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Vor gut einer Woche haben die Grünen ihr neues Grundsatzprogramm verabschiedet. Der Beschluss zum Thema Gentechnik war im Vorfeld heiß umstritten und mündete darum in einen Kompromiss. Zwar spricht sich die Mehrheit der Grünen noch immer gegen...
Vor gut einer Woche haben die Grünen ihr neues Grundsatzprogramm verabschiedet. Der Beschluss zum Thema Gentechnik war im Vorfeld heiß umstritten und mündete darum in einen Kompromiss. Zwar spricht sich die Mehrheit der Grünen noch immer gegen die Anwendung von Gentechnik in der Landwirtschaft aus (während ca. ein Viertel für eine Deregulierung stimmte), der Kompromisstext wird aber von Medienseite schon in Richtung "Aufweichung" der bisher klar ablehnenden Haltung interpretiert.
Darum möchte ich Euch heute die IG Saatgut (Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit) vorstellen. Das ist ein Zusammenschluss größtenteils ökologisch produzierender Saatgutvermehrer*innen und Pflanzenzüchter*innen sowie Erhaltungsinitiativen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gemeinsam wird versucht, die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen zur Sicherung einer gentechnikfreien Saatgutarbeit aufrecht zu erhalten. Hier der Link zur Homepage: http://www.gentechnikfreie-saat.org/informationen.html
Falls ihr Euch selbst noch mehr über die (neuen) gentechnischen Verfahren informieren und Argumente dagegen sammeln wollt, dann sei Euch diese wirklich sehr verständliche Broschüre der IG empfohlen: http://www.gentechnikfreie-saat.org/files/ig_broschuere_2020-07-24_web_einzelseiten.pdf
Für uns, die wir in der ökologischen Vermehrung und Züchtung arbeiten, ist Koexistenz einfach unmöglich denk- und erst recht nicht machbar. Und wenn ihr in Euren vielen Gemeinschaftsgärten selbst Saatgut gewinnen oder Sorten erhalten wollt, könnte Euch eine Deregulierung der aktuellen Gesetzgebung auch vor große Probleme stellen. In diesem Sinne: Gentech? - Nein Danke!
Eine schöne Woche wünscht Euch Alex
  1.   ToniUndAlex
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  4. Letzte Antwort von Gudrun Walesch
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Jetzt wird es langsam Zeit, falls Euer dieses Jahr nicht verbrauchte Saatgut noch im Gartenhäuschen oder der Laube rumliegt, dieses mal schleunigst nach Hause, ins Trockene, zu holen! Und es nächstes Jahr nur für die jeweilige Aussaat...
Jetzt wird es langsam Zeit, falls Euer dieses Jahr nicht verbrauchte Saatgut noch im Gartenhäuschen oder der Laube rumliegt, dieses mal schleunigst nach Hause, ins Trockene, zu holen! Und es nächstes Jahr nur für die jeweilige Aussaat mitzunehmen.
Die ganzen üblichen Gartenbauten wie Lauben und Schuppen und Bretterbuden mögen praktisch, weil nah, für die Aufbewahrung des Saatguts sein, aber sind dennoch aus "Saatgutsicht" denkbar ungeeignet. Samen mögen es am liebsten trocken, dunkel und einigermaßen kühl. In Gartenhäuschen ist das Saatgut großen Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ausgesetzt, wird dadurch ziemlich "verwirrt" (Soll ich jetzt loskeimen?... Ah nein, doch nicht.... Aber jetzt vielleicht?...) und verliert so viel schneller seine Keimfähigkeit. Samen sind in einer Art schlummerndem Ruhezustand und diese Schwankungen fühlen sich wahrscheinlich ähnlich an, wie ein sehr unruhiger Schlaf. Nach so einer Nacht steht niemand locker flockig auf.
Am besten ist es, sie in einem Behälter (bspw. Schraubgläser) in einem Schrank oder Karton (dunkel) in einem Raum des Hauses aufzubewahren, der nicht sehr geheizt wird. Dann wissen die Samen ganz sicher, dass sie noch schlafen dürfen. Und wenn wir sie dann im Frühjahr wecken, sollte das Aufstehen kein Problem sein. Schöne (Tag-)Träume wünscht Alex
  1.   ToniUndAlex
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  4. Letzte Antwort von Cine
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Hier gibt es eine schöne Anleitung, wie man aus den geernteten Tomaten das Saatgut fürs nächste Jahr gewinnen kann:

  1.   Gärtner
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eine Mitgärtnerin empfahl mir, im Herbst noch Kartoffel zu setzen, weil die den Boden über den Winter auflockern und aufbereiten.

