Die Stadt Puchheim bei München hat sich von der „Essbaren Stadt Andernach“ inspirieren lassen. 2016 gab der Vortrag des ehemaligen Andernacher Bürgermeisters den Anstoß zu dem vielfältigen Mitmachprojekt „Stadtbeete Puchheim“. Seit dem Start mit sogenannten „Big Bags“ (große, feste Plastiktüten, die mit Erde gefüllt werden können), die Kinder mit ihren Vorstellungen einer essbaren Stadt bemalten, hat sich ein Netzwerk unterschiedlicher Gartenprojekte im öffentlichen Raum entwickelt. Den Bürgergarten direkt an der S-Bahn pflegt eine Gruppe Ehrenamtlicher, ernten darf hier jede*r, die Bürgeräcker bieten eigene und gemeinschaftliche Parzellen. Es gibt Bewohnergärten für Anwohner*innen, Hochzeitswiesen, auf denen Paare Obstbäume pflanzen und pflegen. Kräuterspiralen, Erntesträucher und Streuobstwiesen. Im Stadtraum verteilte Hochbeete ergänzen das große Angebot des Gärtnerns und Erntens in der Stadt.
Die Stadtbibliothek ist natürlich auch Saatgutbibliothek. Online haben Nutzer*innen die Möglichkeit, Obst und Gemüse weiterzugeben und zu tauschen.
Viele der Projekte werden von Ehrenamtlichen getragen und von der Kommune koordiniert. Wasser kommt aus Brunnen, die die Stadt hat schlagen lassen, Werkzeuge werden gestellt und in großen Kisten an den Flächen gelagert - zugänglich für alle.
2018 wurde das Projekt im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Sonderwettbewerb „Soziale Natur – Natur für alle“ ausgezeichnet.
Die „Stadtbeete Puchheim“ sind breit in der Stadt verankert.
Der Bürgermeister betonte bei der Jubiläumsveranstaltung am 20.02.2026, dass es eines der erfolgreichsten Projekte ist, das Politik und Verwaltung zusammen mit der Bürgerschaft umgesetzt haben. Die Stadtbeete sind inzwischen ein Markenzeichen von Puchheim.
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Flyer mit Kurzbeschreibung der Flächen und Beete (PDF).
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