Mitten in München-Schwabing ist in einer Baugrube ein besonderer Ort des Miteinanders und der Vielfalt entstanden: das „Kosmos unter Null“. Die große Brachfläche beherbergt 180 Hochbeete in und um die Baugrube herum, die Warteliste ist lang. Die Beete werden ausschließlich an Menschen aus der direkten Umgebung vergeben – der Garten ist ein Nachbarschaftsprojekt. Die Hochbeete bestehen aus recycelten Materialien wie Paletten, Stahlwannen und alten Industriekisten und bilden in Gruppen bunte, lebendige Inseln. An den steilen Kieshängen entstehen nach und nach Flächen mit Wildpflanzen und Beerensträuchern, angelegt im Rahmen von BioDivHubs. Wissenschaftler*innen erforschen, wie diese heimischen Pflanzen mit den besonderen Standortbedingungen zurechtkommen und wie die Insektenpopulation sich verändern wird.
Auch ein kleiner Hühnerstall gehört dazu: Jeden Tag übernimmt eine andere Familie aus der Umgebung die Patenschaft für die Tiere, die aus einer Legefabrik gerettet wurden – Eier inklusive.
Neben dem Garten gibt es einen Biergarten mit günstigen Getränken, der bewusst auf Musikbeschallung verzichtet. Strom bekommt „Kosmos unter Null“ zu 100 Prozent aus Sonnenenergie.
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