Netzwerk Urbane Gemeinschaftsgärten
  • Home
  • Gärten & Netzwerke
    • Gartenkarte
    • Lokale Gartennetzwerke
    • Sommercamp
    • Buttons für Deine Site
  • Wissen
    • Orga & Kommunikation
    • Infrastruktur & Gartengestaltung
    • Gärtnerische Fragen
    • Weitere Praxisthemen
  • Beratung
  • Veranstaltungen
  • News
  • Anmelden
  • ?
  • Suchen

NETZWERK-NEWS

Gemeinschaftsgarten in der Baugrube: „Kosmos unter Null“

KosmosMitten in München-Schwabing ist in einer Baugrube ein besonderer Ort des Miteinanders und der Vielfalt entstanden: das „Kosmos unter Null“. Die große Brachfläche beherbergt 180 Hochbeete in und um die Baugrube herum, die Warteliste ist lang. Die Beete werden ausschließlich an Menschen aus der direkten Umgebung vergeben – der Garten ist ein Nachbarschaftsprojekt. Die Hochbeete bestehen aus recycelten Materialien wie Paletten, Stahlwannen und alten Industriekisten und bilden in Gruppen bunte, lebendige Inseln. An den steilen Kieshängen entstehen nach und nach Flächen mit Wildpflanzen und Beerensträuchern, angelegt im Rahmen von BioDivHubs. Wissenschaftler*innen erforschen, wie diese heimischen Pflanzen mit den besonderen Standortbedingungen zurechtkommen und wie die Insektenpopulation sich verändern wird.
Auch ein kleiner Hühnerstall gehört dazu: Jeden Tag übernimmt eine andere Familie aus der Umgebung die Patenschaft für die Tiere, die aus einer Legefabrik gerettet wurden – Eier inklusive.
Neben dem Garten gibt es einen Biergarten mit günstigen Getränken, der bewusst auf Musikbeschallung verzichtet. Strom bekommt „Kosmos unter Null“ zu 100 Prozent aus Sonnenenergie.

Projektsite bei Urbane Gärten München
Instagram

19.08.2025

Kienberggarten: Permakultur und Waterharvesting im Berliner Osten

KienbergIm Berliner Kienbergpark entsteht seit 2020 ein lebendiges Praxisfeld für klimaangepasstes Gärtnern: der Kienberggarten. Die Gartengemeinschaft verfolgt einen permakulturellen Ansatz, der die Grundlage für die Gestaltung und Weiterentwicklung der Fläche ist. Sie verstehen den Garten als Experimentierfeld, um Lösungen für die Zukunft zu finden. Sie wollen den mageren Sandboden in einen humusreichen Gartenboden verwandeln, bauen trockenheitsverträgliches Gemüse und gebietseigene Wildpflanzen an und tropisch anmutendes Obst. Sie experimentieren mit Anbaumethoden, um ihren Gemüsegarten vor Hitze, Starkregen und Sturmböen zu schützen.

Im Fokus stehen Bodenaufbau, Bewässerung bzw. Wassermanagement und Artenvielfalt. Im Kienberggarten wird kompostiert und gemulcht und es gibt Schwammbeete. Die Wege unterstützen das leichte Gefälle und sind so gestaltet, dass Regen aufgefangen und in die Beete geleitet wird. Die Gieß-AG und die „Waterharvesting"-AG optimieren immer wieder die Bewässerung im Garten.
Der Garten ist offen organisiert, gemeinschaftlich gestaltet und setzt auf partizipative Planung, soziale Nachhaltigkeit und ökologische Resilienz. Eine Mischung aus tiefenökologischen Prinzipien, selbstorganisierten Arbeitsgruppen und Experimentierflächen macht den Kienberggarten zu einem vielfältigen Lernort. Die Vision, die alle teilen: eine essbare Landschaft, ein Food Forest vor der Haustür.

Zur Website

12.08.2025

Neues Onlinetool für Artenschutz: der Wildtiergarten

WildtiergartenIn vielen Lebensräumen ist die Artenvielfalt stark zurückgegangen. Gemeinschaftsgärten sind nicht nur Orte zum Gärtnern, naturnah gestaltet, sind sie auch wertvolle Rückzugsräume für Insekten und andere Wildtiere. Im neuen Onlinetool „Wildtiergarten“ der Deutschen Wildtier Stiftung sind die wichtigsten Informationen zum Artenschutz zusammengetragen und für den Garten-Kontext aufbereitet.
Das Tool richtet sich u.a. an Gemeinschaftsgärtner*innen, die ihre Flächen strukturreicher und tierfreundlicher planen oder umgestalten möchten, um so mehr Lebensraum für Wildbienen, Schmetterlinge, Igel und Co zu schaffen.

