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Ihr habt ein Kompostklo - oder wollt eines bauen? Wir haben schon ein paar Kompostklos gebaut und bereits viele Workshop...
Ihr habt ein Kompostklo - oder wollt eines bauen? Wir haben schon ein paar Kompostklos gebaut und bereits viele Workshops dazu gegeben. Hier geben wir nun digital Auskunft rund um folgende Fragen: Was ist der Vorteil von Kompostklos, woraus könnt ihr sie bauen und worauf müsst ihr achten? Was macht ihr mit den gesammelten Fäkalien? Auch zum Umgang mit Grauwasser - verschmutztes Wasch-Wasser vom Händewaschen und aus der Küche - haben wir ein paar Vorschläge. Stellt einfach eure Fragen und lest gern unsere Beiträge zum Thema!

Die Expertinnen:
Lisa berät und bastelt bei KanTe zu Kompostklos und Kompostierung. Sie gibt Workshops für Kinder und Erwachsene zu diesen und weiteren Themen - zum Beispiel Klimawandel, erneuerbaren Energien und Solarenergie.

Ari ist Ingenieurin & Forscherin. Bei KanTe plant & baut sie Kompostklos und macht Umwelt- und Technikbildung für Kinder und Erwachsene zu verschiedenen Themen wie zum Beispiel Kompostklos, Kompostierung, Kimawandel, erneuerbaren Energien oder Solarenergie. Zusätzlich forscht Ari zu Recycling-Düngern aus Inhalten aus Komposttoiletten.

Nike arbeitet bei KanTe zu Kompostklos, Kompostierung und naturnaher Abwasserentsorgung. Außerdem begleitet sie bei KanTe in der AG Bauplanung Hausprojektgruppen in Bauphasen. Zusätzlich arbeitet sie in einem Ingenieurbüro, das im Bereich der Regenwasserbewirtschaftung tätig ist und Pflanzenkläranlagen baut.
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  •   Gudrun Walesch hat den Beitrag vor 2 Wochen mit 'Gefällt mir' markiert
    In der Litetarur-Ecke gibt es heute ein Regenwurm-Gedicht - habe ich auf Basis eines Textes von Regenwuermer.info (http://www.regenwuermer.info/regenwurm/lebensweise/verhalten-bei-hitze-und-kaelte.php#) verfasst: frühling viele würmer werden im fr...
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  • werner replied to the discussion, Grauwasser!
    Danke nochmal, die Info konnte ich aktuell weitergeben.
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  •   KanTe-Lisa hat den Beitrag vor 1 Monat kommentiert
    Hallo zusammen,

    Hallo zusammen,
    Unser Gemeinschafts Garten inklusive Komposttoilette befindet sich im öffentlichen Raum und ich muss dem Kommunalreferat jetzt den Nachweis erbringen, dass die anfallenden Feststoffe hygienisch unbedenklich vor...
    Hallo zusammen,

    Hallo zusammen,
    Unser Gemeinschafts Garten inklusive Komposttoilette befindet sich im öffentlichen Raum und ich muss dem Kommunalreferat jetzt den Nachweis erbringen, dass die anfallenden Feststoffe hygienisch unbedenklich vor Ort gelagert werden können. ( Kindergarten befindet sich auch in der Nähe) Meine Recherchen ergeben allerdings, dass nur eine Erhitzung auf 70° wirklich sicher ist. Ich würde das allerdings gerne vermeiden, da es sehr aufwändig ist und wir nur ein kleiner Gemeinschaftsgarten sind. Hat jemand von euch schon Erfahrung damit, ob eine Kompostierung im Thermo Kompostter ausreicht um diese Hygiene Sierung zu erreichen?

    Freue mich über Rückmeldungen!
    Liebe Grüße Katrin
    www.gruenstreifen.org
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    • Hallo Kathrin,

      ich hab mich nochmal mit Ariane beratschlagt. Wir können Dir da eigentlich nur nochmal so ähnlich mitgeben, was wir bereitsHallo Kathrin,

      ich hab mich nochmal mit Ariane beratschlagt. Wir können Dir da eigentlich nur nochmal so ähnlich mitgeben, was wir bereits besprochen haben.

