NETZWERK-NEWS

NWBremenAktive aus zehn Bremer Gemeinschaftsgärten diskutierten am 23.02.2021 online Ziele, Methoden und mögliche Aktivitäten für eine zukünftige stärkere Vernetzung. Priorität für alle ist das Kennenlernen der anderen Gärten, der Austausch und das Lernen von- und miteinander. Sie wollen sichtbarer werden und sich gegenseitig unterstützen. Mit auf der Agenda stehen Praxisworkshops, Saatguttausch und gemeinsame Antragstellungen. Je nach Coronalage wollen sie sobald wie möglich Radtouren zu den Gemeinschaftsgärten organisieren. Initiiert hat das Treffen Roland Wozniewski, der Koordinator von QuerBeet. Unterstützt wurde er durch die anstiftung. Wer auch ein lokales Netzwerktreffen für Gemeinschaftsgärten plant und Unterstützung oder Beratung braucht, kann sich gerne an uns wenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
ronnyDie letzten Jahre haben es deutlich gezeigt: Auch in Deutschland sind die Vorboten eines gravierenden Klimawandels spürbar geworden, z.B. durch ausgeprägte Dürren. Für Gärtner*innen heißt das konkret, mal mit zu wenig und mitunter auch zu viel Wasser im Gelände bzw. im Beet umzugehen.

Im Webinar stellt Referent Ronny Müller (Permakultur Dreisamtal) wort- und bildreich Möglichkeiten vor, Schwankungen oder Knappheit von verfügbarem Wasser im Zusammenspiel mit dem Aufbau humusreicher Böden auszugleichen.

Das Webinar ist hier zu finden (Im Inhaltsverzeichnis auf das Webinar klicken).
ModWenn verschiedene Meinungen, Persönlichkeiten und Kommunikationsstile aufeinandertreffen, ist wertschätzender Austausch nicht selbstverständlich.

Im Webinar „Drei Bereiche gelingender Moderation“ erläutert Referentin Anna Reisch:
1.Welche Interessen spielen in Gruppen eine Rolle? Wie gelingt es in der Moderationsrolle, die eigene Position zu reflektieren und was folgt daraus für eine gelungene Moderation?
2.Welche Methoden zur effektiveren Gesprächsführung gibt es, wie können diese erlernt und eingesetzt werden?
3. Welche Konfliktumgänge zeigen sich in Gruppenkontexten und wie kann das Wissen darüber für eine bessere Kommunikation eingesetzt werden?

Das Webinar (Videomitschnitt und Folien) ist hier zu finden. (Im Inhaltsverzeichnis auf das Webinar klicken)
Bildschirmfoto 2020 10 05 um 11.47.01Ca. einmal im Monat stellen wir in dieser Rubrik die neuen Gemeinschaftsgärten in unserem Netzwerk vor.
Das Gärtnern schafft einen Rahmen für städtische Naturerfahrung, für Selbermachen, für Begegnung und Gemeinschaft und ermöglicht auch weitergehendes Engagement für den Stadtteil. Brachen werden entmüllt und bepflanzt, praktische Lernorte für Kinder entstehen, und neue Impulse für Kulturen der Teilhabe bereichern das Zusammenleben.

Wenn Ihr gerade einen neuen Gemeinschaftsgarten startet oder sich einer in Eurer Nachbarschaft gründet oder Ihr in einem aktiv seid, der noch nicht bei uns im Netzwerk ist, dann freuen wir uns darüber, wenn Ihr hier Infos über das Projekt eintragt.

Neue Gemeinschaftsgärten im Januar 2021


Gelnhausen
Brückenbauer-Garten

Seit 2017 gärtnert eine bunte Gruppe von Menschen mit und ohne Fluchthintergrund in Genhausen. Der Garten ist Ort für interkulturelle Begegnung und gemeinsames Lernen. Neben dem Gärtnern steht gemeinschaftliches Bauen und Experimentieren hoch im Kurs.

Website: https://www.brueckenbauer.info/individuelle-begleitung

Marbach
Garten für Alle

Der "Garten für Alle" hat einen Schwerpunkt auf Vielfalt und Artenreichtum. Die Gruppe legt Wert darauf, dass der Garten auch der Pflanzen- und Tierwelt nützt und versteht den Garten als Schritt in eine nachhaltigere Stadtgemeinschaft. Seit 2018 gärtnern sie gemeinschaftlich und biologisch..

