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Damit Pflanzen wachsen und gedeihen, brauchen sie Nährstoffe. Diese Nährstoffe holen sie meist aus dem Boden. Die Nährst...
Damit Pflanzen wachsen und gedeihen, brauchen sie Nährstoffe. Diese Nährstoffe holen sie meist aus dem Boden. Die Nährstoffe, die eine Pflanze dem Boden oder der Erde in Töpfen oder Hochbeeten entzogen hat, sollten wieder aufgefüllt werden. So hat auch die nächste Pflanze wieder Nährstoffe zum Wachsen. Und deshalb düngen wir! Es gibt so einige Materialien in eurem Garten, aus denen ihr selber Kompost und andere Dünger machen könnt. In dieser Gruppe geht es genau darum. Wie und woraus können wir Dünger selber machen? Wieviel Dünger braucht welche Pflanze? Wann dünge ich am besten? Was habt ihr für Fragen dazu?

Damit Pflanzen wachsen und gedeihen, brauchen sie Nährstoffe. Diese Nährstoffe holen sie meist aus dem Boden. Die Nährstoffe, die eine Pflanze dem Boden oder der Erde in Töpfen oder Hochbeeten entzogen hat, sollten wieder aufgefüllt werden. So hat auch die nächste Pflanze wieder Nährstoffe zum Wachsen. Und deshalb düngen wir! Es gibt so einige Materialien in eurem Garten, aus denen ihr selber Kompost und andere Dünger machen könnt. In dieser Gruppe geht es genau darum. Wie und woraus können wir Dünger selber machen? Wieviel Dünger braucht welche Pflanze? Wann dünge ich am besten? Was habt ihr für Fragen dazu?

Expertinnen:

Ari ist Ingenieurin & Forscherin. Bei KanTe plant & baut sie Kompostklos und macht Umwelt- und Technikbildung für Kinder und Erwachsene zu verschiedenen Themen wie zum Beispiel Kompostklos, Kompostierung, Kimawandel, erneuerbaren Energien oder Solarenergie. Zusätzlich forscht Ari zu Recycling-Düngern aus Inhalten aus Komposttoiletten.

Miren ist Gartenaktivistin. Sie hat das Allmende-Kontor und den KuBiZ-Garten in Berlin mit aufgebaut und setzt sich seit Jahren für die Vernetzung und Sichtbarkeit von Gemeinschaftsgärten ein. Fasziniert von dem unsichtbaren Leben unter unseren Füßen hat sie 2018 das Projekt BodenschätzeN ins Leben gerufen, mit dem Ziel vielfältige praktische Bezüge zu dieser lebenswichtigen Ressource herzustellen. Sie gibt Workshops zum Thema Kompostierung.

Franzi ist Agrar- & Umweltwissenschaftlerin und hat sich auf die Bereiche Bodenkunde und Pflanzenernährung spezialisiert. Sie forscht aktuell an verschiedenen Recycling-Düngern aus organischen Abfällen und Abwasser.
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  • Hallo Miren, es ist nicht die "Lagerzeit" die die Tenside abbaut, sondern wo und wie du lagerst. Sie zerfallen im Sonnenlicht, unter Einwirkung von Sauerstoff oder Hitze. Praktisch ist es am einfachsten, wenn sie sich irgendwo binden z.B. an Kompost ...
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  • Miren hat auf die Diskussion Biologisch abbaubare Seifen, Tenside und Kompost geantwortet
    vielen lieben Dank an Ari, Nike und Volker für eure detailierte Antworten! ok, also, Lagerungszeit ist wichtig um die Primärtenside abzubauen. Was bewirken diese: Sind diese Primärtenside eigentlich diejenigen, die sich an Fettbestandteile binden? ...
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  •   Daniel Überall hat den Beitrag vor 1 Monat kommentiert
    Ich bitte um eine Einschätzung zu folgender Frage bzgl. des Einsatzes von Urin im Garten: In dem interessanten Buch "Humusaufbau" schreibt Gerald Dunst, dass möglichst wenige leicht lösliche Dünger auf dem Acker/Beet eingesetzt werden sollen, da...
    Ich bitte um eine Einschätzung zu folgender Frage bzgl. des Einsatzes von Urin im Garten: In dem interessanten Buch "Humusaufbau" schreibt Gerald Dunst, dass möglichst wenige leicht lösliche Dünger auf dem Acker/Beet eingesetzt werden sollen, da die hohe Salzkonzentration das wichtige Wachstum der Mykorrhizapilze reduziere. Nun enthält Urin eine nicht zu vernachlässigende Menge an Salz. Daher die Frage: Ist es wirklich eine gute Idee, Urin zur Düngung einzusetzen? Oder wird durch Urin die Bodenfruchtbarkeit auf Dauer infolge einer Aufsalzung beeinträchtigt? Für die Antworf auch schon im Voraus vielen Dank.
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    • Hallo, ich habe einige Experimente mit Urin als Dünger gemacht. Am Besten eignet sich meiner Erfahrung nach Urin, der über Nitrifikation stabiliertHallo, ich habe einige Experimente mit Urin als Dünger gemacht. Am Besten eignet sich meiner Erfahrung nach Urin, der über Nitrifikation stabiliert wurde. Das ist ein sehr geeigneter Dünger, in Kombination mit Kompost! Kompost pflegt den Boden und liefert Nährstoffe, Urin-Dünger ist dann der Nährstoff-Booster, der flüssig aufgegeben wird, wenn die Pflanzen am meisten wachsen, und am meisten Nährstoffe brauchen.
      In Deutschland ist die Technik zur Düngerherstellung aus Urin ist noch in Entwicklung. Eine open source Anleitung für eine dezentrale Anlage zur Veredelung von Urin zu Dünger ist jedoch in Bearbeitung... Werde berichten, wenn es dazu neues gibt.
      In der Schweiz ist der Dünger schon zugelassen:  https://www.vunanexus.com/