      "Es ist schon so, dass Hitze die sicherste Variante ist.

      Wenn ihr das nicht wollt, müsst ihr länger kompostieren. Ihr solltet sicherstellen, dass der Zugang zum Kompost weder für Kinder noch für Fliegen noch für Ratten, Katzen, etc. möglich ist. Also z.B. Thermokomposter mit Fliegenschutz in einem mit Holz abgegitterten und abgeschlossenen Bereich. Dann die 2 jährige Kompstierungsdauer nach WHO angeben. Hilfreich kann auch sein, wenn ihr sagt dass nur für Zierpflanzen in Kübeln genutzt wird, und oberste Schicht mit "normaler" Erde bedeckt wird.

      Wichtig ist es super safe zu sein und das so kommunizieren.

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      Wir freuen uns, wenn hier noch andere Gärten berichten! Auf
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  •   werner hat den Beitrag vor 1 Monat mit 'Gefällt mir' markiert
    Guten Morgen,

    gestern hat mich eine Anfrage erreicht, deren Beantwortung auch für Euch spannend sein könnte: wie kann mensch vor der Verwaltung für ein Klo-Vorhaben argumentieren?

    Zu Beantwortung will ich etwas ausholen und Euch die Rechtslage...
    Guten Morgen,

    gestern hat mich eine Anfrage erreicht, deren Beantwortung auch für Euch spannend sein könnte: wie kann mensch vor der Verwaltung für ein Klo-Vorhaben argumentieren?

    Zu Beantwortung will ich etwas ausholen und Euch die Rechtslage schildern, um dann einige Ideen/Argumente zu teilen. Es wird ein dreiteiliger Beitrag.

    Teil 1 - Was muss rechtlich beachtet werden? Der Klobau

    Ich versuche kurz die Gesamtsituation zusammen zu fassen. Ein Kompostklos besteht i.d.R. aus dem Klohäuschen/Klo (Bau) sowie der Verwertung der Fäkalien. Hinterher soll damit gedüngt werden. Damit berühren wir verschiedene Rechtsbereiche. Wenn ein Bau/eine Anlage errichtet wird, greifen verschiedene Gesetze. Weitere betreffen dann die Verwertung der Materialien und das Ausbringen als Dünger. Das Ganze ist komplex und es gibt einen großen Graubereich, da die Nutzung von Kompostklos bisher gesetzlich nicht geregelt ist. Dennoch gibt es Gesetze und Vorschriften, die sich analog auf Kompostklos anwenden lassen könnten. Das kann wichtig sein, wenn zum Beispiel die örtliche Behörde das Vorhaben vorgestellt bekommen soll oder prüfen will.

    Was für Rechtsbereiche betrifft zunächst der Bau eines Kompostklos?

    1) Wer ein "Gebäude/Bau" errichtet, hat dies genehmigen zu lassen. Allerdings sind bestimmte Bauten ausgenommen, zum Beispiel wenn sie sehr klein sind. Die Länder-Bauordnungen (BauO) regeln, welche das sind. Gemäß der BauO ist u.A. nicht genehmigungsbedürftig: die Errichtung von kleinen Gebäuden/ -teilen (Größen je nach Land), das Aufstellen von Toilettenwagen. Kompostklos / Kompostklohäuschen sind hier zwar nicht genannt, aber eine Analogie scheint möglich.
    2) Interessant ist an dieser Stelle auch die rechtliche Stellung im Kleingarten. Die Verwaltungsvorschriften für Kleingärten (in Berlin) sagen zum Beispiel, dass in Dauerkleingärten und Kleingärten ausdrücklich „außerhalb von Wasserschutz-gebieten auch Trocken-bzw. Humustoiletten zulässig“ sind. Hier gelten Anforderungen nach Stand der Technik.
    3) Zu guter Letzt gilt für Anlagen, dass sie nach dem Bundes-Immissionsschutz-Gesetz (BimSchG) keine schädlichen Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige Sachgüter haben dürfen. Theoretisch ist jede Anlage nach BimschG genehmigungspflichtig. Doch auch hier gibt es Ausnahmen von der Baugenehmigung nach BimSchG, so ist beispielweise eine„Kleinstanlage“ genehmigungsfrei. Auch für Versuchsanlagen gelten besondere Regelungen.

