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NETZWERK-NEWS

Urban-Gardening-Sommercamp 2026: nur noch ganz wenige Plätze

SoCa2026Das Sommercamp findet dieses Jahr vom 12.06.-14.06. im Hildegarten und Obstgarten in Leipzig statt. Organisiert wird es von der anstiftung in Kooperation mit dem Hildegarten und dem Leipziger Gemeinschaftsgarten-Netzwerk NELGE.

Das Sommercamp ist das bundesweite Treffen der Gemeinschaftsgärten. Ein Ort für Austausch und Inspiration. Ein Wochenende voller Praxis, gegenseitiger Beratung, Vernetzung und Feiern – von und für Menschen, die in Gemeinschaftsgärten aktiv sind.

Wir haben Platz für 100 Teilnehmer*innen. Es gibt nur noch ganz wenige Plätze.

Am Freitag, den 12.Juni, geht es ab ca. 17 Uhr mit lockerem Kennenlernen los, am Abend könnt ihr euer (Gemeinschafts-)Gartenwissen bei einem Quiz testen. Die Workshops finden Samstag und Sonntag statt. Das Sommercamp endet Sonntagmittag, danach besteht die Option, zusammen auf die Leipziger Ökofete zu gehen, die größte Umweltmesse Mitteldeutschlands. Euer Gepäck könnt ihr zwischen 13:00 und 16:00 Uhr sicher aufbewahren lassen.

Das Sommercamp lebt von den (Workshop-)Angeboten der Teilnehmer*innen.

Die bisher eingegangenen Workshop-Angebote, Vorträge und Diskussions- und Austauschrunden:

- Kennenlernen des Bürgerbahnhofs Plagwitz (Heimat von Hildegarten und Obstgarten)
- Wasserversorgung im Gmünder Weltgarten
- Den Garten gemeinschaftlich planen
- Praxisworkshop: Landart im Garten
- Soziale Transformation im urbanen Zusammenleben
- Urbane Gärten als Orte widersprüchlicher Urbanität
- Projektvorstellung: Der Gemeinschaftsgarten von Zusammen leben
- Projektvorstellung und interaktiver Workshop: Open Planning: das Klima.Zukunftslabor
- Community Composting: Input und Austausch zum gemeinsamen Kompostieren
- Wildkräuterführung
- Farbenreise im Garten – Malen mit Naturfarben
- Ein Waldgarten entsteht: neuLand 2.0.
- Bienenschätze: Wissenwertes und Austausch
- Was können wir vom Kompost lernen?
- SoLaWi und Gemeinschaftsgärten: Wie können sie zusammen stärker werden?
- Connecting with Earth: somatische Meditation
- Zum Appheben: Kennenlernen und Anwenden einer App zum Habitatdesign
- HEYKAYAT: eine solidarische Heilkräuterapotheke: Projektvorstellung
- Heilkräuter & solidarische Praxis: Austausch zu Heilpflanzenwissen, gemeinsame Herstellung von Heilkräutermischungen für die offene Heilkräuterapotheke Heykayat

Wer noch dabei sein möchte, meldet sich bitte bis 22.05.2026 über dieses Formular an.
Sollte das Sommercamp ausgebucht sein, gibt es eine Warteliste.

10.03.2026

Obstbaumschnitt im Ideengarten: Wissen teilen, Bäume stärken

ObstbaumschnittIn vielen Gemeinschaftsgärten wachsen Obstbäume. Es gibt großes Interesse daran zu lernen, wie die Bäume fachgerecht geschnitten werden können, damit sie gesund bleiben, lange leben und viele schmackhafte Früchte tragen.

Die Baumwartin des Chemnitzer Ideengartens lud Ende Februar zu einer praxisnahen Einführung in die Obstbaumpflege ein. Gemeinschaftsgärtner*innen und Gäste aus Chemnitz, Leipzig und Dresden kamen zusammen, um sich mit den Grundlagen des Jung- und Altbaumschnitts zu beschäftigen.
Bei Jungbäumen geht es um die Förderung eines stabilen Kronengerüsts, das in späteren Jahren die Früchte gut hält. Bei Altbäumen möchte man mehr Licht in die Krone bringen, die Lebensdauer verlängern und Krankheiten vorbeugen. Im Ideengarten stehen junge, alte, kleine, mittlere und sehr große Obstbäume verschiedener Sorten, deren Pflegezustand recht unterschiedlich ist. Ideale Bedingungen für den Workshop. Die Baumwartin zeigte und erklärte jeden Schnitt. Deutlich wurde, dass jeder Baum, jeder Ast, aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden sollte: Welcher Ast kann bei Jungbäumen ein guter Leitast werden? Welcher Schnitt kann bei Altbäumen mehr Licht in die Krone bringen?