Website: https://www.schillerstadt-marbach.de/leben-soziales/buergerschaftliches-engagement/mitmach-garten-fuer-alle/

Nürnberg
Z-Bau Norgarten

Das Gartenprojekt Nordgarten ist eine grüne Spielwiese auf dem Z-Bau-Gelände in Nürnberg. Der Z-Bau ist ein Haus für Gegenwartskultur und steht allen Menschen offen, die jede Form der Diskriminierung ablehnen. Der Arbeitskreis Nordgarten kümmert sich um alles, was im Gemeinschaftsgarten geschieht.  

Facebook: https://www.facebook.com/Nordgarten/
  

Hilden
Nachbarschaftsgarten

Der Nachbarschaftsgarten entsteht auf der Fläche eines ehemaligen Ziergartens, rund um ein Nachbarschaftszentrum. Gegärtnert wird in Hochbeeten und in einem Schlüsselbeet. Träger ist die Evangelische Erwachsenenbildung der Evangelischen Kirchengemeiden Hilden

Website: https://www.eeb-hilden.de/nachbarschaftsgarten.html
  

Landau
Gemeinschaftsgärten "Sonnensprossen" und "Erdenreich"

Die Gruppe "urban gardening" hat 2020 in Landau zwei Gemeinschaftsgärten aufgebaut. "Sonnensprossen" besteht aus 14 Hochbeete entlang eines Weges und im "Erdenreich" kann direkt in der Erde gegärtnert werden. 


Neu-Eichenberg
Ungehorsames Gemüse

Die Gruppe baut Gemüse als Protestform gegen Bodenversieglung an und ist Teil der Ackerbesetzung "Ackerbleibt!" gegen ein Logistikzentrum in Neu Eichenberg, südlich von Göttingen. Sie wollen aufzeigen wie wertvoll und fruchtbar der Ackerboden ist..

Website: https://greifswa.uber.space/grav-admin/de/aktuelles/gemuese


Duisburg
Natur(gemeinschafts)garten an der Liebigstraße

Die Stadt Duisburg überlies dem Projekt ca. 2440 Quadratmeter fruchtbares Brachland, damit daraus ein essbarer Garten als blühende Naturoase entwickeln wird. Das Projekt wird realisiert in Trägerschaft der Bürgerstiftung Duisburg.

Website: https://liliesnbirds.eu/naturgarten/
 

Regensburg
Garten für Alle

Der Garten für Alle besteht seit Januar 2014 und befindet sich seitdem stetig in Entwicklung. 2020 konnten die Gruppe die Gartenfläche um einen erheblichen Teil vergrößern und baut auf der neu gewonnenen Fläche Hochbeete.

Website: https://www.transition-regensburg.de/gruppen/gardening/transition-garten-fuer-alle/

Neu geplante Gemeinschaftsgärten:

Kraut(gemeinschafts)garten, Perouse

Interkultureller VHS-Garten, Lindau

Das Holde Hochbeet, München
garden manifest button 200x200Severin Halder ist der neue Experte der Gruppe "Gärten und Politik".  Er ist Geograph und Aktivist. Mitbegründer des Allmende-Kontors und von kollektiv orangotango. Er ist Co-Autor vom Urban-Gardening-Manifest, und "Wissen wuchern lassen", sowie Autor von Gemeinsam die Hände dreckig machen und Farming Maputo. Sein politisch ökologischer Blick auf urbane Gärten ist geprägt durch Erfahrungen in Europa, Lateinamerika und Afrika.
In der Gruppe geht es u.a. um die Frage, welche Ansätze in Kommunen verfolgt werden, um Gemeinschaftsgärten zu unterstützen und welche von unten getragenen Initiativen dazu beitragen, „urbane Gärten als Teil einer lebenswerten, lebendigen und zukunftsfähigen Stadt“ zu verwurzeln.

Severin Halder freut sich auf eure Fragen und Diskussionsbeiträge!

Hier findet ihr die Liste aller Gruppen https://urbane-gaerten.de/community/gruppen#
und hier alle Expert*innen https://urbane-gaerten.de/experten-fuer-gaerten