Der CampusGarten Würzburg – auch bekannt als Hortus Herbipolis – hat nach seinem Umzug auf ein ehemaliges Kasernenareal ein neues Zuhause gefunden. Seit Februar 2022 entsteht hier auf 3000 m² ehemaliger Wiesenfläche einer der größten Gemeinschaftsgärten an einer deutschen Universität. Der Garten basiert auf dem 3-Zonen-Konzept der Permakultur: Pufferzone, Ertragszone und Hot-Spot-Zone. Die Pufferzone mit Wällen und Mulden ist Wind- und Regenrückhalteschutz, die Bäume und Sträucher, die hier gepflanzt werden, können von allen beerntet werden. In der Hot-Spot-Zone wird viel Lebensraum für Insekten und kleine Wildtiere geschaffen, es gibt schon ein Sandarium, eine Eidechsenburg und zwei kleine Teiche. Die Ertragszone ist zwischen den Wällen. Hier bearbeiten bisher 60 Gärtner*innen ihre individuelle Beete - mal im Boden, mal in Hochbeeten. Die heiß begehrten Beete werden ganz individuell gestaltet. Eine weitere Beetreihe nimmt schon Gestalt an und soll das Konzept abrunden: sie wird mit barrierefreien Wegen und unterfahrbaren Hochbeeten angelegt.
Wasser wird vom Dach des Schuppens und des stuv hubs (Sitz der Studierendenvertretung) geerntet und in eine Zisterne geleitet. Werkzeuge, Kompost, samenfestes Saatgut und eine kleine Gärtnerbibliothek stehen kostenfrei zur Verfügung. Alles wird ehrenamtlich organisiert, die Kommunikation läuft über eine WhatsApp-Gruppe, das Engagment für den Garten ist groß.
Direkt vor den Türen des neu eingeweihten, selbstverwalteten stuv hubs gelegen, gewinnt der Garten nicht nur an Bedeutung, sondern auch an Anerkennung: Schon zehn Preise hat das Projekt gewonnen. Das Geld fließt in die Weiterentwicklung des Gartens.
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Immer mehr Gemeinschaftsgärten gründen sich in kleineren Kommunen und ländlichen Regionen. Die Stiftung gegen Rassismus hat im Januar das Projekt „Ländliche Regionen engagiert gegen Rassismus“ gestartet. Mit Beratung,...
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