      Zum Thema der Versalzung auch von mir noch ein Beitrag:

      Urin hat - abhängig von der Ernährung - oft einen erhöhten Salzanteil in Form von Natriumchlorid (NaCl) und kann die elektrische Leitfähigkeit von Böden erhöhen (Boh et al., 2013). Je nach Menge oder Häufigkeit der Ausbringung kann der erhöhte Gehalt an NaCl salzempfindliche Kulturpflanzen beeinträchtigen oder die Bodenstruktur negativ beeinflussen (bei zu viel Na) (Pernes-Debuyser & Tessier, 2004; Pawlett & Tibbett, 2015). Das Risiko betrifft vor allem aride und semi-aride Gebiete mit geringem Niederschlag, respektive Auswaschungen (ebenda). Es bedarf jedoch noch weiterer Forschung, um dieses Risiko für die gartenbauliche Nutzung abschließend bewerten zu können.
      In eigenen Versuchen haben wir die Versalzung bisher nicht messen können. Dauerfeldversuche mit Urin in Dänemark haben ebenfalls keine Versalzung belegen können.

      Aus:  https://www.igzev.de/wp-content/uploads/2021/12/Krause-et-al-2020_DIN-Risikoanalyse_DE-2.pdf
      Oder auf Englisch, mit den Quellen aus Dänemark:  https://link.springer.com/article/10.1007/s43615-021-00068-3

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    • Hallo Ari, vielen Dank für die fundierte Antwort und die interessante Risikoanalyse. Weiterhin frohes experimentieren!
      Gemeldet
    • hallo Oliver,
      von mir ein weniger wissenschaftliche Erfahrungsbericht - vll. hilft es aber für eine Laieneinschätzung beim Umgang mit Urin im Garten.
      hallo Oliver,
      von mir ein weniger wissenschaftliche Erfahrungsbericht - vll. hilft es aber für eine Laieneinschätzung beim Umgang mit Urin im Garten.
      Ich habe nämlich schonmal mit Uringaben übertrieben, so dass die Reaktion an den Stauden sichtbar war: sie haben rießengroße dunkelgrün verfärbte Blätter bekommen. Die Blätter waren außerdem auffällig weich.
      Später habe ich erfahren, dass hohe Mengen an Stickstoff folgendes bewirkt: die Fasser von den Pflanzen werden weich und das macht Pflanzen anfälliger für Pilzkrankheiten - auch das habe ich leider bei meine Stauden beobachten können.
      Außerdem kann auf diese Art und Weise viel Nitrat im Grundwasser landen, was unbedingt zu vermeiden ist. Das wurde ja schon erwähnt
      ...ähem... das ist viele Jahre her, das ich so gehandelt habe
      jetzt halte ich mich (immer pi mal Daum) an folgende Empfehlung: 1 Liter Urin pro m² pro Jahr. Das Liter ist 1 zu 10 mit Wasser verdünt natürlich
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    • Hi Miren,
      vielen Dank für den wertvollen Erfahrungsbericht. Und gutes, nachhaltiges Pflanzenwachstum!
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    • Test für Benachrichtigungen, bitte ignorieren.
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  • Hey Miren, normalerweise sind alle Tenside abbaubar. Das Problem ist wie von KanTe Ari beschrieben die Konzentration. Ein Tensid bindet sich an die Fettbestandteile von Viren, Bakterien und Pilzen und tötet oder beschädigt diese. Aber auch an Pflan ...
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