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Die Sonne scheint, die Temperaturen bleiben endlich über 10° und die Gartensaison geht los - juhu!!!
Wahrscheinlich sind viele von euch gerade (immer noch) dabei verschiedenstes Samen in die Erde zu stecken und Setzlinge zu machen, die dann...
Die Sonne scheint, die Temperaturen bleiben endlich über 10° und die Gartensaison geht los - juhu!!!
Wahrscheinlich sind viele von euch gerade (immer noch) dabei verschiedenstes Samen in die Erde zu stecken und Setzlinge zu machen, die dann später in eure Beete und Töpfe kommen.
Weil Pflanzzeit = Kompostzeit, hier ein paar Tips für euch:

So Pi mal Daumen solltet ihr etwa 1 bis 3 Liter Kompost pro Quadratmeter (m2) auf eure Beete geben.

Mehr Kompost, also eher 3 Liter pro Quadratmeter bei Pflanzen, die mehr Nährstoffe brauchen (die heißen "Starkzehrer").
So mittel-viel Kompost, also eher 2 Liter pro Quadratmeter bei Pflanzen, die weniger Nährstoffe brauchen (die heißen auch "Mittelzehrer").
Und weniger Kompost, also eher 1 Liter pro Quadratmeter bei Pflanzen die weniger Nährstoffe brauchen (die heißen auch "Schwachzehrer").

Zu den Starkzehrern gehören z.B. Aubergine, Tomaten, Artischocke, Gurke, Lauch/Porree, Rhabarber, Paprika, Melone, Kohl, Kartoffeln, Sellerie, oder Zuckermais.

Zu den Mittelzehrern gehören z.B. Mangold, Feldsalat, Rote Bete, Salat, Fenchel, Kohlrabi, Spinat, Zwiebeln, oder Möhren.

Zu den Schwachzehrern gehören z.B. Kräuter, Knoblauch, Portulak, Feldsalat, Radieschen, oder Rukola.

Auch Erbsen, Ackerbohnen und Bohnen brauchen nur wenig Nährstoffe und reichern den Boden sogar mit dem Nährstoff Stickstoff an, weil sie sich diesen aus der Luft holen und in Pflanzen- und Wurzelmaterial einbauen, was so dann in die Beete kommt.

Wie kann die Düngung aussehen? Was gibt es zu tun?
(1) Erst schätzt ihr wie groß euer Beet ist in m2.
(2) Dann überlegt ihr was ihr anbauen wollt und entscheidet, ob ihr 1, 2 oder 3 Liter Kompost pro m2 geben wollt.
(3) Dann schätzt ihr auch die Menge Kompost in Liter, die ihr insgesamt braucht.
(4) Ungefähr diese Menge könnt ihr dann durch ein Sieb geben. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten (kaufen, selber bauen) und Feinheiten (eher grob, ganz fein). Die Idee dahinter: keine großen Stücke im Beet, die unschön anzusehen sind und eigentlich noch weiter verkompostieren können. Was also im Sieb hängenbleibt, schmeißt ihr zurück auf den Kompost.
(5) Dann bringt ihr den Kompost zum Beet. Achtung - 10 Liter können gut 20 kg wiegen. Also vielleicht lieber 2 Eimer mit je 5 Litern in die recht und linke Hand verteilen, besser für Knie und Rücken.
(6) Dann schüttet ihr den aufs Beet und verteilt es so gleichmäßig wie möglich (und ihr es wollt).
(7) Dann empfiehlt sich, dass ihr den Kompost leicht in den Boden einarbeitet, so etwa 2 bis 10 cm. Dann kann der Wind die edlen Stückchen nicht einfach wegwehen.
...
(8) Ab 2-3 Tage später könnt ihr pflanzen.
...
(9) Einige Pflanzen, vor allem die Stark- und Mittelzehrer werden aus eurem Kompost wahrscheinlich genug Phosphor bekommen. Aber es wird ihnen nicht genug Stickstofff und vielleicht auch Kalium zur Verfügung stehen. Das ist ein Klassiker. Dann könnt ihr nochmal was zu düngen. Am Besten dann, wenn die Pflanzen am meisten wachsen, so 2 bis 6 Wochen nach Pflanzung, je nach Art. Für die zusätzliche Düngung könnt ihr z.B. Guano-Dünger nehmen, oder Schafswollpellets, oder auch Urin. Hornspäne wird auch oft empfohlen, aber ich persönlich mag keine Abfälle aus Tierfabriken in meinem Beet haben.
...
(10) Ernten und Erntereste kompostieren... der Kreislauf beginnt von vorne.