Auch die Versorgung von Schnittwunden wurde thematisiert. Vorgestellt wurden natürliche Methoden wie ein Lehmverband, der mit Jute
abgedeckt wird. Praktische Tipps ergänzten den Workshop – etwa die Markierung möglicher Leitäste mit farbigen Wollfäden, die Spreizung enger Äste mit Haselnussruten oder die Pflege der Baumscheiben. Ebenfalls vorgestellt wurden geeignete Werkzeuge wie die Schneidgiraffe (eine Teleskopschere), Baumsägen und leichte, standsichere Leitern mit Leiterdornen.

Am Ende des Tages nahmen die Gärtner*innen nicht nur neues Wissen mit nach Hause, sondern auch frische Motivation, sich den Obstbäumen in ihren Gemeinschaftsgärten mit Sorgfalt zu widmen.

Wer sich für das Thema interessiert, findet hier den Mitschnitt des Webinars „Naturnahe Obstbaumschnitt in Gemeinschaftsgärten“.

03.03.2026

HerzoGarten: Praxis- und Begegnungsort der Volkshochschule Herzogenaurach

HerzoGarten im Sommer 2025 002Mitten in Herzogenaurach lädt der offene Gemeinschaftsgarten der Volkshochschule (VHS) „HerzoGarten“ alle Bürger*innen zum gemeinsamen Gärtnern, Lernen und Mitgestalten ein.
Die Kommune machte die 200m² große, stark überwucherte Brache, 2019 auf Initiative von Volkshochschule und Amt für Planung, Umwelt und Natur hin urbar. Die VHS hat den Garten mit Interessierten geplant, Hochbeete wurden gebaut, ein herzförmiges Beet dient Insekten als Nahrungsquelle und bietet Nistmöglichkeiten, eine große Kräuterspirale entstand. Der Fläche ist frei zugänglich.
Der Garten ist ein Beitrag zu nachhaltiger Stadtentwicklung, Biodiversitätsförderung und Inklusion. Die Lebenshilfe ist seit Anbeginn Kooperationspartner. Die VHS bietet Workshops und inklusives, gemeinsame Gärtnern an. Ein unterfahrbares Hochbeet und befestigte Wege ermöglichen Rollstuhlfahrer*innen die Teilnahme.
Schulen, Kindergärten und Jugendgruppen sind ebenfalls eingebunden und haben den Garten mitgestaltet. Die „Heinzelmännchen“, eine Gruppe des Seniorenbeirats der Stadt baute aus eine Sitzgruppe aus Holz.
Der Leiter der VHS ist Ansprechpartner für die Gärtner*innen und Gruppe, die den Garten nutzen und ist auch fast immer bei der wöchentlichen „offenen Gartenstunde“ im Garten dabei. Die Kerngruppe konzipiert Veranstaltungen und kümmert sich um die Pflege des Gartens. Auch VHS-Gartenkurse finden im HerzoGarten statt.
2020 wurde der HerzoGarten als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“ ausgezeichnet.

