Discussions

Tiny Forest - kann das funktionieren?
Gelöst Gesperrt Unbeantwortet
Auf einem kleinen Grundstück (z.B. Brache zwischen den Häusern) werden auf gutem Boden heimische Baum und Pflanzenarten gesetzt. Durch die stärkere Konkurrenz wächst alles schneller. Die ersten paar Jahre regelmäßig gießen und Unkraut jäten, aber die Pflanzen nicht stutzen. Nach ein paar Jahren kann der Miniwald sich selbst überlassen werden.

https://blog.ed.ted.com/2020/04/27/how-to-grow-your-own-tiny-forest/

In der Uckermark gibts schon einen:

https://www.eskp.de/klimawandel/wald-der-vielfalt-der-erste-tiny-forest-brandenburgs-9351092/

  • Gefällt
    Gefällt
    Glücklich
    Liebe
    Sauer
    Wow
    Traurig
0
0
0
0
0
0

Teilnehmer

Antworten(3)

Noch keine Antworten zu diesem Beitrag
  1. vor 5 Monaten
Akzeptierte Antwort
Könnte so ein tiny forest - zum Beispiel auf einem bisherigen Parkplatz - wie ein Naturdenkmal wirken? Als Erinnerung an die Menschen in der Stadt, dass es Wälder gibt, die wichtig sind. Es wird aber schwer, solche Flächen in der Stadt zu bekommen. Schön wäre z.B. parkplätze bei Naturkundemuseen dafür umzuwidmen - sofern der Untergrund dafür geeignet ist.

Das funktioniert dann auch, wenn der Tiny Forest nicht gedeiht, vielleicht mahnt das sogar stärker.

Das wäre die Richtung dieser Studie: "Deforestation and world population sustainability: a quantitative analysis" https://urbane-gaerten.de/community/gruppen/36-medientipps/28-discussions/eintrag/299-wissenschaftliche-artikel-zu-pflanzen-und-natur
  • Gefällt
    Gefällt
    Glücklich
    Liebe
    Sauer
    Wow
    Traurig
0
0
0
0
0
0
  1. vor 5 Monaten
Akzeptierte Antwort
Guter Übersichtsartikel:
https://permakulturblog.de/tiny-forest/

in den Niederlanden gibt es auch eine richtigen Aufbruch (mit Markenanmeldung) zu dem Thema:
https://www.ivn.nl/tiny-forest/tiny-forest-worldwide

das englischsprachige Handbuch der Initiative:
https://www.ivn.nl/tinyforest/resources-and-downloads
  • Gefällt
    Gefällt
    Glücklich
    Liebe
    Sauer
    Wow
    Traurig
0
0
0
0
0
0
  1. vor 5 Monaten
Akzeptierte Antwort
Das ist vielleicht etwas für kleine sterbende oder weit leerstehende Städte. Für Gebäudelücken wird es schwerer, da die Besitzer der Nachbargebäude die Fällung verlangen können, wenn die Bäume die Fassade berühren.
Auch jemand zu finden, der 800 m² Brache für so eine Fläche langfristig einsetzt, halte ich in größeren Städten für schwierig.

In den Niederlanden wird das eher als Aufforstungstechnik genommen.Vor allem um schnell eine Höhenschicht für bestimmte tiere zu schaffen. Und da macht man diese Tiny-Wald-Flächen zwischen normale Waldpflanzungen, um dem Ökosystem eine Zuflucht zu schaffen (meist nach der Flächenrodung). Zumindest war das mein bisheriger Stand.

Der hohe Konkurenzdruck und der Lichtmangel treiben die Bäume nach oben. Sie wachsen aber nicht "10x schneller". Sie wachsen genauso schnell, gewinnen nur schneller an Höhe. Dafür sind sie dünner, das Holz ist brüchiger und sie sind anfälliger für Wind und brechen im Alter eher ab und um. Deswegen wird nicht flächig so gepflanzt.

In der Stadt sind solche instabilen Wuchsformen dann in 10 oder 15 Jahren ein Problem, das wahrscheinlich entfernt werden wird. Ich sehe die Sache als ökologisch interessant, aber in der Umsetzung in Städten eher skeptisch.
  • Gefällt
    Gefällt
    Glücklich
    Liebe
    Sauer
    Wow
    Traurig
Fehler beim Laden das Tooltip.