
„Was wir mitbringen: Die interaktive Heilkräuterapotheke“ lud Frauen* mit Flucht- und Migrationsbiografie ein, ihr Wissen über Heilkräuter weiterzugeben und sich über Erfahrungen und Heilmethoden auszutauschen. Für die Projektzeit trafen sich Interessierte täglich in einem selbst aufgebauten, mit Kräutern und Essenzen aus den Gärten ausgestatteten, Apothekenraum.
Das wertvolle mitgebrachte Wissen im Umgang mit der Natur sowie traditionelles Wissen zu Bewirtschaftungsarten und Heilmitteln und Kräutern standen im Mittelpunkt der begleitenden Reihe „Was wir mitbringen“. Expertinnen gaben Inputs in Form von Hekayat-Runden (Hekayat=Erzählung) u.a. zu der Verwendung von Mangoblättern, Malve, Kurkuma, zu der Herstellung von Tinkturen und zu Räucherungen. Die Inputs eröffneten den Wissensaustausch aller Anwesenden.
Gemeinsam wurden währenddessen Salben, Tinkturen und Seifen hergestellt – nicht nur für den Eigenbedarf, sondern auch für diejenigen, die nicht dabei sein konnten. Care-Pakete wurden an Frauen in Unterkünften in Brandenburg und in Camps in Griechenland geschickt.
In den Workshops fragten sich die Teilnehmerinnen* immer wieder: Wie kann ein kostenloser Zugang zu Heilung für marginalisierte Menschen aussehen? Ohne Hierarchie. Mit Wertschätzung für das Wissen der Menschen, die nach Deutschland geflüchtet oder immigriert sind.
Gemeinsam sammelten die Teilnehmenden Ideen, wie sich ein offener Zugang zum Wissen über Heilkräuter und Heilungsprozesse gestalten lässt. Mit Hilfe der Pflanzen und durch das Wissen von Frauen mit Fluchtgeschichte entwickelten sie eine Perspektive auf gemeinsames Heilen.
Die Veranstaltungen waren offen für Alle
Ein Projekt des transkulturellen Gemeinschaftsgarten „Hevrin Xelef“.
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