    ... soo, das war erstmal viel Info. Auf Teil 2, Vewertung und Düngung, komme ich die Tage zurück.

    Bis dahin!
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  •   Gudrun Walesch hat den Beitrag vor 3 Wochen kommentiert
    Liebe Lisa, wie funktionieren eigentlich Pflanzenkläranlagen und was wären Voraussetzungen in Gemeinschaftsgärten dafür?
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    • Hallo Nike,

      ich meinte tatsächlich z.B. Grauwassertürme, so wie ihr die bei den Workshops gebaut habt. Eben das, was sich für GemeinschaftsgärtenHallo Nike,

      ich meinte tatsächlich z.B. Grauwassertürme, so wie ihr die bei den Workshops gebaut habt. Eben das, was sich für Gemeinschaftsgärten eignet. :-)
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    • hej Gudrun,
      ohne technischen Einbauten ist das Prinzip des Grauwassertums tatsächlich das einzige was ich in dieser bestehendenhej Gudrun,
      ohne technischen Einbauten ist das Prinzip des Grauwassertums tatsächlich das einzige was ich in dieser bestehenden simple-but-genious-Art bis jetzt kenne.
      Vom Prinzip funktioniert die aerobe biologische Abwasserreinigung immer mit diesen Faktoren: Sauerstoff, Lebensraum für Mikroorganismen, langsame Durchströmung (Sickern geht auch mal eher horizontal oder in Stufen, aber bei vertikal hilft die Schwerkraft so praktisch). -> Es ist in etwa wie bei Kompost: es gibt zwar diverse Varianten, aber die Grundsätze müssen immer berücksichtigt werden.
      Für den Grauwassertum heißt dass, das die Bauweisen bzw. - materialien ökologisch sinnvoll variiert werden.
      -> Vorklärung kann auch mit Hilfe von Rottesäcken und Stroh (das bei Bedarf dann getauscht und kompostiert werden kann) erfolgen oder Rindenmulch (auch beides gut zum Binden von Gerüchen).
      -> Die Wandung des Turms kann da auch mal ein ausgdienter IBC sein oder Naturfasergewebe, welche mit der Zeit erneuert wird, oder Ton...
      -> Sinnvolle Alternativen für Sand und Kies lokal zu finden sind meist nicht so einfach, da ja auch nichts schädliches aus diesem Substrat ausgewaschen werden soll.

      Beim Blick über den high tech Tellerrand kann vielleicht noch ergänzt werden: bspw. in der Bootstechnik werden gerne Membrananlagen eingesetzt - da kommt danach eine sehr hohe Wasserreinheit raus, aber cradle-to-cradle-Kosten sind ne ganz andere Liga.. und eine Vorklärung brauchen die auch.
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    • Danke, Nike. Ist so eine Bauanleitung dafür (Grauwasserturm) irgendwo open source verfügbar?
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    • jaaa...wenn auch weniger als wir uns wünschen würden..
      Außer dem einige Post zuvor zitierten Link mit Weiterverlinkung zur Bauanleitung zu denjaaa...wenn auch weniger als wir uns wünschen würden..
      Außer dem einige Post zuvor zitierten Link mit Weiterverlinkung zur Bauanleitung zu den hochgeladenne Forumsdateien, gibt es einen greywatertower bei SuSaNa als open access:  https://www.susana.org/en/knowledge-hub/resources-and-publications/case-studies/details/90 . Die zwei Bauweisen sind dabei etwas unterschiedlich.

      Zur Dimensionierung doch noch hier an dieser Stelle: das hängt sehr vom Input ab - daher gar nicht so einfach was pauschal zu sagen! Ein Beispiel für Wasser aus Handwaschbecken (na klar mit Ökoseife ohne Desinfektionswirkung - wenn Sand als Hauptsubstrat benutzt wird:
      - vertikale Fließstrecke ca 1m)
      - Oberfläche ca 0,8m²
      -> für ca 60L/Tag
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    • Dankeschön :-)
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