Netzwerk Urbane Gemeinschaftsgärten
  • Home
  • Gärten & Netzwerke
    • Gartenkarte
    • Lokale Gartennetzwerke
    • Sommercamp
    • Buttons für Deine Site
  • Wissen
    • Orga & Kommunikation
    • Infrastruktur & Gartengestaltung
    • Gärtnerische Fragen
    • Weitere Praxisthemen
  • Beratung
  • Veranstaltungen
  • News
  • Anmelden
  • ?
  • Suchen

NETZWERK-NEWS

Gärtnern in der Klimakrise

thumpHitze, Dürre und immer häufigere Extremwetterereignisse wie Starkregen, Hagel oder Stürme: Immer häufiger stehen Gemeinschaftsgärtner*innen vor der Herausforderung, mit längeren Trockenphasen, verschobenen Vegetationszeiten und neuen Schädlingen umzugehen. Doch es gibt Wege, diesen Veränderungen zu begegnen: Mit optimaler Bodenpflege, durchdachter Anbauplanung und sparsamer Bewässerung lassen sich Gärten widerstandsfähiger machen. Ökologisches Gärtnern ist außerdem eine konkrete Möglichkeit, selbst aktiv zum Klimaschutz beizutragen.

Im Webinar „Gärtnern in der Klimakrise“ stellte die Umweltwissenschaftlerin und promovierte Bodenkundlerin Dr. Vera Baumert praxisnahe Methoden zum Humuserhalt und -aufbau wie Mulchen, Gründung, Zwischenkulturen, organisches Düngen und Kompostieren vor, um Böden gegen Dürre und Starkregen widerstandsfähig zu machen. Sie zeigte, wie eine klimafeste und resiliente Anbauplanung gelingt und wie insektenfreundlich gegärtnert werden kann. Weitere Schwerpunkte bildeten die sparsame Nutzung von Wasser, Regenwassernutzung und die richtige Bewässerung. Abschließend gab es Tipps und Informationen, wie ressourcen- und klimaschonend gegärtnert werden kann – von torffreier Erde über das Teilen und Leihen von Gartengeräten, das Reparieren, Recyceln und den Verzicht auf fossil betriebene Gartengeräte.

Videomitschnitt und PräsentationsfolienRatgeber: Dein Klimagarten

14.04.2026

Begegnungsgarten Friedberg: Gemeinsam den Boden verbessern

Friedberg BegegnungsgartenDer Friedberger Begegnungsgarten, ein 10.000 m² großes interkulturelles Gartenprojekt, ist ein lebendiger Ort der Begegnung und des gemeinsamen Lernens. Die Stadt Friedberg stellt das Gelände pachtfrei zur Verfügung.
Hier gärtnern über 60 Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Religionen, mal als Einzelpersonen, mal als Familien oder in Gemeinschaft mit anderen. Viele bringen eigene Anbaukulturen und Sprachen mit, was den Garten besonders vielfältig macht. Seit der Gründung 2018 setzt der Verein auf ökologische Prinzipien: Es gibt Komposttoiletten, das Wasser kommt aus einem Brunnen, im hinteren Teil gibt es eine Streuobst- und Blumenwiese. Ein Färbergarten und ein Themengarten mit bedrohten Pflanzen zeigen das Engagement für Artenvielfalt.

Ein zentrales Anliegen der Gärtner*innen ist die nachhaltige Bodenverbesserung. Der ehemalige Ackerboden ist humusarm. In Workshops lernen sie gemeinsam und tauschen sich über bodenschonendes Gärtnern, Bodenpflege und Methoden zur Bodenverbesserung aus. In der Praxis setzen sie auf Mulchen, Kompostieren und die Einarbeitung von biozertifiziertem regionalem Grünschnitt und von Pflanzenkohle. Zwei selbstgebaute Kompostmieten liefern zwar nur wenige Schubkarren Kompost pro Jahr, doch jede Schaufel zählt.
Der Garten lebt von Gemeinschaft: Regelmäßige Arbeitseinsätze, Feste und ein ganzjähriges Garten-Café stärken den Zusammenhalt. Die Kooperation mit der angrenzenden Kinderfarm Jimbala, bereichert das Angebot für alle.
Gründungsmitglieder des Trägervereins sind das Evangelische Dekanat Wetterau, Jimbala, der Verein Regionale Dienstleistungen Wetterau und der Verein „Mensch mach mit“.

Kurzportrait des Gartens mit Kontaktmöglichkeit

 

 

07.04.2026

Herausforderungen gemeinsam meistern: Perspektive ändern

News HerausGemeinschaftsgärten sind lebendige Orte der Begegnung und des gemeinsamen Handelns – Aufbau und Verstetigung können dabei herausfordernd sein. Die Arbeit lastet auf wenigen Schultern, es sind immer die Gleichen, die die Aufgaben erledigen. Der Informationsfluss ist intransparent, Treffen sind ineffektiv, und wie kann man neue Mitgärtner*innen gewinnen?
Zwei kreative Ansätze bieten hier Unterstützung: Dragon Dreaming und Design Thinking.

