Seit fünfzehn Jahren gestaltet NeuLand e.V. Gemeinschaftsgartenkultur im Kölner Süden.
Im Netzwerk-Austauschabend (15.01.2026) berichteten Vertreter*innen des Neuland-Vorstands über die Entstehung, Entwicklung, Umzug und Zukunft des Gartenprojekts.
Zunächst entstand der Garten als Zwischennutzung auf einer kontaminierten, rund 9.000m² großen Brauerei-Brache. Den vielen Auflagen begegnete die stetig wachsende Gruppe mit Kreativität und einer guten Portion Pragmatismus. Sie deckten den Boden mit alten Werbebannern aus Meshgewebe ab, schütteten zehn Zentimeter ausrangierten Tennisplatzsand auf und stellten darauf selbstgebaute Hochbeete. Auf NeuLand wurde gemeinschaftlich und individuell gegärtnert. Ein Café, eine vielfältiges Veranstaltungsprogramm, zahlreiche Kooperationen und eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit machten den Garten schnell über Köln hinaus bekannt.
Vertreter*innen von NeuLand brachten sich über Jahre kontinuierlich in die Stadtentwicklungs- und Bürgerbeteiligungsprozesses im Kölner Süden ein. Das zahlte sich aus: Mit dem Umzug 2024 an die Koblenzer Straße ist NeuLand nun fester Bestandteil der neu entstehenden Parkstadt Süd. Der Verein hat mitten im künftigen Großpark eine von der Stadt langfristig zugesicherten Fläche.
Der Umzug und die vorbereitenden Arbeiten auf der neuen Fläche haben Kraft gekostet. Gelohnt hat es sich aber nicht nur wegen der unbefristeten Nutzung. Hier können sie nun direkt im Boden gärtnern.
Schon 2017 fand sich auf der alten Fläche eine Gruppe zusammen, die permakulturell gärtnern wollte und sich konsequent dazu fortbildete. Über die praktische Auseinandersetzung mit den Gegebenheiten der alten Fläche und den Möglichkeiten der neuen Fläche, reifte die gemeinsame Vision. Anstelle eines Hochbeet-Gemeinschaftsgartens entsteht nun Schritt für Schritt ein „Essbarer Waldgarten“. Die Ziele sind, Biodiversität zu fördern, essbare Pflanzen anzubauen und einen Beitrag zur Klimawandelresilienz zu leisten. Die Umsetzung braucht Zeit, eine genaue Beobachtung der Fläche ist eine Grundlage. Damit die Gruppe parallel gärtnern kann, gibt es seit 2025 Beetstreifen für den Anbau einjährige Pflanzen.
Zur Website von NeuLand e.V.
Weitere Infos zu Waldgärten: Webinarmitschnitt "Urbane Waldgärten", Mitschnitt Online-Sprechstunde "Waldgärten in Städten"
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