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Eigenes Saatgut gewinnen ist nicht nur ein politisch wichtiges Statement. Es macht Spaß und ermöglicht Gärtner*innen ihr...
Eigenes Saatgut gewinnen ist nicht nur ein politisch wichtiges Statement. Es macht Spaß und ermöglicht Gärtner*innen ihre Nutzpflanzen immer besser den Standortbedingungen anzupassen. Ihr erfahrt hier Aussaatbedingungen und Hauptaussaatzeiten, sowie weiteres Wissenswertes zum Thema Saatgut und Jungpflanzen und bekommt Tipps zum Saatguttausch. Wir freuen uns auf eure Fragen. Hier auch der Platz, um eigene Erfahrungen weiterzugeben.

Expertinnen der Gruppe: Toni und Alex
sie arbeiten seit 5 und 10 jahren (oft gemeinsam) neben- und hauptberuflich in Gemüsebau, Saatguterzeugung und Pflanzenzüchtung, kennen sich als Bachelorette der ökologischen Agrarwissenschaft und ausgebildete Gemüsegärtner*in aber auch mit vielen anderen gärtnerischen Belangen aus.
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  •   werner hat den Beitrag vor 1 Tag mit 'Gefällt mir' markiert
    Heute kommt die vorletzte Episode unserer Samenverbreitungs-Serie. Es geht nochmal um Samen, die sich mit Unterstützung von Mensch und Tier verbreiten. Diesmal weder als Anhängsel noch als blinde*r Passagier*in, sondern durch: Aufessen-Lassen....
    Heute kommt die vorletzte Episode unserer Samenverbreitungs-Serie. Es geht nochmal um Samen, die sich mit Unterstützung von Mensch und Tier verbreiten. Diesmal weder als Anhängsel noch als blinde*r Passagier*in, sondern durch: Aufessen-Lassen. Das eingängigste Beispiel ist die Tomate.
    Bevor die Tomate zur Kulturpflanze wurde und ihre Verbreitung somit in Menschenhand überging, übernahmen Tiere (v. a. Vögel) diesen Job. So ganz nebenbei: Durch essen, verdauen und wieder ausscheiden. Wer schon einmal an einer Tomate gesaugt hat, wird gespürt haben, dass die Samen von Glibber umgeben sind, darum flutscht das so schön. Auf dem Weg durch den (Vogel-)Verdauungstrakt wird diese Gallertschicht abgebaut. Indem sie sich opfert, schützt sie das Samenkorn davor, selbst verstoffwechselt zu werden. Und hinten raus kommt dann … - ein Samenkorn in einem wunderschönen Pelzchen! Wie wir im Samenbau diesen Vorgang imitieren (durch Vergärung - ganz harmlos, keine Angst) erzählen wir Euch im Sommer, wenn es dann Zeit für die Tomatensaatgut-Ernte ist. Und nächste Woche, als krönenden Abschluss unseres So-verbreiten-sich-Samen-Exkurses, schauen wir uns ein allseits bekanntes, sehr beliebtes, fast gewöhnliches Blümchen an, das sich beim Verteilen seiner Samen sehr geschickt anstellt und in seiner Gewitztheit nicht zu unterschätzen ist Na? Wer kann es erraten?
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  •   Gudrun Walesch hat den Beitrag vor 3 Wochen mit 'Gefällt mir' markiert
    In unserer Reihe zur Samenverbreitung kommen wir jetzt zu den Samen die sich von Tieren (auch uns) transportieren lassen. Eine Meisterin im Trampen ist die Möhre.
    Zunächst ein paar Gedanken zur Möhre als Samenträgerin – an das Wurzelgemüse unter...
    In unserer Reihe zur Samenverbreitung kommen wir jetzt zu den Samen die sich von Tieren (auch uns) transportieren lassen. Eine Meisterin im Trampen ist die Möhre.
    Zunächst ein paar Gedanken zur Möhre als Samenträgerin – an das Wurzelgemüse unter der Erde denkt niemensch mehr, der einen weiß blühenden Möhrenbestand sieht, in dessen doldenblütigem Duftparadies Hummeln brummeln oder nektartrunken ihren Rausch ausschlafen, Schnellkäfer von Blüte zu Blüte düsen und Fliegen schwirren. Der Duft begleitet uns bis in die Saatgutwerkstatt, wo sich das ein oder andere Geheimnis lüften lässt, was den Möhren-Tramp-Erfolg ausmacht. Da ist nämlich dieses elliptische Samenkorn, braun, eher unscheinbar, aber umgeben von einem feinen Stachelkranz, der seine Aufgabe bestens versteht: sich sofort und am liebsten für (fast?) immer an etwas Wollig-Weichem sehr festzuhalten. Vorzugsweise ist das ein Schaf oder ein vergleichbares Tier in freier Wildbahn, in dessen wolligem Fell (oder Socken) sich der Same verhakt und transportieren lässt. …Wer vergisst, dass Möhrenreinigung auf dem Plan steht und in der Saatgutwerkstatt Wolle trägt, wird ziemlich schnell zum Ersatzschaf. Unerwähnt geblieben ist bisher, dass wir die Möhre in der Saatgutaufbereitung ihrer Stacheln berauben, um sie ordnungsgemäß reinigen zu können und ohne ihre Stacheln rieseln sie auch viel einfacher in die Samentütchen und später durch die Finger oder Sämaschine... Viel Spaß beim Träumen von sommerlichen doldenblütigen Duftparadiesen beim Betrachten der Winterlandschaft draußen : )
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  • Sorry! Die Eisheiligen sind natürlich nicht im März! Ich meinte MAI!