Klappt das?
Kann ich einfach die Kartoffel mit Augen nehmen, die ich zu lange gelagert hatte? Oder extra...
eine Mitgärtnerin empfahl mir, im Herbst noch Kartoffel zu setzen, weil die den Boden über den Winter auflockern und aufbereiten.

Klappt das?
Kann ich einfach die Kartoffel mit Augen nehmen, die ich zu lange gelagert hatte? Oder extra Saatkartoffel kaufen?
Bis wann müssen die in die Erde? Bei der aktuellen Wetterlage, dass bis Ende September noch Sommer ist.
Wie lange bleiben die dann drin?

Reicht die Bewässerung durch Niederschlag?

Kann ich drüber und dazwischen dann noch sowas wie Feldsalat, Portulak oder ähnliches säen?
  1.   werner
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  4. Letzte Antwort von werner
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hier können wir Links sammeln, wo Saatgut bestellt werden kann.
  1.   werner
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  4. Letzte Antwort von EikeW
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Hallo @EikeW und alle anderen Profis

dieses Jahr hatte ich versucht, neue Lavendelpflänzchen zu ziehen von den Blüten vom letzten Jahr. Ich dachte, ich nehm einfach die geernteten und getrockneten Blüten und leg sie im März in die Erde und...
Hallo @EikeW und alle anderen Profis

dieses Jahr hatte ich versucht, neue Lavendelpflänzchen zu ziehen von den Blüten vom letzten Jahr. Ich dachte, ich nehm einfach die geernteten und getrockneten Blüten und leg sie im März in die Erde und gieße. Nach einigen Wochen kamen ein paar zarte Blättchen raus ... das waren dann Stiefmütterchen :-D

Bei einem Plausch im Gemeinschaftsgarten hörte ich, dass Lavendel eben nicht so einfach zu vermehren sei. Habt Ihr Tipps, wie es gelingt? Ich würde gerne ein paar Pflänzchen aufziehen, die ich dann auf die Baumbeete meiner Straße verteile.

:-) werner
  1.   werner
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  4. Letzte Antwort von EikeW
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Mein Gedanke ist, jedesmal aus den Pflanzen wieder ein paar Samen zu gewinnen fürs nächste Jahr. Jetzt habe ich gehört, dass ich da aufpassen muss, weil sich die Pflanzen verändern. Speziell Zucchini können wieder ihre giftigen Anteile entwickeln...
Mein Gedanke ist, jedesmal aus den Pflanzen wieder ein paar Samen zu gewinnen fürs nächste Jahr. Jetzt habe ich gehört, dass ich da aufpassen muss, weil sich die Pflanzen verändern. Speziell Zucchini können wieder ihre giftigen Anteile entwickeln (ich erinnere mich an eine geschenkte Riesenzucchini, die wir - ungetestet - zu einem schönen Auflauf verarbeitet hatten und dann schon der erste Happen seltsam metallisch schmeckte, absolut ungenießbar, eine Rückfrage bei der Spenderin ergab, dass das passieren kann bei "Gartenzucchini"). Gut, ich teste jetzt halt vorher den Geschmack und dann kommt die Pflanze eben auf den Kompost.

1. kann ich sowas vermeiden?
2. passiert das auch bei anderen Gemüsesorten?


  1.   werner
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  4. Letzte Antwort von werner
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auf dem Baumbeet vorm Haus blühen schon die Ringelblumen, wie kann ich da das Saatgut daraus gewinnen? Ich schätze, die könnten dann ja in einigen Wochen schon wieder ausgeplanzt werden (in die leeren Baumbeete ein paar Häuser weiter).
  1.   werner
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  4. Letzte Antwort von werner
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