Dragon Dreaming ist ein umfassender Ansatz für Projekte, um diese besser zu organisieren und die Zusammenarbeit reibungsloser zu gestalten. Mit dem Traumkreis wird eine gemeinsame Vision entwickelt, der Projektplan führt von der Idee zur Umsetzung, und der Projektzirkel öffnet die Perspektive für verschiedene Phasen des Projekts. So würdigt z.B. das gemeinsame Feiern die Fortschritte der erledigten Arbeit. Aufgaben, Rollen und Entscheidungsstrukturen können nach und nach geklärt werden. Die Methode bietet Werkzeuge, um Projekte spielerisch partizipativ und zielgerichtet zu gestalten. Es lohnt sich, Dragon Dreaming zunächst bei der Durchführung kleinerer Projekte auszuprobieren.

Design Thinking hingegen ist dafür geeignet, um kreative Lösungen für konkrete Anliegen oder Herausforderungen zu finden – etwa, wenn es darum geht, mehr Menschen für den Garten zu begeistern. Im Mittelpunkt steht dabei der Perspektivenwechsel: Wer sind die (potenziellen) Mitgärtner*innen? Was ist ihr Mehrwert des Gartens? Was interessiert und begeistert sie? Aus diesen Erkenntnissen können Prototypen gebastelt, getestet und weiterentwickelt werden.
Beide Ansätze lassen sich gut kombinieren und bieten Gemeinschaftsgärten neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten.
Beide Methoden werden im Webinar „Herausforderungen gemeinsam meistern“ vorgestellt.

Videomitschnitt und Präsentationsfolien
Handout (PDF)

 

31.03.2026

Es geht los: erste Pflanzaktionen im Urbanen Waldgarten München

Muenchen WaldgartenWas vor zwei Jahren als Vision begann, wird jetzt Realität: In München entsteht ein urbaner Waldgarten. Der gemeinnütziger Trägerverein hat schon über 40 Mitglieder. Nach einigen Gesprächen mit der Stadt München konnte die schnell wachsende Gartengruppe nun loslegen. Auf dem Michaeliacker im Stadtteil Berg am Laim entwickelt die Gruppe das Gartenprojekt. In mehreren Schichten – von Bodendeckern über Sträucher und Kletterpflanzen bis hin zu Bäumen – entstehen essbare und ökologische Lebensräume. Sie bieten Nahrung für Menschen und gleichzeitig Lebensraum für Tiere und Insekten. Der Waldgarten soll nicht nur ein Naschgarten werden, sondern auch ein Ort für Umweltbildung, bürgerschaftliches Engagement, Gemeinschaft und Biodiversität sein.

Die erste Pflanzung fand am 1.März statt. Rund 60 begeisterte Helfer*innen haben 130 Sträucher gesetzt. Das ist der Grundstein für den Waldgarten. Die Nachbarschaft zeigt reges Interesse an dem Projekt, viele neue Kontakte sind schon bei dieser ersten Aktion auf der Fläche entstanden.
Die ersten Bäume steuert die Stadt München bei, sie werden in einer der nächsten Pflanzaktionen gesetzt. Die „Pionier“pflanzungen werden dann beobachtet, um eine Grundlage für die weitere Entwicklung des Waldgartens zu haben.
Das Team hat Arbeitsgruppen gegründet und freut sich über weitere Mitmacher*innen.
Ob beim Pflanzen, Pflegen oder Organisieren – jede Unterstützung ist willkommen.

Zur Website

 

24.03.2026

Der Garten der Hoffnung schafft Begegnungsmöglichkeiten

GdH2026Der „Garten der Hoffnung“ ist ein interkultureller Begegnungs- und Bildungsort in Otterndorf, der seit 2017 Geflüchtete und Einheimische zusammenbringt. Die Initiator*innen wollten zusammen mit Geflüchteten ein gemeinsames Projekt umsetzen, sich besser kennenlernen, voneinander lernen. Im Garten der Hoffnung wird gegärtnert, gemeinsam gegessen und gefeiert. Neben dem Anbau von Obst und Gemüse gehören Deutschkurse, gemeinsame Ausflüge, Kulturveranstaltungen, politische Arbeit und die Produktion zum festen Programm. Bauprojekte und eine im letzten Jahr aufgebaute Fahrradwerkstatt schaffen Begegnungsmöglichkeiten während der Praxis.

