dass Gemüse fremd geerntet wird, Müll landet zwischen Salat und Tomaten, Beete werden zerstört, Geräte gestohlen oder Gartenhäuschen aufgebrochen. Diese Vorfälle treffen die Gärtner*innen nicht nur materiell, sondern führen auch zu Frust. Einige beenden deshalb auch ihr Engagement im Garten. Beim Netzwerk-Austauschabend „Wenn das Beet geplündert wird“ am 23. Oktober 2025 tauschten Gärtner*innen aus dem ganzen Netzwerk ihre Erfahrungen aus und sammelten Ideen, wie sie mit solchen Situationen konstruktiv umgehen können.
Neben Berichten über Ernteklau, Vandalismus, Zerstörung und Diebstahl stand vor allem der Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt.
Ein paar Beispiele:
Gestaltung und Bepflanzung als Schutz
Einige Gärten setzen auf „Tarnung“ und Vielfalt: ungewöhnliche oder weniger bekannte Gemüsesorten, Gemüse wird im Mulch versteckt „Verteidigungspflanzen“ wie Brennnesseln, Disteln und Hecken werden strategisch gepflanzt.
Gemeinschaft und Präsenz
Regelmäßige Treffen, Nachbarschaftsaktionen oder Kooperationen mit Schulen, Vereinen und Initiativen erhöhen die Präsenz und schaffen Vertrauen. Ein vielfältiges Publikum mit unterschiedlichen Nutzungszeiten sorgt dafür, dass der Garten belebt ist.
Auch eine informierte und involvierte Nachbarschaft wirkt präventiv – wer den Garten kennt (und nutzt), passt mit auf.
Unterstützung und praktische Maßnahmen
Auch einfache Tricks können helfen: Werkzeuge markieren, Akkus und andere wertvollere Geräte verstecken, Mülltonnen und Gefäße für Zigarettenkippen bereitstellen. Bei wiederkehrenden Problemen mit gewaltbereiten Menschen oder Drogenkonsum im Garten helfen Kooperationen mit Streetwork, Quartiersmanagement oder Polizei.
Sammlung der Lösungsansätzen vom Netzwerk-Austauschabend (PDF)
Praxiswissen „Tipps gegen Vandalismus“
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