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Eigenes Saatgut gewinnen ist nicht nur ein politisch wichtiges Statement. Es macht Spaß und ermöglicht Gärtner*innen ihr...
Eigenes Saatgut gewinnen ist nicht nur ein politisch wichtiges Statement. Es macht Spaß und ermöglicht Gärtner*innen ihre Nutzpflanzen immer besser den Standortbedingungen anzupassen. Ihr erfahrt hier Aussaatbedingungen und Hauptaussaatzeiten, sowie weiteres Wissenswertes zum Thema Saatgut und Jungpflanzen und bekommt Tipps zum Saatguttausch. Wir freuen uns auf eure Fragen. Hier auch der Platz, um eigene Erfahrungen weiterzugeben.

Expertinnen der Gruppe: Toni und Alex
sie arbeiten seit 5 und 10 jahren (oft gemeinsam) neben- und hauptberuflich in Gemüsebau, Saatguterzeugung und Pflanzenzüchtung, kennen sich als Bachelorette der ökologischen Agrarwissenschaft und ausgebildete Gemüsegärtner*in aber auch mit vielen anderen gärtnerischen Belangen aus.
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    Seit Jahren lobbyieren Industrie und Gentechnik-Befürworter*innen dafür, neue Gentechnikverfahren wie CRISPR/Cas von der Gentechnik-Gesetzgebung auszunehmen. Sie wollen damit die derzeitige Definition von Gentechnik aufweichen. Das gefährdet die Wahl ...
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  •   Gudrun Walesch hat den Beitrag vor 4 Wochen kommentiert
    ToniUndAlex hat eine neue Diskussion erstellt
    Jungpflanzen abhärten
    Geschrieben am Mittwoch, 14. April 2021
    In unserem letzten Beitrag erwähnten wir, dass wir die angezogenen Jungpflanzen vor dem Verpflanzen ins Freiland abhärten. Wie genau das aussieht, soll diese Woche Inhalt eines kurzen Textes sein. Pflanzen abhärten ist so ähnlich, wie den Winter ...
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  •   Gudrun Walesch hat den Beitrag vor 1 Monat kommentiert
    ToniUndAlex hat eine neue Diskussion erstellt
    Wahrscheinlich haben die meisten Gärtner*innen gerade jede Menge Aussaatschalen herumstehen, mit Keimlingen, die pikiert werden wollen. Da wird schon mal was zu lang. Die meisten Pflanzenarten (alle Nachtschatten, Kohl, etc.) können tief pikiert werd ...
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  • In der letzten Folge soll es nun um ein in Ausbreitungsdingen besonders gewitztes Blümchen gehen. Wer hats erraten? Die Ringelblume! Um auf Nummer sicher zu gehen, bringt sie verschiedene Samentypen hervor.
    Machet Euch doch mal eine Freude und...
    In der letzten Folge soll es nun um ein in Ausbreitungsdingen besonders gewitztes Blümchen gehen. Wer hats erraten? Die Ringelblume! Um auf Nummer sicher zu gehen, bringt sie verschiedene Samentypen hervor.
    Machet Euch doch mal eine Freude und nehmt den reifen Samenstand der Ringelblume auseinander: Ganz außen finden sich seepferdchenförmige Haken mit bestacheltem Rücken. Nein, die Seepferdchen dienen leider, so schön die Vorstellung auch sein mag, nicht der Ausbreitung übers Meer. Die bestachelten Haken sollen sich im Fell von Tieren (wahlweise der Kleidung von Menschen) festkletten und sozusagen als blinde Passagiere abtransportiert werden. Doch damit nicht genug.
    Im zweiten Kreis sitzen halbkugelige, blasige sogenannte Kahnfrüchte. Diese Bezeichnung ist ein wenig irreführend, denn auch hier spielt Wasser keine Rolle. Vielmehr soll der Wind dieser Samenform kräftig in die Segel pusten und sie halb fliegend, halb über den Boden rollend in die Welt hinaustragen.
    Die Samen schließlich, die sich im Zentrum des Samenstandes befinden, geben der Ringelblume ihren deutschen Namen: Es sind stark gekrümmte, ringförmige Kringel, die Raupenfrüchte genannt werden. Auch diese tragen kurze Stachelreihen auf dem „Rücken“. Im Gegensatz zu den anderen beiden Samenformen bleiben die Raupenfrüchte meist im näheren Umkreis der Mutterpflanze liegen oder werden zum Teil vermutlich durch Regentropfen als Regenschwemmlinge weiter transportiert.
