Jetzt ist die Zeit der Saatgutfestivals und Saatguttauschbörsen. An vielen Orten finden sie statt – zunehmend auch in Kooperation mit Gemeinschaftsgärten oder direkt in den Gärten selbst.
Ziele sind u.a. die Erhaltung der Sortenvielfalt sowie die Förderung der biologischen Vielfalt in den Gärten. Neben dem Tauschen bieten viele Börsen und Festivals Workshops und Vorträge an. Wissen wird geteilt, Erfahrungen ausgetauscht, es kann gefachsimpelt werden und Anfänger*innen treffen auf Expert*innen.
So organisiert beispielsweise das Ökologische Bildungszentrum in München schon zum achten Mal ein großes Saatgutfestival (01.03.), das auch Gemeinschaftsgärtner*innen mitgestalten. Das Hamburger Gemeinschaftsgarten-Netzwerk stellt auch dieses Jahr wieder das Saatgutfest in Hamburg (28.02.) auf die Beine. Und am Nürnberger Saatgutfestival mit Workshops, Aktionen und Kochshow (14.02) findet die Saatguttauschbörse im Gemeinschaftsgarten Nürnberger Stadtgarten statt. Auch immer mehr Bibliotheken bieten Saatgut an , u.a. die Zentral- und Landesbibliothek Berlin, die mit Partner*innen einen Tag rund um Saatgut (21.03.) organisiert.
Im Kalender des Vereins zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) werden laufend neue Termine in ganz Deutschland veröffentlicht.
Für Gemeinschaftsgärtner*innen sind diese Veranstaltungen eine gute Gelegenheit, Saatgut für die kommende Saison zu erhalten und eigenes (keimfähiges, samenfestes) Saatgut weiterzugeben. Das Saatgut sollte mit Kulturart, Sortenname, ggf. kurzer Beschreibung und dem Jahr der Saatgutgewinnung beschriftet sein. Es darf nur getauscht/verschenkt und nicht verkauft werden.
Im Praxiswissen „Saatgut und Pflanzen vermehren“ sind Informationen zur Saatgutgewinnung und Stecklingsvermehrung zu finden. Vertiefende Materialien bietet außerdem das Projekt „Vielfalt bewahren – Wie geht das?“ des VEN unter anderem zu Aussaat und Anzucht, Samenernte, Saatgewinnung, rechtlichen Grundlagen und mit Tipps zum Saatgutkauf.
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