In vielen Gemeinschaftsgärten wachsen Obstbäume. Es gibt großes Interesse daran zu lernen, wie die Bäume fachgerecht geschnitten werden können, damit sie gesund bleiben, lange leben und viele schmackhafte Früchte tragen.
Die Baumwartin des Chemnitzer Ideengartens lud Ende Februar zu einer praxisnahen Einführung in die Obstbaumpflege ein. Gemeinschaftsgärtner*innen und Gäste aus Chemnitz, Leipzig und Dresden kamen zusammen, um sich mit den Grundlagen des Jung- und Altbaumschnitts zu beschäftigen.
Bei Jungbäumen geht es um die Förderung eines stabilen Kronengerüsts, das in späteren Jahren die Früchte gut hält. Bei Altbäumen möchte man mehr Licht in die Krone bringen, die Lebensdauer verlängern und Krankheiten vorbeugen. Im Ideengarten stehen junge, alte, kleine, mittlere und sehr große Obstbäume verschiedener Sorten, deren Pflegezustand recht unterschiedlich ist. Ideale Bedingungen für den Workshop. Die Baumwartin zeigte und erklärte jeden Schnitt. Deutlich wurde, dass jeder Baum, jeder Ast, aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden sollte: Welcher Ast kann bei Jungbäumen ein guter Leitast werden? Welcher Schnitt kann bei Altbäumen mehr Licht in die Krone bringen?
Auch die Versorgung von Schnittwunden wurde thematisiert. Vorgestellt wurden natürliche Methoden wie ein Lehmverband, der mit Jute
abgedeckt wird. Praktische Tipps ergänzten den Workshop – etwa die Markierung möglicher Leitäste mit farbigen Wollfäden, die Spreizung enger Äste mit Haselnussruten oder die Pflege der Baumscheiben. Ebenfalls vorgestellt wurden geeignete Werkzeuge wie die Schneidgiraffe (eine Teleskopschere), Baumsägen und leichte, standsichere Leitern mit Leiterdornen.
Am Ende des Tages nahmen die Gärtner*innen nicht nur neues Wissen mit nach Hause, sondern auch frische Motivation, sich den Obstbäumen in ihren Gemeinschaftsgärten mit Sorgfalt zu widmen.
Wer sich für das Thema interessiert, findet hier den Mitschnitt des Webinars „Naturnahe Obstbaumschnitt in Gemeinschaftsgärten“.
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