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  •   werner hat den Beitrag vor 6 Monaten kommentiert
    Ich bin auf der Suche nach leicht verständlichen Beschilderungen für den Komposthaufen in verschiedenen Sprachen für den Interkulturellen Garten. Wir sprechen hier deutsch, arabisch, englisch und noch mehr Sprachen..
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    • Mit "compost" findest Du verschiedene Icons, die meisten sind ein paar horizontale Balken und darüber ein paar Kringel. Oder soll es detaillierterMit "compost" findest Du verschiedene Icons, die meisten sind ein paar horizontale Balken und darüber ein paar Kringel. Oder soll es detaillierter werden?   Mehr...
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    • Ich schau auch noch mal in mein Bildwörterbuch, ob ich da eine gute Anregung finde.

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    • Liebe Tine,
      ich kenne aus den Interkulturellen Gärten auch das, was Werner vorschlägt: Beschilderung mit Bildern, Icons, Pictogrammen. Für KompostLiebe Tine,
      ich kenne aus den Interkulturellen Gärten auch das, was Werner vorschlägt: Beschilderung mit Bildern, Icons, Pictogrammen. Für Kompost z.B. grüner Haken oder Smiley bei all den Materialien, die rein können und sollen und rotes Kreuz durch die Bilder/Icons von Materalien und Gegenständen, die nicht auf den Kompost gehören. Oder diese mit dem Gegenteil eines Smileys kennzeichnen.
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    • In meinem Bildwörterbuch waren nur Bilder fürs Reisen, ein bisschen Gemüse, aber nichts Richtung Gärtnern.
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  •   KanTe Ari hat den Beitrag vor 6 Monaten kommentiert
    Hallo liebe Gemeinschaftsgärtner!
    Könnt Ihr mal eure Erfahrungen oder Handlungsempfehlung von dem Umgang mit Urin ausTrenntoiletten berichten ?
    Düngt ihr damit ? Wie lange lagert ihr und Wo/ wie ?
    Wie ist euer Rhythmus der Reinigung der Anlage...
    Hallo liebe Gemeinschaftsgärtner!
    Könnt Ihr mal eure Erfahrungen oder Handlungsempfehlung von dem Umgang mit Urin ausTrenntoiletten berichten ?
    Düngt ihr damit ? Wie lange lagert ihr und Wo/ wie ?
    Wie ist euer Rhythmus der Reinigung der Anlage oder wer kümmert sich um das Säubern der Toiletten - Gemeinschaftsaufgabe ?
    Gerne auch überhaupt was zu Trenntoiletten- in welchen Gärten wird angewendet?
    Bei uns Wuhlegarten besteht seit Jahren eine Kompost- Trenn- Toilette ...
    Möchte sich vielleicht jemand darüber austauschen?
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    • Liebe Trine, vielen Dank für deine Frage! Ich teile gerne meine Erfahrungen mit dir und geb paar Handlungsempfehlungen. Werde das aber erst heuteLiebe Trine, vielen Dank für deine Frage! Ich teile gerne meine Erfahrungen mit dir und geb paar Handlungsempfehlungen. Werde das aber erst heute Abend oder morgen schaffe. Hoffe, das ist ok. Solange schonmal ein Buch-Tip für dich:

       https://oekobuch.de/buecher/urin-fluessiges-gold-fuer-den-garten/
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    • ... Danke, Ari. In der Zwischenzeit: wer auch immer von euch eigene Erfahrungen hat damit, meldet euch hier sehr, sehr gerne zu Wort. Ganz ohne... Danke, Ari. In der Zwischenzeit: wer auch immer von euch eigene Erfahrungen hat damit, meldet euch hier sehr, sehr gerne zu Wort. Ganz ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder die perfekte Rechtschreibung. Das Forum lebt von eurer Teilnahme und wir freuen uns sehr, wenn ihr Sachen fragt & sagt
      Liebe Grüße,
      Lisa
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    • Hallo Trine,
      leider ist grade eine lange Antwort von mir verloren gegangen. Schade... Aber dann schreib ich jetzt nochmal.

      1) Zur Lagerung:
      DieHallo Trine,
      leider ist grade eine lange Antwort von mir verloren gegangen. Schade... Aber dann schreib ich jetzt nochmal.