Der Garten wurde im letzten Netzwerk-Austauschabend am 12.03.2026 durch Maria Jarowoy vorgestellt. Trotz Fluktuation etwa durch Arbeitsaufnahme oder Umzüge der Beteiligten wächst das Projekt jedes Jahr wieder zu einer neuen Gruppe zusammen. Viele Mitwirkende haben zuvor keine Erfahrung mit Gärtnern, lernen aber schnell voneinander. Die Initiator*innen legen Wert darauf, Begegnungen auf vielfältige Weise zu ermöglichen. Wer nicht gärtnern möchte, kann sich bei Bauprojekten, bei Workshops oder beim Sport einbringen. Besonders beliebt ist dabei das Tischtennisspielen - für einige der Hauptgrund des Gartenbesuchs. Junge migrantische Erwachsene nutzen den Garten, um Tanz-Moves und (Rap)Songs einzustudieren und Feste damit zu bereichern. Ein wichtiges Angebot ist das Deutschlernen für Geflüchtete. Über diese Kurse kommen viele Interessierte in Kontakt mit dem Garten.
Mobilität stellt in der Region eine Herausforderung dar, weshalb die Initiator*innen anfangs oft selbst Fahrten aus den Unterkünften organisierten – mit Gemeindebussen oder privaten Autos. Um auch die deutsche Nachbarschaft zu erreichen, setzen sie auf Feste, Kräuterkurse und Workshops. Vernetzung ist laut Maria Jarowoy entscheidend, so kommen immer wieder neue Menschen in den Garten.
2025 war der Garten der Hoffnung Dreh- und Aufführungsort von Kurzfilmen. Es entstand auch ein Kurzfilm über den Garten selbst.

Zum Film (YouTube)

Seite 1 von 57

  • Start
  • Zurück
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • Weiter
  • Ende

News

  • 21.04.2026
    Gärtnern in der Klimakrise
    thumpHitze, Dürre und immer häufigere Extremwetterereignisse wie Starkregen, Hagel oder Stürme: Immer häufiger stehen Gemeinschaftsgärtner*innen vor der Herausforderung, mit längeren Trockenphasen, verschobenen...
  • 14.04.2026
    Begegnungsgarten Friedberg: Gemeinsam den Boden verbessern
    Friedberg BegegnungsgartenDer Friedberger Begegnungsgarten, ein 10.000 m² großes interkulturelles Gartenprojekt, ist ein lebendiger Ort der Begegnung und des gemeinsamen Lernens. Die Stadt Friedberg...
  • 07.04.2026
    Herausforderungen gemeinsam meistern: Perspektive ändern
    News HerausGemeinschaftsgärten sind lebendige Orte der Begegnung und des gemeinsamen Handelns – Aufbau und Verstetigung können dabei herausfordernd sein. Die Arbeit lastet auf wenigen Schultern, es sind immer die Gleichen, die die...
Alle News


Neue Gärten im Netzwerk

  • Nachbarschaftsgarten Herbertskaul, Frechen
  • Miteinandergarten, Neuss
  • Neckargärten, Mannheim
  • Gemeinschaftsgarten Schelmengraben, Wiesbaden
  • Gemeinschaftsgarten "Wurzelwerk", Freiburg
Alle Gärten


Neuste Kommentare

Neuer Kommentar in Kompost
Pflanzenkohle herstellen und nutzen: Im Rahmen des Kohlebunt-Projekts der Deutschen Schreberjugend ...
Neuer Kommentar in Finanzierungsmöglichkeiten
Ideenwettbewerb "Klimaschutz nebenan" Die nebenan.de Stiftung ruft wieder zur Teilnahme am Ideenwett...
Neuer Kommentar in Interkulturelle Gärten/Gemeinschaftsgärtnern mit Geflüchteten
Veranstaltungstipp: DeZIM Migration Methods Lab | In der Fremde sprechen die Pflanzen meine Sprache ...
Neuer Kommentar in Finanzierungsmöglichkeiten
Umweltchecks - für Gärten in NRW interessant: "Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr N...
Neuer Kommentar in Nützlinge und Bienen
Insektenfreundlicher Garten Der NABU hat viele Tipps zusammengestellt, u.a. zu den Themen - den Gar...
Alle Kommentare


Kommende Events

  • 22.04.2026 19:00
    CONVIVIUM - Sommerküche
  • 27.04.2026 19:00
    Online-Austausch mit der Stiftung gegen Rassismus: Unterstützung für Ehrenamtliche in ländlichen Regionen
  • 04.05.2026 17:00
    DSEE-Förderprogramm action! kurz erklärt
  • 29.05.2026 14:00
    Frühlingsfest "Vielfalter" Güstrow
  • Stiftung
  • Newsletter
  • Datenschutz / Nutzungsbedingungen
  • Impressum

 


© 2024 anstiftung • Daiserstr. 15, Rgb • 81371 München - Tel. 089 / 74 74 60 - 0