Mitten in Regensburg, ruhig gelegen und dennoch campusnah, wächst seit mehreren Jahren ein Ort, an dem weit mehr entsteht als nur Gemüse und Kräuter. Der Interkulturelle Garten von Campus Asyl bringt Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammen und schafft Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsames Lernen.
Das Konzept dahinter ist einfach: Gemeinsam gärtnern verbindet. Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, Herkunftsländer und Lebensrealitäten kommen hier zusammen, bauen Gemüse und Kräuter an, werkeln an neuen Projekten oder verbringen einfach Zeit miteinander. Der Garten schafft dabei einen offenen Raum, in dem Austausch ganz selbstverständlich entstehen kann, unabhängig von Sprache, Herkunft oder Vorerfahrung.
Was den Garten besonders macht, zeigt sich laut Sebastian, einem der Aktiven im Projekt, vor allem im Alltag vor Ort: „Unter allen Urban-Gardening-Projekten in Regensburg sorgt die campusnahe und zugleich ruhige Lage des Interkulturellen Gartens für eine ideale Gelegenheit für Studierende und Anwohner, vom stressigen Alltag abschalten zu können.“ Gerade diese Mischung aus ruhigem Rückzugsort und lebendigem Gemeinschaftsprojekt mache den Garten für viele besonders.
Der Garten versteht sich als offener Ort für alle. Durch Spenden und kleinere Förderungen finanziert, bleibt das Projekt beitragsfrei und ermöglicht so auch Menschen ohne eigenen Garten einen einfachen Zugang zum gemeinschaftlichen Gärtnern. Gerade in Zeiten von Klimawandel, steigenden Lebenshaltungskosten und knapper werdendem Wohnraum sei das besonders wichtig. Auf individuellen Beeten können Teilnehmende eigene Ideen umsetzen, praktische Erfahrungen sammeln und sich mit anderen austauschen.
Neben dem gemeinsamen Arbeiten spielen auch die sozialen Momente eine große Rolle. Besonders gerne erinnert sich Sebastian an das jährliche Sommerpicknick im Garten: „Alle haben eine Kleinigkeit zum Snacken und gute Laune mitgebracht.“ Genau solche Momente machen den Garten zu einem Ort der Gemeinschaft und zeigen, wie leicht Begegnung entstehen kann, wenn Menschen gemeinsam etwas gestalten.
Ob beim Pflanzen, Bauen, Gießen oder einfach beim Zusammensitzen, der Interkulturelle Garten lebt vom Mitmachen und von den Menschen, die ihn gestalten. Neue Interessierte sind jederzeit willkommen.
(Text: Flora Lehner, CampusAsyl)
Zur Website
Neuste Kommentare