      1) Zur Lagerung:
      Die Weltgesundheitsorganisation und auch das Schweizer Wasserforschungsinstitut Eawag (so wie viele andere) empfehlen Urin für min. 6 Monate zu lagern (in unserem Klima). Während der Lagerung steigt der pH-Wert auf über 9 an. Bei diesem höheren pH-Wert können Krankheitserreger, selbst Wurmeier, nicht mehr überleben und sterben ab. Die Lagerung ist also wichtig zur Hygienisierung!
      Dabei passiert ein Prozess, der heißt Hydrolyse (=Aufspaltung von einer chemischen Verbindung durch Reaktion mit Wasser). Enzyme (die Urease heißen) spalten Harnstoff in Ammonium oder Ammoniak und noch weitere. Ammonium und Ammoniak sind beides Stickstoffformen.
      Ammonium wollen wir als Dünger nutzen; das können Pflanzen als Stickstoff aufnehmen, bzw. wird es Boden nochmal zu Nitrat (eine andere Stickstoffform), die vielen Pflanzen noch besser aufnehmen können.
      Ammoniak ist das, was einen beißenden unangenehmen Geruch macht und ist auch ein Klimagas; also nicht so toll. Daher ist wichtig, dass der Urin bei der Lagerung möglichst in dicht verschlossenen Behältern ist, dass nicht so viel Ammoniak entweichen kann (und es weniger stinkt).
      Bei der Lagerung kann auch umgekehrt mit dem pH-Wert gearbeitet werden. Statt ihn zu erhöhen (was automatisch bei Lagerung passiert, da diese Hydrolyse passiert), könnt ihr ihn auch senken. Auch bei einem niedrigen pH-Wert sterben Krankheitserreger ab. Ein Weg wäre die Milchsäurefermentation. Dazu gebt ihr Milchsäurebakterien (wie sie bei Bokashi oder EMs eingesetzt werden) dem Urin zu. Ihr müsst aber auch Zucker zugeben. Und zwar 2 g pro Liter Urin. Da eine Person ca. 1 Liter Urin pro Tag "produziert" kann da schnell ne Menge Zucker zusammen kommen. Vorteil: durch die Fermentation wird dann die Hydrolyse unterbunden, d.h. es bildet sich kein Ammonium, aber auch kein Ammoniak. Die Umwandlung des Stickstiffs in einer Form, die für Pflanzen verfügbar ist, passiert dann erst im Beet. Ein weiterer Nachteil (neben dem Zuckerverbrauch) der Milsäuregärung ist hier: funktioniert nur im Sommer, da die Organismen, die hier arbeiten, es gerne warm haben.
      --> Lagerung ist am meisten Low-Tech und sicher; aber leider mit Ammoniak-Emissionen verbunden.

      2) Zur Düngung: die Daumenregel ist: 1 Liter Urin pro Quadratmeter und Jahr. Kommt natürlich darauf an, was ihr anbaut (brauchen die viel oder wenig Nährstoffe) und wie viel (wie dicht gepflanzt). Das heißt pro Pflanze ist das nur sehr wenig. Daher wird Urin meist mit Wasser verdünnt, um nicht doch zu viel aufzubringen. Manchen verdünnen auch, um die empfindlichen/zarten Jungpflanzen nicht mit dem hohen pH-Wert zu stressen. Empfehlungen zur Verdünnung gibt es viele von 1:3 (Urin:Wasser) bis 1:20; kommt eben darauf an, für welche Pflanzen, wie oft du düngst, wie viel du damit gleich auch gießen willst, etc.

      So, jetzt hab ich schon wieder viel geschrieben.
      Jetzt noch ein paar Links, wo du noch weiter lesen kannst. Und dann gerne nochmal andere ihre Erfahrungen teilen; grade zu den Fragen zu wer kümmert sich, wie wird das kümmern organisiert, etc.


      Weiterführenden Infos findest du hier:
       https://kante.info/download-bereich/fuer-oekoklos/

      Zum Beispiel:
      Webinar: Kompostklo! Und dann? (Jul 2020; dt): Video (youtube) und Präsentation (pdf)

      Webinar-Reihe zu Kompostklos und TTT (Jun 2016; alle dt.)
      Teil 1: Grundlagen ökologischer Sanitärversorgung: Präsentation (pdf)
      Teil 2: Ökoklo und Co – praktisch werden! Präsentation (pdf) und Video (youtube)


      Weitere praktische Tips auch hier:
       https://sswm.info/factsheet/urine-fertilisation-%28small-scale%29

      Oder auf Youtube gibt es auch einige Videos...

      Und das hier, ist noch eine jüngst erschienene spannende wissenschaftliche Arbeit zu Urin als Dünger:  https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/10643389.2020.1838214?journalCode=best20



      Quellen:
      WHO:  https://www.susana.org/en/knowledge-hub/resources-and-publications/library/details/1004
      Eawag: Compendium
      Bachelorarbeit Florian Augustin zur Milchsäurefermentation (auf Anfrage erhältlich)
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    • Danke für die ausführliche Erklärung. Ich habe mir das Buch „Urin flüssiges Gold“ auch in der Bibliothek vorbestellt.
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    • Super, viel Spaß damit!
      Oben habe ich grade noch einen Vortrag gepostet; ich fand den sehr spannend!

      Und hier noch zwei Literatur-Tips nachgereicht,Super, viel Spaß damit!
      Oben habe ich grade noch einen Vortrag gepostet; ich fand den sehr spannend!

      Und hier noch zwei Literatur-Tips nachgereicht, kannst du direkt als PDF runterladen:

      JOHANSSON, M. (2000): Urine Separation - Closing the Nutrient Cycle. Final Report of the R&D Project: Source-Separated Human Urine - A Future Source of Fertilizer for Agriculture in the Stockholm Region.
       https://sswm.info/sites/default/files/reference_attachments/JOHANSSON%202000%20Urine%20Separation%20-%20Closing%20the%20Nutrient%20Cycle_0.pdf

      Practical guidance on the use of urine in crop production:
       http://www.ecosanres.org/pdf_files/ESR2010-1-PracticalGuidanceOnTheUseOfUrineInCropProduction.pdf
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  • Trine folgt jetzt Gudrun Walesch
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  • Trine ist jetzt mit Gudrun Walesch befreundet
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  •   Gudrun Walesch hat den Beitrag vor 11 Monaten kommentiert
    Gudrun, gibt es eine lokale Berliner Gruppe, wo man sich vernetzen kann , ausleihen oder Hilfe bekommt?
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