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Jungpflanzen abhärten
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In unserem letzten Beitrag erwähnten wir, dass wir die angezogenen Jungpflanzen vor dem Verpflanzen ins Freiland abhärten. Wie genau das aussieht, soll diese Woche Inhalt eines kurzen Textes sein.
Pflanzen abhärten ist so ähnlich, wie den Winter und Frühling über kalt zu duschen, um beim Anbaden im Frühsommer möglichst unbeeindruckt vom kalten Wasser zu sein/erscheinen. Allerdings duschen wir die Jungpflanzen natürlich nicht.
Stattdessen fangen wir circa eine Woche bis einige Tage vor dem Pflanztermin an, die Pflanzen aus der Anzucht – ob das in der eigenen Wohnung, im Folientunnel oder Ähnlichem ist – nach draußen zu stellen. Voraussetzung ist natürlich, dass es nicht mehr friert. Wichtig ist außerdem, sie anfangs nicht direkt in die Sonne zu stellen, sondern an einen schattigen Platz, sonst besteht die Gefahr eines Sonnenbrandes, da die Pflanzen kein UV-Licht in der „Konzentration“ gewöhnt sind. Über Nacht werden sie zunächst wieder rein geräumt. Sobald die Nächte garantiert frostfrei (über 4°C → Eisheilige! Ende Mai!) sind und der Pflanztermin näher rückt, können sie auch ganz draußen bleiben, zumindest die empfindlichen Fruchtgemüse. Anderes, wie Kohl, Salate etc. darf es auch mal etwas kühler haben. Das Abhärten sorgt dafür, dass der Pflanzschock nicht ganz so groß ist und die Pflänzchen Gelegenheit haben, sich zu akklimatisieren, sodass sie gut loswachsen können.
Mit unseren überwinternden Samenträgern der zweijährigen Kulturen machen wir das auch so, fangen damit im Winter schon am, indem wir sie erst dann ins dunkle Lager räumen, wenn der Frost kommt. Insbesondere bei den Wurzelgemüsen ist es beeindruckend, wie schnell sie weiterwachsen. Das habt ihr bestimmt bei Lagermöhren schon erlebt, selbst wenn sie ausschließlich dunkel gelagert waren. Wenn sie dann ab den ersten sonnigeren Tagen wieder draußen stehen, haben sie bis zur Pflanzung Ende März/Anfang April schon wieder richtig viel grünes Laub. Damit lässt sich ziemlich Eindruck schinden/es sieht ziemlich witzig aus, wenn nach so einer Pflanzaktion dann sofort der Acker begrünt ist – der Effekt ähnelt ein bisschen den Eichen, die bei Asterix und Obelix aus den verzauberten Eicheln wachsen. 😉
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