Im „Wildtiergarten“ gibt es Praxistipps für Wildblumenwiesen, Komposthaufen, Wasserstellen oder Trockenbiotope. Das Tool zeigt mit anschaulichen Illustrationen, kurzen Texten und weiterführenden Links Gestaltungsmöglichkeiten auf. Gemeinschaftsgärtner*innen finden im „Wildtiergarten“ Handlungsmöglichkeiten, die sich gut in Gruppenarbeit oder bei Gartentagen umsetzen lassen. Die interaktive Karte und die Filterfunktion helfen dabei, passende Maßnahmen für unterschiedliche Tiere auszuwählen – ein wertvoller Baustein für Bildungsarbeit, Mitmachaktionen und den Austausch im Netzwerk. Die Nutzer*innen erfahren, wie selbst kleine Maßnahmen in Gemeinschaftsgärten große Wirkung entfalten können – zum Beispiel durch Blühinseln, Totholz und wilde Ecken. Schon kleinste Flächen können einen bedeutenden Lebensraum für kleinere Wirbeltiere sowie Insekten wie Wildbienen und Schmetterlinge bieten.

Für Gemeinschaftsgärten, die sich für Artenvielfalt engagieren möchten, ist der digitale Wildtiergarten ein hilfreiches Werkzeug. Er motiviert, informiert und macht Lust, gemeinsam aktiv zu werden – für mehr (G)Artenvielfalt in der Stadt.

Zum Wildtiergarten

05.08.2025

Ein Ort für Frauen* - der Hevrîn Xelef Garten

Auf dem Neuen Jacobi-Friedhof in Berlin-Neukölln wächst seit Ende 2019 ein besonderer Ort: der Heilkräutergarten Hevrîn Xelef. Gegründet vom Verein Flamingo e.V. ist er ein Gemeinschaftsgarten von und für Frauen* mit Flucht- und Migrationsgeschichte – zum Gärtnern, Austauschen und Gedenken.
Entstanden ist der Garten aus dem Bedürfnis heraus, einen Ort jenseits enger Büros zu schaffen – einen, an dem Frauen* sich wohl fühlen und nicht bewertet werden. Ein Ort, an dem sie sich mit der Natur und ihrem Wissen zu Heilpflanzen und Heilungsmethoden verbinden und mit ihren Erfahrungen und Verlusten verbunden fühlen können. Der Garten ist unter anderem inspiriert vom autonomen, selbstorganisierten Frauendorf JINWAR in Rojava. Die Frauen, die vor Gewalt und Krieg fliehen mussten, haben in der Mitte des Dorfes einen Heilkräutergarten angelegt. Hevrîn Xelef und JINWAR stehen in engem Austausch, Saatgut und Wissen werden geteilt.
Flucht, Verlust und Trauma sind wichtige Themen im Heil-Kräutergarten. Das Pflanzen von Gedenkbäumen im Hevrîn Xelef bedeutet Frauen* auch über Berlin hinaus viel. Hier haben sie einen Ort für ihre Trauer, hier findet gemeinsame Heilung statt. Der erste Baum, eine schwarze Maulbeere, erinnert an die ermordete Jina Amini, eine Zwetschge ist Gedenkbaum für die vom IS ermordeten Ezidinnen. Der Name des Gartens erinnert an die ermordeten kurdische Politikerin Hevrîn Xelef.
Die Frauen* gärtnern, treffen sich und organisieren Workshops zu Heilkräutern und feministischen Themen. Der Garten bekommt viel Besuch. Um mehr Hintergrundwissen zu vermitteln, plant die Gruppe wetterfeste Info-Tafeln zu den Geschichten der Gedenkbäume und den Pflanzen. Der Garten versteht sich als begehbaren Gedenkort des feministischen Widerstands. Ein lebendiger Ort des Erinnerns. Ein Friedhof auf dem Friedhof, der anders ist.

