Seminar: Die (extreme) Rechte zwischen Klimawandelleugnung und Klimanationalismus

Von 27.06.2025 16:00 bis 28.06.2025 17:00

Hintergründe verstehen, Argumentations- und Handlungsstrategien entwicklen

 

Extrem rechte Akteur*innen bestreiten entweder den menschengemachten Klimawandel oder sie sehen die Ursache für die Klimakatastrophe im Bevölkerungswachstum des globalen Südens. Je nach Adressat*innen bedienen sich diese Akteur*innen unterschiedlicher Strategien. Hierzu zählt die Diffamierung von Aktivist*innen ebenso wie die antisemitische Verschwörungserzählung einer im Verborgenen operierenden (jüdischen) Elite. Gleichzeitig bemühen sich die antidemokratischen Kräfte mit Argumenten des Natur- und Artenschutzes um Windkraftgegner*innen. Demokratische Akteur*innen des Natur- und Umweltschutzes oder des (ökologischen) Landbaus sind mit Kooperationsanfragen, Vereinnahmungsstrategien und Unterwanderungsversuchen von rechts konfrontiert.

In dem Workshop gehen wir den Fragen nach, welche Beweggründe extrem rechte Akteur*innen haben, sich in diesen Themenfeldern zu engagieren? Welche Ziele verfolgen sie? Wir schauen auf die historischen und die aktuellen Verknüpfungen des deutschen Natur- und Umweltschutzes mit extrem rechten Ideologien. In dem Workshop werden (extrem) rechte Akteur*innen und deren Positionen im Themenfeld Klima- und Energiepolitik vorgestellt und eine solidarische Gegenperspektive der Klimagerechtigkeit aufgezeigt.

Ein Fokus des Workshops liegt auf der Handlungsebene: wir üben, rechte Aussagen zu entkräften und diskutieren konkrete Handlungsstrategien für einen demokratischen Natur- und Klimaschutz.

Ihr übt und lernt

  • demokratiefeindliche und menschenverachtende Ideologien und Denkmuster im Kontext von Natur- und Klimaschutz zu erkennen,
  • die eigene Position gegen Menschen- und Demokratiefeindlichkeit zu stärken und gegen rechte Argumentationsmuster Haltung zu beziehen,
  • Argumentationsstrategien, um selbstbewusst, sicher und zielorientiert mit menschenverachtenden und typisch rechtsextremen Aussagen umzugehen,
  • Handlungsstrategien, um den Angriffen auf die Demokratie theoretisch und praktisch zu begegnen.

 

Der Workshop geht am Freitag von 16.00 - 20.00 und am Samstag von 10.00 - 17.00 Uhr.


Das Seminar wird von Referent*innen der Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN) geleitet. FARN wurde von den NaturFreunden Deutschlands und der Naturfreundejugend Deutschlands gegründet und untersucht historische und aktuelle Verknüpfungen des deutschen Natur- und Umweltschutzes mit extrem rechten und völkischen Strömungen. Darüber hinaus identifiziert FARN antidemokratische und menschenverachtende Ideologien und Denkmuster im Natur- und Umweltschutz und erarbeitet demokratische Gegenentwürfe.

 

 

Weitere Informationen und Anmeldung hier.