Der Interkulturelle Garten Coswig, 2008 gegründet, ist mit 11.000m² einer der größeren Gemeinschaftsgärten in Deutschland. Der Garten wird überwiegend gemeinschaftlich bewirtschaftet, die Gemüsebeete umfassen 1000m², Johannisbeeren und Obstgehölze 500m². Zusätzlich gibt es eine 2000m² große Obstwiese, eine Staudenfläche mit Blühpflanzen mit 200m² sowie eine Wildnis- und eine Wiesenfläche.
Seit ein paar Jahren passen die Gärtner*innen das Gartenprojekt an das wärmere und trockenere Klima an. Es wird gemulcht, kompostiert und auf den Standort angepasstes Wildobst gesetzt.
Dieses Jahr steigen sie noch tiefer ein und haben eine sechsteilige Workshopreihe organisiert. Sie wollen gemeinsam in Theorie und Praxis lernen, wie sie den Garten an Hitze, Trockenheit, Spätfrost und Starkregen anpassen und gleichzeitig die biologische Vielfalt fördern können.
Geplant sind die Erarbeitung eines entsprechenden Pflanzplans, ein wassersparender Anbau mit Anlage von Wällen und Gießringen, Bodenverbesserung z.B. durch Geländemodellierungen mit lehmhaltiger Erde, der Bau eines Frühbeets, die Umpflanzung von Beerensträuchern an bessere Standorte und eigene Saatgutgewinnung.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem interkulturellen Wissensaustausch und Wissen und Erfahrungen der Gärtner*innen werden in jeden Workshop einbezogen. Anbauerfahrungen aus Indien, Iran oder Syrien werden auf die regionale Praxis übertragen. Die Workshops richten sich an die Gartengruppe, die Nachbarschaft und lokale Initiativen. Zu jedem Workshop wollen sie eine Info-Tafel erstellen, um das erlangte Wissen zu dokumentieren und zu teilen.
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