Und jetzt will ich dazu noch was vorrechnen...
Nehmen wir das Beispiel Tomatenbeet. Hier gebt ihr also etwa 3 Liter Kompost zu. Das heißt, etwa 3.000 Kubikzentimeter.
Dies verteilen wir nun auf 1 Quadratmeter, was 10.000 Quadratzentimetern entspricht. Das heißt auf jeden Quadratzentimeter kommt nur 0,3 Kubikzentimeter Kompost. Das heißt, wenn der Kompost auf dem Beet verteilt ist, ist die Schicht nur 0,3 cm hoch, also 3 Millimeter. Das ist nicht viel. Also wundert euch nicht!
Gebt aber auch nicht einfach mehr drauf, weil "viel hilft viel" gilt oft nicht... Wenn ihr zu viel Nährstoffe in die Beete bringt, die eure Pflanzen dann gar nicht aufnehmen können, dann werden die bei Regen nur ausgewaschen und sind (aus eurem Beet) weg.


Viel Spaß im Garten!!!


Quellen, u.a.:
https://www.kompost.de/fileadmin/docs/kompostportal/6034_hobbygarten.pdf
https://www.dlr.rlp.de/Internet/global/themen.nsf/se_quick/56FA58A2E1C6F2C3C1256FD40036C33A?OpenDocument
https://www.bzfe.de/was-wir-essen-blog/blog-archiv/blog-archiv-2016/april-2016/kompost/
  1.   KanTe Ari
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hier sammeln wir Arbeiten im Rahmen eines Studiums oder Forschung zum Thema Boden
  1.   werner
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Hallo ihr Alle!
der April mit deinem Wandel-Wetter fordert uns Gärtner:innen und vor allem die Obst-Gärtner:innen dieses Jahr wieder sehr heraus. April heißt auch: es geht los mit aussäen (naja, das schon Feb/März..) und bald auspflanzen. Das...
Hallo ihr Alle!
der April mit deinem Wandel-Wetter fordert uns Gärtner:innen und vor allem die Obst-Gärtner:innen dieses Jahr wieder sehr heraus. April heißt auch: es geht los mit aussäen (naja, das schon Feb/März..) und bald auspflanzen. Das möchte ich zum Anlass nehmen und nochmal was zu torffreier Erde schreiben.

Denn, wenn ihr umwelt- und klimagerecht gärntern wollt, ist relativ wichtig, nur torffreie Erde zu verwenden. Wer im Boden gärtnert und nur selbst-gemachten oder lokal hergestellten Kompost verwendet, die betrifft das weniger. Das ist vor allem dann relevant, wenn ihr Säcke mit Erde im Bau- oder Supermarkt kauft. Da solltet ihr darauf achten, dass auf dem Sack "torffrei" steht.

Warum enthält Erde Torf und warum ist das aber eigentlich doof?

Torf ist organische Substanz, also umgewandeltes pflanzliches Material. Torf wird Erde/Pflanzsubstrat zugegeben, da es die Eigenschaft hat, sehr gut Wasser zu speichern. Das heißt, Töpfe, die mit Erde gefüllt sind, die Torf enthalten, trocknen weniger schnell aus. Das ist ganz schön praktisch! Daher wird das auch so viel verwendet. Vor allem bei Zimmerpflanzen (weil es bequem ist, wenn mensch nicht so oft gießen muss), und bei der Jungpflanzenanzucht (weil kleine Pflänzchen besonders empfindlich reagieren, wenn die Erde um ihre zarten, jungen Wurzeln austrocknet).

