Das Netzwerk Urbane Gärten Berlin hat eine dreiteilige Werkstattreihe für Berliner Gemeinschaftsgärten-Aktivist*innen organisiert. Berlin hat als Stadtstaat mit zweigliedriger Verwaltung und Politik eine komplexe Struktur, in der für die Gärten vor allem die Bezirksebene wichtig ist. Ziel der Reihe: die Gärtner*innen und ihr Netzwerk mit vermeintlich trockenem Sachwissen ausgestattet zu ermutigen, ihre Anliegen gut informiert und an die richtige Stelle zu richten.
Die Werkstätten beschäftigen sich mit Grundlagen der Berliner Verwaltungsorganisation, Planungsrecht-Basics im Gemeinschaftsgartenkontext sowie Möglichkeiten politischer Einflussnahme („hacking politics“) für Nichtpolitiker*innen. In Teil 1 wurde entschlüsselt, welche Fragen im Bezirk, welche im Senat geklärt werden und wer in welchen Bezirken für welchen Sachverhalt zuständig ist. Teil 2 beschäftigte sich mit Schlüsselinstrumenten des Planungsrechts, die für Gärten relevant sein können, z.B. der gesamtstädtische Flächennutzungsplan (FNP), Bebauungspläne (B-Plan), Stadtentwicklungspläne oder das Berliner Ökokonto. Und in Teil 3 stand „Hacking Politics“ auf der Agenda: Wie kann das „System“ der Berliner Politik für Anliegen der Gemeinschaftsgärten geschickt genutzt („gehackt“) werden? Mit welchen gezielten Fragen werden Anliegen konkreter und wie werden Wege zu einer passenden politischen Einflussnahme gefunden? Das selbstbewusste Motto dabei: Wir verhandeln nicht über das Ob, sondern über das Wie.
Roter Faden für die Werkstätten war, wie eine konstruktive Kommunikation mit Verwaltung und Politik gelingen kann – für einzelne Gärten und ein starkes Netzwerk.
Die Werkstattreihe machte deutlich: die Auseinandersetzung mit Verwaltungs- und politischen Strukturen sowie mit Planungsinstrumenten ist die Grundlage dafür, Anträge und Unterstützungsaufrufe richtig zu platzieren und führt zur Mitgestaltung von Politik.
Input Hacking Politics Berlin (PDF)
Arbeitsblatt "Fragen" (PDF)
Graphic Recording Werkstatt 3, @Ingrid Lezar (PDF)
Hacking Politics Webinare
2006 wurden die „Gärten der Begegnung - – Interkulturelle Gärten Bayreuth“ gegründet. Seitdem wird die von der Stadt Bayreuth zur Verfügung gestellte Fläche von 2.750 m² gestaltet und weiterentwickelt. Das 20-jährige Jubiläum...
Wie können Gemeinschaftsgärtner*innen in ihren Gärten die biologische Vielfalt dokumentieren und sichtbar machen? Bei Projektbesuchen, in Workshops und Austauschrunden beschäftigen sich...
Die Floating Gardens verstehen sich als artenübergreifende Gemeinschaft, die sich wöchentlich zur...
Neuste Kommentare