    Die Reinigung von Ringelblumensaatgut für den Verkauf ist aufgrund der Vielgestaltigkeit der Samen ganz schön nervenaufreibend. Da die Samentypen sich in Form, Gewicht und Größe so sehr voneinander unterscheiden, muss jeder getrennt von den anderen Typen aufbereitet werden. Die Seepferdchen verhakeln sich in jedem Sieb, die Kähne fliegen schon samt restlichen (in der Saatguttüte unerwünschten) Blütenteilen davon, während die Raupen noch darauf warten, in klein und groß sortiert zu werden. Wenn dann jede Partie schön für sich gereinigt wurde, folgt ein so feierlicher wie ernüchternder Moment: Alles wird einfach wieder zusammengeschüttet und vermischt…
    Bei uns hat es eben noch mal so richtig geschneestürmt und auch die Temperaturen fühlen sich eher nach Winter an, aber ich denke demnächst werden wir dann doch zu Jungpflanzen-Anzucht-Themen übergehen. Schöne Woche noch!
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  •   werner hat den Beitrag vor 2 Monaten mit 'Gefällt mir' markiert
    Heute kommt die vorletzte Episode unserer Samenverbreitungs-Serie. Es geht nochmal um Samen, die sich mit Unterstützung von Mensch und Tier verbreiten. Diesmal weder als Anhängsel noch als blinde*r Passagier*in, sondern durch: Aufessen-Lassen....
    Heute kommt die vorletzte Episode unserer Samenverbreitungs-Serie. Es geht nochmal um Samen, die sich mit Unterstützung von Mensch und Tier verbreiten. Diesmal weder als Anhängsel noch als blinde*r Passagier*in, sondern durch: Aufessen-Lassen. Das eingängigste Beispiel ist die Tomate.
    Bevor die Tomate zur Kulturpflanze wurde und ihre Verbreitung somit in Menschenhand überging, übernahmen Tiere (v. a. Vögel) diesen Job. So ganz nebenbei: Durch essen, verdauen und wieder ausscheiden. Wer schon einmal an einer Tomate gesaugt hat, wird gespürt haben, dass die Samen von Glibber umgeben sind, darum flutscht das so schön. Auf dem Weg durch den (Vogel-)Verdauungstrakt wird diese Gallertschicht abgebaut. Indem sie sich opfert, schützt sie das Samenkorn davor, selbst verstoffwechselt zu werden. Und hinten raus kommt dann … - ein Samenkorn in einem wunderschönen Pelzchen! Wie wir im Samenbau diesen Vorgang imitieren (durch Vergärung - ganz harmlos, keine Angst) erzählen wir Euch im Sommer, wenn es dann Zeit für die Tomatensaatgut-Ernte ist. Und nächste Woche, als krönenden Abschluss unseres So-verbreiten-sich-Samen-Exkurses, schauen wir uns ein allseits bekanntes, sehr beliebtes, fast gewöhnliches Blümchen an, das sich beim Verteilen seiner Samen sehr geschickt anstellt und in seiner Gewitztheit nicht zu unterschätzen ist Na? Wer kann es erraten?
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  •   Gudrun Walesch hat den Beitrag vor 3 Monaten mit 'Gefällt mir' markiert
    In unserer Reihe zur Samenverbreitung kommen wir jetzt zu den Samen die sich von Tieren (auch uns) transportieren lassen. Eine Meisterin im Trampen ist die Möhre.
    Zunächst ein paar Gedanken zur Möhre als Samenträgerin – an das Wurzelgemüse unter...
    In unserer Reihe zur Samenverbreitung kommen wir jetzt zu den Samen die sich von Tieren (auch uns) transportieren lassen. Eine Meisterin im Trampen ist die Möhre.
    Zunächst ein paar Gedanken zur Möhre als Samenträgerin – an das Wurzelgemüse unter der Erde denkt niemensch mehr, der einen weiß blühenden Möhrenbestand sieht, in dessen doldenblütigem Duftparadies Hummeln brummeln oder nektartrunken ihren Rausch ausschlafen, Schnellkäfer von Blüte zu Blüte düsen und Fliegen schwirren. Der Duft begleitet uns bis in die Saatgutwerkstatt, wo sich das ein oder andere Geheimnis lüften lässt, was den Möhren-Tramp-Erfolg ausmacht. Da ist nämlich dieses elliptische Samenkorn, braun, eher unscheinbar, aber umgeben von einem feinen Stachelkranz, der seine Aufgabe bestens versteht: sich sofort und am liebsten für (fast?) immer an etwas Wollig-Weichem sehr festzuhalten. Vorzugsweise ist das ein Schaf oder ein vergleichbares Tier in freier Wildbahn, in dessen wolligem Fell (oder Socken) sich der Same verhakt und transportieren lässt. …Wer vergisst, dass Möhrenreinigung auf dem Plan steht und in der Saatgutwerkstatt Wolle trägt, wird ziemlich schnell zum Ersatzschaf. Unerwähnt geblieben ist bisher, dass wir die Möhre in der Saatgutaufbereitung ihrer Stacheln berauben, um sie ordnungsgemäß reinigen zu können und ohne ihre Stacheln rieseln sie auch viel einfacher in die Samentütchen und später durch die Finger oder Sämaschine... Viel Spaß beim Träumen von sommerlichen doldenblütigen Duftparadiesen beim Betrachten der Winterlandschaft draußen : )
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  • Sorry! Die Eisheiligen sind natürlich nicht im März! Ich meinte MAI! ...
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