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  •   Gudrun Walesch hat den Beitrag vor 1 Monat mit 'Gefällt mir' markiert
    ToniUndAlex hat eine neue Diskussion erstellt
    Plädoyer für eine späte Jungpflanzenanzucht
    Geschrieben am Mittwoch, 27. Januar 2021
    Ich unterbreche unsere "Wie sich Samen verbreiten" - Reihe diese Woche mal, um viele Gärtner*innen zu beruhigen. Die Bio-Saatgutanbieter*innen haben sehr lange Lieferzeiten, weil sie dieses Jahr von Bestellungen überflutet werden und manche Gärtner*i...
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  •   Gudrun Walesch hat den Beitrag vor 1 Monat kommentiert
    Letzte Woche hatten wir Euch ja schon vorgewarnt, dass es diese Woche in unserer kleinen Reihe "Wie sich Samen verbreiten" explosiv werden würde. Also, allen, die es spektakulär mögen, denen seien die Springkräuter empfohlen, zu denen auch die...
    Letzte Woche hatten wir Euch ja schon vorgewarnt, dass es diese Woche in unserer kleinen Reihe "Wie sich Samen verbreiten" explosiv werden würde. Also, allen, die es spektakulär mögen, denen seien die Springkräuter empfohlen, zu denen auch die Balsaminen gehören, oft auch als "Fleißige Lieschen" bezeichnet, obwohl unserer Meinung nach keine Verniedlichung nötig ist. Diese brauchen weder Flugapparate (s. letzte Woche) noch Tiere (Fortsetzung folgt), um sich auszubreiten, sie schaffen es von ganz allein. Die Kapseln der Impatiens (ist Latein und bedeutet passenderweise "ungeduldig") werden mit zunehmender Reife immer praller, bis sie durch irgendeine Berührung aufplatzen und ihre Samen in alle Richtungen davon schleudern. Die Kunst der Samengärtner*innen besteht nun nicht etwa in der sportlichen Herausforderung, möglichst schnell in möglichst viele Richtungen zu springen, um die Samen einzufangen. Vielmehr gilt es, das Auge zu trainieren und einen Blick dafür zu entwickeln, wann die Kapseln kurz vorm Explodieren sind. Hat mensch diesen Zeitpunkt erkannt, nicht mit dem Zeigefinger antippen! Sondern vorsichtig die Hand um die Kapsel schließen, dann wird sie sich mit einem sanften Plopp öffnen und das Saatgut in die Hand streuen. Besonders schön ist das, wenn die erntende Person dabei jedes Mal halb verzückt und halb erschrocken quietscht. Ein Dankeschön an dieser Stelle an Anne, wir freuen uns auf die nächste Balsaminen-Ernte mit Dir : ) Es grüßen Alex und Toni
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    Wie letzte Woche versprochen, füllen wir die praxisarme Winterruhe mit ein wenig Theorie darüber, welche Strategien Pflanzen entwickelt haben, um ihre Samen zu verbreiten (und was wir Saatguterzeuger*innen tun, um sie doch in Papiertütchen zu...
    Wie letzte Woche versprochen, füllen wir die praxisarme Winterruhe mit ein wenig Theorie darüber, welche Strategien Pflanzen entwickelt haben, um ihre Samen zu verbreiten (und was wir Saatguterzeuger*innen tun, um sie doch in Papiertütchen zu bekommen). Es gibt ganze Bücher zu dem Thema und die lesen sich wie Abenteuerromane! Und weil ja letzte Woche schon die Rede vom fliegenden Silvesterraps war, wollen wir diese Woche auch mit den Samen beginnen die (von Natur aus) das Fliegen gelernt haben und damit sehr große Entfernungen zurücklegen können.
    Zum Beispiel der uns allen vertraute Salat ist ein Schirmchenflieger. An der Spitze des Samenkorns besitzt er einen haarigen Fallschirm, der es ihm ermöglicht, kilometerweit vom Wind getragen zu werden. Das selbe Prinzip, wie wenn Löwenzahn sich in eine „Pusteblume“ verwandelt.
    Samengärtner*innen können in der Regel nicht hinterherfliegen, weshalb wir die Samenstände ernten müssen, bevor sie sich vom Acker machen. Wenn die geschnittenen Pflanzen einige Zeit nachgetrocknet sind, können die Samen in einer großen Tonne aus den über Kopf gehaltenen Pflanzen geklopft werden. Die Tonne verhindert, dass die Samen überall hin fliegen. Dabei sollte unbedingt eine Staubmaske getragen werden, da die losen Härchen der Fallschirme überall herumwirbeln. In einem nächsten Arbeitsschritt werden die Samen samt Flugapparaten in einem Sieb gerieben, wodurch sich der Fallschirm löst und die Salatsamen zwar ihre Flugfähigkeit einbüßen, dafür jedoch eine gewisse Bodenständigkeit erlangen und sich viel leichter davon überzeugen lassen, in die für sie vorgesehene Saatguttüte zu schlüpfen.
    Und nächste Woche wird es dann doch wieder explosiv...!
    Guten Start in die neue Woche wünschen Euch Toni und Alex
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  • Vielen Dank Alex! Das war mir neu!
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