Torf stammt aus Mooren, und das sind natürliche Vorkommen in denen über viiiiiiiiele Jahre tote Bäume, Pflanzen, Tiere etc. umgewandelt wurde. In Torf ist somit gaaaaaaanz viel Kohlenstoff gespeichert (den die Pflanzen vor vielen, vielen, vielen Jahren beim Wachsen per Photosynthese der Luft entnommen haben). Wenn wir den Torf nun in Erde geben, die gut durchlüftet und gut belebt ist von Bodenlebewesen, wird dieser Kohlenstoff verstoffwechselt. Über die Zeit gelangt er in die Luft, in Form von Kohlenstoff-Dioxid. Das heißt, unterm Strich, wir „pumpen“ Kohlenstoff, der im Boden gespeichert war, in die Luft, und tragen so weiter zum menschengemachten Klimawandel bei. Außerdem werden durch Torfabbau sehr wertvolle Ökosysteme kaputt gemacht. Und, letztlich, sind die Torfvorkommen, ähnlich wie Vorkommen von Braunkohle, Öl, Rohphosphat etc. endlich, das heißt irgendwann mal aufgebraucht (wenn wir weiter so viel verbrauchen).

Tips für eure Gartenpraxis:

* Wenn ihr demnächst ein Säckchen Erde kaufen geht, achtet beim Kauf auf die Aufschrift „ohne Torf“ oder „torffrei“! Und Achtung, auch "Bioerde“ kann ein sehr großer Anteil Torf enthalten.
* Macht Kompost selbst!
* Oder kauft Kompost oder Substrat bei regionalen Kompostwerken oder Erdenherstellern.
* Diskutiert das Thema in eurem Garten.
* Druckt z.B. diese Infografik aus und hängt sie auf, dann können noch mehr Leute von dem Thema "Torffreies Gärtnern" und der Wichtigkeit mitbekommen: https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/naturschutz/moorschutz/150410-nabu-torffrei-infografik.pdf
Weitere Info-Materialien, Flyer, Poster, etc. bekommt ihr beim NABU: https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/aktionen-und-projekte/torffrei-gaertnern/index.html
* Registriert euren Garten bei der NABU-Aktion „Torffrei gärtnern“ https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/aktionen-und-projekte/torffrei-gaertnern/16637.html
Dann bekommt ihr auch ein schickes Schild.

Wer mehr über Torfabbau lesen mag und sich über torffreies Gärtnern informieren kann, der*dem empfehle ich folgende Seiten:
„Kein Torf in den Topf“ https://www.umweltbundesamt.de/themen/kein-torf-in-den-topf
Torffrei Gärtnern: https://www.nabu-heidelberg.de/im-natur-und-erlebnisgarten/torffrei-g%C3%A4rtnern/


Und jetzt viel Spaß beim Hände dreckig machen, ganz ohne Torf am Besten.
  1.   KanTe Ari
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Jedes Jahr im November, wenn genug Laub von den Bäumen gefallen ist, ist auch die zeit für uns, sich um den kacke-kompost zu kümmern, der zu unserem kompostklo gehört. Ich beschreibe hier mal, was ich dann tue. Bilder dazu findet ihr hier ab...
Jedes Jahr im November, wenn genug Laub von den Bäumen gefallen ist, ist auch die zeit für uns, sich um den kacke-kompost zu kümmern, der zu unserem kompostklo gehört. Ich beschreibe hier mal, was ich dann tue. Bilder dazu findet ihr hier ab Folie 45: https://anstiftung.de/jdownloads/Webinare/webinar_bokashi.pdf