Mehr über Flamingo e.V. und den Garten

29.07.2025

Gemeinschaftliches Gärtnern im Klostergarten: ein historischer Ort blüht auf

Niddatal KlostergartenIn Ilbenstadt in der Wetterau (Hessen) erwacht ein historischer Ort zu neuem Leben. Der Klostergarten Ilbenstadt blickt auf eine lange Geschichte als Ort der Heilkunst, inneren Einkehr und Selbstversorgung zurück. Auf der jahrzehntelang ungenutzten Brachfläche entsteht Schritt für Schritt Raum für gemeinsames Gärtnern. Auf einem Teil der 6000m² großen Fläche hat sich schon eine Solidarische Landwirtschaft etabliert, und seit 2022 entsteht ein lebendiger Gemeinschaftsgarten. Aktuell hat die Gartengruppe einen Beeren- und Obstgarten, ein Rhabarber-, ein Kürbis- und ein Trüffelfeld angelegt, sowie insektenfreundliche Blumenbeete. Die Anlage von Würz- und Heilkräuterbeeten, sowie die Pflanzung von weiteren Obstgehölzen sind als Nächstes geplant. Benjeshecken und andere strukturschaffende Elemente sind gleichzeitig wichtige Lebensräume, die die Artenvielfalt fördern.
Der Trägerverein „Kultur im Klostergarten“ möchte Nachhaltigkeit, Bildung, Kultur und soziales Miteinander verbinden. Etwa die Hälfte der Gesamtfläche ist derzeit noch Brachland und bietet vielfältige Möglichkeiten für zukünftige Projekte, wie beispielsweise eine Kulturbühne unter einem Walnussbaum mit Atrium – als Treffpunkt für Feste, Gespräche und Kulturveranstaltungen.
Die Gartengruppe, die sich „Gartenaktivistas“ nennt, kümmert sich um alle Teile des solidarischen Stadtteil-Gartens. Die Vereinsmitglieder haben sich in mehrere Untergruppen organisiert, wie Gartengestaltung, Kräutergarten und Kultur.
Für Schulklassen und Besucher*innen werden Führungen angeboten. Kinder können mitgärtnern und den Garten mitgestalten.
Der Klostergarten Ilbenstadt steht allen offen – als grüner Ort des Miteinanders, der Bildung und des nachhaltigen Handelns.

Website des Trägers
Instagram

Seite 6 von 55

  • Start
  • Zurück
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • Weiter
  • Ende

News

  • 24.02.2026
    Zehn Jahre Stadtbeete Puchheim: Gartenprojektvielfalt im öffentlichen Raum
    PuchDie Stadt Puchheim bei München hat sich von der „Essbaren Stadt Andernach“ inspirieren lassen. 2016 gab der Vortrag des ehemaligen Andernacher Bürgermeisters den Anstoß zu dem vielfältigen Mitmachprojekt „Stadtbeete...
  • 17.02.2026
    Urbane Gärten als Orte der Selbstermächtigung und der feministischen Solidarität
    AusstellungHumboldtAm 08.März findet im Humboldt Forum ein Aktionstag von BERLIN GLOBAL zum Weltfrauen*tag statt!Insbesondere öffentliche Räume und somit auch Gemeinschaftsgärten spielen eine wichtige Rolle...
  • 10.02.2026
    Saatgut tauschen
    Bohnen2Jetzt ist die Zeit der Saatgutfestivals und Saatguttauschbörsen. An vielen Orten finden sie statt – zunehmend auch in Kooperation mit Gemeinschaftsgärten oder direkt in den Gärten selbst. Ziele sind u.a. die...
Alle News


Neue Gärten im Netzwerk

  • WeField Nachbarschaftsgarten am Bornkamp, Hamburg-Altona
  • FFL Gemeinschaftsgarten, Harzgerode
  • KIEZgarten, Berlin-Köpenick
  • Hafenkräuter, Duisburg
  • Zukunftskiez Dammweg 216, Berlin-Neukölln
Alle Gärten


Neuste Kommentare

Neuer Kommentar in Gärtnerische Grundlagen
Streuobstwiki Einige Gemeischaftsgärten haben auch Streuobstwiesen auf ihren Flächen oder in der Na...
Neuer Kommentar in Finanzierungsmöglichkeiten
Wettbewerb vom Radio Bayern2: Gutes Beispiel 2026 Ggf. für Gemeinschaftsgärten in Bayern interessan...
Neuer Kommentar in Finanzierungsmöglichkeiten
Hans Sauer Preis 2026: "Der Hans Sauer Preis 2026 würdigt unter dem Motto „Commoning Spaces! – Räum...
Neuer Kommentar in Im Dialog mit Verwaltung und Kommunalpolitik
Schlüsselinstrumente des Planungsrechte für Gemeinschaftsgärten: Das Netzwerk Urbane Gärten Berlin...
Neuer Kommentar in Öffentlichkeitsarbeit
Barrierefrei posten - Tipps für inklusivere Social-Media-Kanäle: Der aktualisierter Leitfaden von Ku...
Alle Kommentare


Kommende Events

  • 18.02.2026 12:00
    Webinar-Reihe: Mit MUT & METHODE. 5 wirksame Ansätze für demokratisches Gestalten aus Ostdeutschland
  • 28.02.2026 13:00
    Mitmachtag Beetbegrenzung im Gemeinschaftsgarten SterngartenOase
  • 01.03.2026
    Urbaner Waldgarten Pflanzaktion
  • 01.03.2026 10:00
    8. Saatgut-Festival am Ökologischen Bildungszentrum München (ÖBZ)
  • Stiftung
  • Newsletter
  • Datenschutz / Nutzungsbedingungen
  • Impressum

 


© 2024 anstiftung • Daiserstr. 15, Rgb • 81371 München - Tel. 089 / 74 74 60 - 0