Haar EglfingDie Stadt Haar hat vier Gartenprojekte unter dem Motto „Haar zum Anbeißen“ initiiert. Sie stellt urbar gemachte Flächen, Gartenwerkzeug, Wasserversorgung, Saatgut und Pflanzen zur Verfügung und organisiert Vorträge und Workshops. Die Flächen begärtnern Ehrenamtliche. Ernten darf jede*r.
Einer dieser Gärten ist der Garten Eglfing, den es seit 2014 gibt. Gestartet als Projekt, in dem alles gemeinschaftlich gemacht wird, bewirtschaften die 25 Gärtner*innen heutzutage hauptsächlich individuelle Beete. Auch eine Kindergruppe vom Bund Naturschutz und die VHS nutzen den Garten. In den Beeten wächst eine große Vielfalt. Die Gärtner*innen sind zufrieden, dass ihnen nur ein Teil der Ernte bleibt, sehen sie doch, wie viel die Stadt zur Verfügung stellt.

Doch nicht nur das Gärtnern, sondern vor allem die gemeinsamen Bauprojekte und Feste schweißen die Gruppe zusammen. So legten sie eine 65m lange Benjeshecke, die einen wichtigen Lebensraum für Insekten, Amphibien und kleine Säugetiere bietet, als Rankhilfe für Kürbis u.ä. dient und den Garten vor Hunden schützt. Eine beliebte „Gassi-Rennbahn“ führt direkt am Garten vorbei. Das Bauprojekt 2025 war ein Geräteschuppen, von dessen Dach Regenwasser geerntet werden kann. Planung und Umsetzung erfolgte von der hauptsächlich weiblichen Gartengruppe in Handarbeit. Gartengeräte, Saatgut, Werkzeug und Schubkarren finden hier Platz. Mit einer Bank an der einen Seite bietet er einen kleinen Freisitz.

Wichtig für die Gemeinschaft sind auch monatlich stattfindende gemeinsame Frühstücke im Garten, bei denen Wissen und Erfahrungen ausgetauscht, Fragen gemeinsam geklärt und Pläne für die Zukunft geschmiedet werden. Highlights sind außerdem das Sommer- und Wintergrillen, wo viel Selbstgeerntetes in gemütlicher Atmosphäre bei Wein und Gesang verzehrt wird.

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