Wir haben in einer kleinen Gruppen von 8 Leuten + friends ein kleines Haus im Wald, eine Datsche, mit Kompostklo. Wir sind da wochenends und in den ferien; mal mehr, mal weniger; dieses jahr eher mehr...
Das Jahr über entleeren wir den großen Topf, der unter dem Klo steht, in einen Plastik-Komposter, der nahe dem Klo steht. Das ist einfach, und da ist das frische Material erstmal sicher aufgehoben. Wenn der Topf geleert ist, bedecken wir die frische Ladung meist mit irgendwelchem Grünschnitt, den wir im Waldgarten finden. Unsere Küchenreste kommen auch das Jahr über in diesen Kompost. und auch meine Küchenabfälle aus der Stadt, die ich da in eimer sammel und nach dem bokashi-prinzip vor-fermentiere und so konserviere, bis ich sie rausfahren kann.
Immer im November, ziehen wir den gesammelten Inhalt um in unser "Vererdungs-Dreieck". Da schichten wir die Inhalte mit frischen Ernteresten und frischen und fermentierten Küchenabfällen, Waldboden/Sandboden, Urin & Kohle, und manchmal auch Gesteinsmehl und/oder bisschen Tonkügelchen, lagerfeuerresten oder ziegel-/tontopf-bruchstücke. Je nach dem, was wir haben. Wenn alles Material, was wir haben aufgeschichtet ist, packen wir den Kompost rund um dick mit Laub ein. Am meisten Ahornlaub, da das gut für die Kompostierung geeignet ist, weil nicht so dick, und weil der kompost quasi unter ahornbäumen steht.
So bleibt er dann ein Jahr liegen.
Nächsten November dann, bevor das Ritual von Neuem beginnen kann, schaufeln wir den Kompost noch einmal um an eine andere Stelle, nahe dem Dreieck. Das Laub, das oben auflag und den kompost bedeckt hat, ist bis dann meist nur teilweise zersetzt. Das mischen wir beim 2. umzug dann einfach mit ein. Da liegt er bis ins frühjahr, wo wir dann, nach insgesamt 2 jahren kompostierung, davon "ernten" und unsere hochbeete damit düngen.
wir haben den kompost dieses jahr auch analysieren lassen. er ist hygienisch unbedenklich und ein gutes pflanzsubtrat.
pro jahr, machen wir so ca. 500 liter kompost.
  1.   KanTe Ari
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das ist mehr für den Balkon um den Biomüll aus der Küche selbst zu verwerten (bzw. verwerten zu lassen von den Würmern).

Hier hab ich eine ganz interessante FAQ gefunden:
https://hubus-berlin.de/faq/

hubus verkauft auch Wurmkisten,...
das ist mehr für den Balkon um den Biomüll aus der Küche selbst zu verwerten (bzw. verwerten zu lassen von den Würmern).

Hier hab ich eine ganz interessante FAQ gefunden:
https://hubus-berlin.de/faq/

hubus verkauft auch Wurmkisten, Preis sehe ich, Qualität kenne ich nicht. Ich persönlich würde eher dazu tendieren, sowas selbst zu bauen.
  1.   werner
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Hier noch weiterer Input zum Thema der Woche: Laubkompostierung

Wer Laubbäume im Garten und genug Platz hat, sollte im Herbst eine Laubkompostierung durchführen:Rund 6 m3 Falllaub werden 2 m breit und ca. 4-5 m lang in Schichten von 20 cm...
Hier noch weiterer Input zum Thema der Woche: Laubkompostierung

Wer Laubbäume im Garten und genug Platz hat, sollte im Herbst eine Laubkompostierung durchführen:Rund 6 m3 Falllaub werden 2 m breit und ca. 4-5 m lang in Schichten von 20 cm Höhe zu einer Dreiecksmiete mit einer Firsthöhe von etwa 1,5 m aufgesetzt. Die Kleinlebewesen brauchen für ihre Vermehrung, also zu Bildung von arteigenem Eiweiß, Stickstoff. Laub enthält davon sehr wenig.

Darum wird jede Schicht Falllaub mit stickstoffhaltigen Zuschlägen bedeckt, z. B. mit dem letzten Rasenschnitt (als dünner Schleier) oder Hornspänen (einige Hand-voll – das Laub soll noch gut zu sehen sein). Die Seiten der Laubmiete werden mit Gartenerde angeworfen („schwarz gemacht“), damit der Wind das Laub nicht verweht. Nach 4 – 5 Tagen hat die Hitzeentwicklung in der Laubmiete mit etwa 50 °C die Spitze erreicht. In den weiteren Wochen sinkt die Temperatur bis auf 25 °C ab. Die Miete schrumpft zusammen, weil die Masse des Kohlenstoffs (C) als Kohlendioxid (CO2) in die Luft entwichen ist oder mit dem sich gleichermaßen bildenden Wasser am Abbauprozess beteiligt wird. Nun sollte die Restmiete vor Frost geschützt werden: eine Mietenhälfte wird auf die andere gesetzt. Die Temperatur steigt nochmals auf etwa 35 °C und hält sich dann bis März bei etwa 15 °C. Der bakterielle Abbau in der Miete geht ungestört weiter bis zum Rotteschluss.