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24.02.2026

Zehn Jahre Stadtbeete Puchheim: Gartenprojektvielfalt im öffentlichen Raum

PuchDie Stadt Puchheim bei München hat sich von der „Essbaren Stadt Andernach“ inspirieren lassen. 2016 gab der Vortrag des ehemaligen Andernacher Bürgermeisters den Anstoß zu dem vielfältigen Mitmachprojekt „Stadtbeete Puchheim“. Seit dem Start mit sogenannten „Big Bags“ (große, feste Plastiktüten, die mit Erde gefüllt werden können), die Kinder mit ihren Vorstellungen einer essbaren Stadt bemalten, hat sich ein Netzwerk unterschiedlicher Gartenprojekte im öffentlichen Raum entwickelt. Den Bürgergarten direkt an der S-Bahn pflegt eine Gruppe Ehrenamtlicher, ernten darf hier jede*r, die Bürgeräcker bieten eigene und gemeinschaftliche Parzellen. Es gibt Bewohnergärten für Anwohner*innen, Hochzeitswiesen, auf denen Paare Obstbäume pflanzen und pflegen. Kräuterspiralen, Erntesträucher und Streuobstwiesen. Im Stadtraum verteilte Hochbeete ergänzen das große Angebot des Gärtnerns und Erntens in der Stadt.
Die Stadtbibliothek ist natürlich auch Saatgutbibliothek. Online haben Nutzer*innen die Möglichkeit, Obst und Gemüse weiterzugeben und zu tauschen.
Viele der Projekte werden von Ehrenamtlichen getragen und von der Kommune koordiniert. Wasser kommt aus Brunnen, die die Stadt hat schlagen lassen, Werkzeuge werden gestellt und in großen Kisten an den Flächen gelagert - zugänglich für alle.
2018 wurde das Projekt im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Sonderwettbewerb „Soziale Natur – Natur für alle“ ausgezeichnet.

Die „Stadtbeete Puchheim“ sind breit in der Stadt verankert.
Der Bürgermeister betonte bei der Jubiläumsveranstaltung am 20.02.2026, dass es eines der erfolgreichsten Projekte ist, das Politik und Verwaltung zusammen mit der Bürgerschaft umgesetzt haben. Die Stadtbeete sind inzwischen ein Markenzeichen von Puchheim.

Zur Website
Flyer mit Kurzbeschreibung der Flächen und Beete (PDF).

17.02.2026

Urbane Gärten als Orte der Selbstermächtigung und der feministischen Solidarität

AusstellungHumboldtAm 08.März findet im Humboldt Forum ein Aktionstag von BERLIN GLOBAL zum Weltfrauen*tag statt!

Insbesondere öffentliche Räume und somit auch Gemeinschaftsgärten spielen eine wichtige Rolle für marginalisierte Menschen.

Wo können geschützte Orte in Gemeinschaft aufgebaut werden?
Wie können wir Gärten als Orte des solidarischen Miteinander sichtbarer machen?
Wie wichtig sind alternative Orte, an denen Erinnerung, Gedenken und Trauer gelebt werden können?

Um 18.00 Uhr hält Dr. Christa Müller (anstiftung) einen bilderreichen Vortrag mit dem Titel
„Urbane Gärten als Orte der Selbstermächtigung und der feministischen Solidarität“.

Im Anschluss diskutieren Anuscheh Amir-Khalili (anstiftung und Mitgründerin „Hevrîn Xelef Garten" in Berlin) und Elianna Renner (Initiatorin von „Köfte Kosher - Ein lebendiger Ort des Erinnerns“ in Bremen) mit Christa Müller über die Notwendigkeit von Gedenkorten im öffentlichen Raum aus feministischer Perspektive.

Zuvor gibt es neben Führungen von Expert*innen auch einen Workshop um jeweils 14.30 und 15.30 über Heilkräuterwissen als solidarische Praxis von Zeren Oruc und Lea Nassim Tajbakhsh von Flamingo e.V.:
Sie teilen ihr Heilpflanzenwissen vom „Hevrîn Xelef“-Garten in Berlin-Neukölln bis zu den Bergen Kurdistans, vom Iran bis nach Afghanistan.
Die gemeinsam zusammengestellten Heilkräutermischungen werden solidarisch an „Hekayat” – die offene Heilkräuterapotheke des Vereins weitergegeben.

Mehr Eindrücke über den Berliner Garten Hevrîn Xelef gibt es in diesem schönen Video
von georg+georg zum Projekt “Berlin gärtnert” des Berliner Senats.

Kostenlose Tickets für den Vortrag mit anschließender Paneldiskussion sowie für die Heilkräuterworkshops bekommt ihr hier

Die dauerhafte Ausstellung über Krieg und Gärten aus feministischer Perspektive könnt ihr sowohl am 08. März, als auch über das ganze Jahr im Humboldt Forum von BERLIN GLOBAL besuchen:
https://www.stadtmuseum.de/ausstellung/dara-tuye-der-maulbeerbaum

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