In vielen Lebensräumen ist die Artenvielfalt stark zurückgegangen. Gemeinschaftsgärten sind nicht nur Orte zum Gärtnern, naturnah gestaltet, sind sie auch wertvolle Rückzugsräume für Insekten und andere Wildtiere. Im neuen Onlinetool „Wildtiergarten“ der Deutschen Wildtier Stiftung sind die wichtigsten Informationen zum Artenschutz zusammengetragen und für den Garten-Kontext aufbereitet.
Das Tool richtet sich u.a. an Gemeinschaftsgärtner*innen, die ihre Flächen strukturreicher und tierfreundlicher planen oder umgestalten möchten, um so mehr Lebensraum für Wildbienen, Schmetterlinge, Igel und Co zu schaffen.
Im „Wildtiergarten“ gibt es Praxistipps für Wildblumenwiesen, Komposthaufen, Wasserstellen oder Trockenbiotope. Das Tool zeigt mit anschaulichen Illustrationen, kurzen Texten und weiterführenden Links Gestaltungsmöglichkeiten auf. Gemeinschaftsgärtner*innen finden im „Wildtiergarten“ Handlungsmöglichkeiten, die sich gut in Gruppenarbeit oder bei Gartentagen umsetzen lassen. Die interaktive Karte und die Filterfunktion helfen dabei, passende Maßnahmen für unterschiedliche Tiere auszuwählen – ein wertvoller Baustein für Bildungsarbeit, Mitmachaktionen und den Austausch im Netzwerk. Die Nutzer*innen erfahren, wie selbst kleine Maßnahmen in Gemeinschaftsgärten große Wirkung entfalten können – zum Beispiel durch Blühinseln, Totholz und wilde Ecken. Schon kleinste Flächen können einen bedeutenden Lebensraum für kleinere Wirbeltiere sowie Insekten wie Wildbienen und Schmetterlinge bieten.
Für Gemeinschaftsgärten, die sich für Artenvielfalt engagieren möchten, ist der digitale Wildtiergarten ein hilfreiches Werkzeug. Er motiviert, informiert und macht Lust, gemeinsam aktiv zu werden – für mehr (G)Artenvielfalt in der Stadt.
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