Quelle: Kompostfibel - Richtig kompostieren, Tipps und Hinweise des Umweltbundesamtes
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/publikationen/151207_stg_uba_kompostfibel_web.pdf

  1.   KanTe Ari
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  4. Letzte Antwort von Gudrun Walesch
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Wer schon die ersten Beete abgeerntet hat, könnte nun schon wieder aussäen, und zwar eine winterharte Gründüngung....

Was ist das Gute daran?

Das sind Pflanzen, ...
... die jetzt noch anfangen zu wachsen, und im Winter unsere Beete...
Wer schon die ersten Beete abgeerntet hat, könnte nun schon wieder aussäen, und zwar eine winterharte Gründüngung....

Was ist das Gute daran?

Das sind Pflanzen, ...
... die jetzt noch anfangen zu wachsen, und im Winter unsere Beete bedecken.
... die Auswaschungsverluste im Winter verhindern (also vereinfacht: viel Regen auf das blanke Beet = Erde und Nährstoffe weg -> das passiert mit Gründüngung nicht/weniger).
.. die den Boden beim Wachstum gut durchwurzeln und somit mit ihren Wurzeln den Boden schön auflockern, und später werden die Wurzeln Humus.
... die Stickstoff sammeln. Also: als Gründüngung verwenden wir "Leguminosen", d.h. Pflanzen, die Stickstoff aus der Luft holen, und dann in Wurzeln und Blätter einbauen. Wenn sich die Pflanze und die Wurzeln dann - nach dem Wachsen - wieder zersetzen, landen diese Nährstoffe im Boden.
... die auch das Wachstum von Beikraut im Frühling unterdrücken, da der Boden dann von der (abgefrorenen oder noch stehenden ) Gründünung bedeckt ist.

Und was eignet sich als Gründüngung für den Winter?

Als Gründüngung, die jetzt Ende September bis Anfang Oktober gesät werden kann, eignet sich z.B.
- Zottelwicke / Winterwicke, hat besonders tief reichende Wurzeln und reichert so den Boden am stärksten mit leicht verrottbarer organischer Substanz an; (= Tiefreichende Wurzeln hinterlassen viel leicht verrottbare organische Substanz im Boden.) --> sehr gut geeignet als Vorfrucht für Starkzehrer; Stickstoffsammler; bienenfreundlich
- Wickroggen - eine Mischung aus Roggen und Zottelwicke; besonders bienenfreundliche Mischung
- Winterharte Mischung aus Wintererbsen, Weidelgras und Winterwicke (Zottelwicke); im Frühjahr einfach einzuarbeiten.
- FABA, eine Mischung aus Sandhafer, Phacelia, Sommerlein, Sonnenblumen, Leindotter; ausgezeichnete Mischung als Vorkultur vor Körnerleguminosen.

Wer mehr Lesen will: https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCnd%C3%BCngung
Und wer direkt Saatgut bestellen will, kann das z.B. hier tun:
https://www.bingenheimersaatgut.de/de/bio-saatgut/gruenduengung.html?p=3
https://www.dreschflegel-shop.de/gruenduenger/?p=1
https://www.sativa.bio/de/gruenduengungen

Viel Spaß beim herbstlichen Säen.
  1.   KanTe Ari
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  4. Letzte Antwort von Volker Croy
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Gesteinsmehl (oft auch Urgesteinsmehl genannt) ist gemahlener Stein, meist versteinerte Lava wie "Basalt" oder basische Steine wie "Diabas". Gesteinsmehl enthält viele Nährstoffe, vor allem Eisen, Magnesium, Kalium oder Calcium, die Pflanzen...
Gesteinsmehl (oft auch Urgesteinsmehl genannt) ist gemahlener Stein, meist versteinerte Lava wie "Basalt" oder basische Steine wie "Diabas". Gesteinsmehl enthält viele Nährstoffe, vor allem Eisen, Magnesium, Kalium oder Calcium, die Pflanzen brauchen um Zellen aufzubauen, mit denen sie dann Photosynthese machen können, und noch weiter wachsen können, also weitere Zellen aufzubauen. Gesteinsmehl enthält aber auch wichtige Spuren-Nährstoffe (wie Mangan, Kupfer, Molybdän, Bor, Nickel, Zink und Kobalt), die Pflanzen brauchen um Blüten und Früchte (inklusive Vitaminen) zu entwickeln.

