Die Prinzipien der traditionellen Vierfelderwirtschaft eignen sich gut, um die Praxis des biologischen Gemüseanbaus zu vermitteln und Neueinsteiger*innen einen Soforteinstieg in nachhaltiges Gärtnern zu ermöglichen. Der Grundgedanke ist einfach: Eine Fläche wird in vier gleich große Beete eingeteilt. Auf drei davon werden Gemüsearten mit unterschiedlich starken Nährstoffansprüchen angebaut. Auf dem vierten Beet wächst Gründüngung oder das, was von alleine aufkeimt. Der Boden kann sich ausruhen und neue Nährstoffe speichern. Jährlich rotieren die Nutzungen um ein Feld weiter. Diese Methode verhindert, dass der Boden ausgelaugt wird und für gute Ernteerträge immer mehr gedüngt werden muss. Mit etwas Praxis gelingt es, den fruchtbaren Humus im Beet zu vermehren.
Im Webinar „Anbauplanung für Gemeinschaftsgärten“ erläutert die Bodenexpertin Ruth Mahla (Urbane Gärten München und BioDivHubs), was einen gesunden, lebendigen Boden ausmacht, und erklärt Grundlagen und Aufbau der "Vierfelder-Rotations-Mischkultur" Schritt für Schritt. Diese Methode eignet sich auch für Anfänger*innen, es gibt nur ein paar Grundregeln, die viele Freiheiten lassen. Praxisbeispiel ist der Münchner Gemeinschaftsgarten StadtAcker, in dem Ruth Mahla selber gärtnert.
Das Netzwerk Urbane Gärten Berlin hat eine dreiteilige Werkstattreihe für Berliner Gemeinschaftsgärten-Aktivist*innen organisiert. Berlin hat als Stadtstaat mit zweigliedriger...
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