Der ArtenGarten versteht sich als experimenteller Raum, in dem Gärtnern mit künstlerischen Praktiken, Umweltbildung und Stadtforschung verknüpft wird. Regelmäßig finden hier Workshops statt, die von botanischem Aquarellmalen bis hin zu praktischen Gartenbauprojekten reichen. Besonders im Fokus stehen dabei die Verbindung von lokalem Pflanzenwissen sowie die Frage, wie gemeinsame Gartenarbeit neue Zugänge zu Integration und Zugehörigkeit schaffen kann. So werden etwa Saatgut und Pflanzen auch als Brücke zwischen Herkunft und Gegenwart verstanden – als Anker, der Menschen mit ihrer neuen Umgebung verbindet.
Der interkulturelle Gemeinschaftsgarten lässt eine 1500m² große, lange brach liegende Fläche in einem industriell geprägten Teil Berlins seit 2023 erblühen. Der Träger Kulturschafft schafft in einem Kiez, der arm an Kultur- und Begegnungsräumen ist, einen partizipativen Lernort. Der Garten bietet neben der vielfältigen Nachbarschaft einen niedrigschwelligen Zugang zu Kunst, Kultur, Natur und gemeinschaftlichem Austausch.
Das Projekt wird von einem wachsenden Netzwerk aus Künstler*innen, lokalen Initiativen und individuellen Gärtner*innen genutzt. Der ArtenGarten ist nicht nur ein Ort des Gärtnerns, sondern auch ein Raum für Feste, kulturelle Veranstaltungen und gemeinschaftliches Miteinander. „BAUMeister“-Workshops luden zum gemeinsamen Gestalten von Gartenmöbeln und Hochbeeten ein. Im April fand eine Saatgut-Tauschbörse mit Kaffee, Kuchen und Kinderaktivitäten statt. Donnerstags gibt es mit „Grüne Zeit“ regelmäßig ein künstlerisch-ökologisches Angebot für Kinder. Für die Zukunft sind ein Freiluftkino und eine Kiezküche geplant – weitere Schritte, um den Garten als lebendigen Treffpunkt im Kiez zu etablieren.
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