Da es eine ziemlich staubige Angelegenheit wäre, wenn wir das Mehl einfach so auf unsere Beete geben, bieten sich drei Varianten zur Anwendung von Gesteinsmehl an:
(1) Gesteinsmehl kann dem Kompost zugegeben werden. Dabei reichert es den Kompost nicht nur mit wichtigen Nährstoffen an, sondern kann auch (eventuell vorhandene) überschüssige Feuchtigkeit binden und somit Gerüche reduzieren. Gesteinsmehl fördert auch die Bildung von Ton-Humus-Komplexen, die den Boden schön krümelig machen. Die Zugabe von Gesteinsmehl zur Kompostierung wird daher in den meisten Kompost-Praxistips oder -Büchern empfohlen.
(2) Gesteinsmehl kann auch der Pflanzenjauche zugegeben werden. Somit wird das Mehl in der Flüssigkeit gelöst und kann gut auf den Boden aufgebracht werden, ohne dass der Wind es gleich verweht. Die Fähigkeit, Gerüche zu reduzieren, ist hier besonders wichtig, denn Jauche neigt ja manchmal dazu, etwas zu riechen... kennt ihr vielleicht ;-)
(3) Gemischt mit verdünnter Schmierseife kann Gesteinsmehl auch als biologisches "Pflanzenschutzmittel" verwendet werden und hilft z.B. die Läuse aus/von unseren Tomaten zu kriegen.

Kennt ihr noch mehr Anwendungsmöglichkeiten? Dann her damit - schreibt sie gerne in die Kommentare!


Mehr Infos zu dem Thema findet ihr zum Beispiel hier:
https://altes-gartenwissen.de/kompostzusaetze-kalk-und-gesteinsmehl-1/
https://utopia.de/ratgeber/urgesteinsmehl-so-wendest-du-den-natuerlichen-duenger-richtig-an/
https://www.abtei-fulda.de/shop/gartenliteratur/pflanzensaft-gibt-pflanzen-kraft.html
https://www.abtei-fulda.de/shop/gartenliteratur/kompost.html
https://www.bund-lemgo.de/Biologischer_Pflanzeschutz_-_Bezugsquellen_.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Urgesteinsmehl

  1.   KanTe Ari
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ein informativer Artikel über Bokashi

einleitendes Zitat:
Bokashi bezeichnet auf japanisch einen Vorgang, bei dem organische Abfälle durch Effektive Mikroorganismen (EM) milchsauer fermentiert werden. Dabei entsteht ein Dünger, vergleichbar...
ein informativer Artikel über Bokashi

einleitendes Zitat:
Bokashi bezeichnet auf japanisch einen Vorgang, bei dem organische Abfälle durch Effektive Mikroorganismen (EM) milchsauer fermentiert werden. Dabei entsteht ein Dünger, vergleichbar mit Kompost. Nur braucht man für Bokashi keinen Komposthaufen oder Garten und er zersetzt sich schneller als Kompost.

https://www.hauptstadtgarten.de/bokashi-terra-preta/
  1.   werner
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Die für ein gesundes Pflanzenwachstum notwendigen, also "essentiellen" Nährstoffe sind Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K), Magnesium (Mg), Kalzium (Ca) und Schwefel (S) und in weitaus geringeren Mengen auch Eisen, Zink, Bor, Mangan, Kupfer,...
Die für ein gesundes Pflanzenwachstum notwendigen, also "essentiellen" Nährstoffe sind Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K), Magnesium (Mg), Kalzium (Ca) und Schwefel (S) und in weitaus geringeren Mengen auch Eisen, Zink, Bor, Mangan, Kupfer, Molybdän und Chlor.

Wenn die Pflanzen wachsen, nehmen sie diese Nährstoffe aus dem Boden auf und bauen sie in ihr Wurzel-, Blatt-, Blüten- und Fruchtmaterial auf. Dabei "entziehen" sie die Nährstoffe dem Boden oder der Gartenerde. Um die "Speisekammer" an Nährstoffen wieder aufzufüllen, düngen wir.

Für die Basisversorgung unserer Beete steht also die jährliche Nährstoffrückführung durch die anfallenden Pflanzenreste im
Vordergrund, z.B. über Kompost oder Pflanzenjauche. Der Kompost sollte größtenteils aus Pflanzenresten von der eigenen Gartenfläche bestehen. Kompost hat den Vorteil, dass er nicht nur Nährstoffe im Boden/der Erde wieder auffüllt, sondern, diese auch sehr langsam abgibt und, gleichzeitig Humus im Boden wieder aufbraucht. Kompost ist also sozusagen Dünger für organische und mineralische Elemente im Boden.

Wieviel Kompost solltet oder könnt ihr aufbringen? Das hängt davon ab, was du anbauen willst und wieviel Nährstoffe die Pflanzen brauchen werden (dazu wann anders mehr...); und es hängt davon ab, was noch an "Vorrat" im Boden vorhanden ist.

Welchen Nährstoffvorrat hat mein Boden bereits? Um das rauszukriegen, könnt ihr von euren Beeten "Bodenproben" nehmen und analysieren lassen, z.B. bei der LUFA, dem Raiffeisen Laborservice oder einem anderen Zentrum für Bodenanalysen. Kostenpunkt: je nach Umfang, 30,- bis 70,-. Ihr bekommt dann meist ein Päckchen, mit einer Anleitung wie die Probe zu nehmen ist, dazu ein Tütchen. Wenn ihr die Probe genommen und eingeschickt habt, dauert die Analyse ca. 1-2 Wochen. Dann bekommt ihr per Mail oder Post die Ergebnisse. Hier wird auch entsprechend der ermittelten Nährstoffgehalte und Bodenarten individuelle Düngungs-Empfehlungen gegeben. Bodenproben eignen sich zur Überprüfung eurer Nährstoffversorgung und könntet im mehrjährigen Abstand immer im Frühjahr machen, z.B. alle 3 Jahre.

Wenn ihr das mal macht, werdet ihr warhscheinlich sehen, dass manche Nährstoffe ausreichend vorhanden sind, manche zu wenig, manche zu viel; "zu wenig" und "zu viel" bezieht sich auf Durchschnittswerte und Tabellenwerte die sagen, welche Werte im Boden ausreichend gut sind, um die Pflanzen zu ernähren. Zu viel ist nicht immer doof, aber manchmal schon. Wenn wir z.B. zu viel Stickstoff pder Phosphat düngen, obwohl im Boden schon Vorräte sind, also wie mehr oder viel mehr düngen, als die Pflanzen aufnehmen können, besteht die Möglichkeit und die Gefahr, dass die Nährstoffe mit dem Regen "ausgewaschen" werden und in Bächen, Flüssen oder dem Grundwasser landen. Zu viel Nährstoffe in dieser Gewässern, führt jedoch dazu, dass die grün werden, weil Algen wachsen; dann ändert sich das ganze Ökosystem im Wasser, es gibt weniger Sauerstoff, Fische sterben... wir nennen das Eutrophierung.

Deshalb ist schon wichtig, dass wir ein gutes Gefühl dafür entwickeln, wie viel Nährstoffe brauchen meine Pflanzen, was ist in meinem Boden drin, was in meinem Dünger und dann einen ausblancierten Kreislauf aus "Entzug durch die Pflanze" und "Auffüllen der Vorräte durch Düngung" hinbekommen. Bodenanalysen und Zahlen können hier helfen, das Einschätzen zu können. Und: die Düngung mit Kompost ist viel wert, da dieser nicht nur die Nährstoffe liefert, die die Pflanzen brauchen, sondern da Kompost viele Nährstoffe "speichert", und sie erst langsam, über die Zeit "abgibt", d.h. die Nährstoffe in Kompost können nicht so schnell ausgewaschen werden. Und Kompost liefert nicht nur Nährstoffe, sondern auch Humus, der wiederum dazu beiträgt dass mehr Nährstoffe und auch Wasser im Boden gehalten werden.

Welche Dünger wieviel Nährstoffe haben, dazu mehr beim nächsten Mal...
  1.   KanTe Ari
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  4. Letzte Antwort von KanTe Ari
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