NETZWERK-NEWS

22.12.2021

NWAVerstetEinige Gemeinschaftsgärten entstehen im Rahmen von Förderprojekten und werden mit der Begleitung einer bezahlten Koordinationsstelle aufgebaut. Wie schaffen die Gruppen den Übergang in die Selbstorganisation, wenn eine solche Förderung ausläuft? Die Fragen, die im am 16.12.2021 im Netzwerk-Austauschabend diskutiert wurden, stellen sich auch Gruppen, bei denen der/die ehrenamtliche Koordinator*in den Garten verlässt und viele Aufgaben sich bei dieser einen Person gebündelt haben.

Beim Aufbau des Begegnungsgartens Holtenser Berg (Göttingen) wurde von Anfang an Wert daraufgelegt, Aufgaben innerhalb der Gruppe zu verteilen und die Beteiligung und das Engagement zu fördern. Finanziert wurde eine Koordinationsstelle durch "Kurze Wege für den Klimaschutz", einem Förderprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Diese Förderung läuft am 31.12.2021 nun aus.

Für den Aufbau einer Gruppe, die das Projekt trägt, haben sich die gemeinsame Gestaltung des Gartens von Anfang an und die Entwicklung von klaren Strukturen, gemeinsame Feste und Raum für Kommunikation bewährt. Der Projekoordinator war an drei Tagen im Garten und jeden Monat fand ein Gartentreffen statt. Die Organisations-Aufgaben wurden nach und nach besprochen und Teams dazu gebildet, z.B. für Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit, Mähen, Wassermanagement und Bauen. In jedem Team gibt es zu einem eine verantwortliche Person, die sich um die Abläufe kümmert, und zum anderen gibt es die sogenannten Trainees, die die verantwortliche Person unterstützen.Bei gemeinsamen Festen konnte die Identität mit dem Garten weiter gefestigt werden.

Auf der Website des Begegnungsgartens gibt es ein Tagebuch, was die wichtigsten Schritte nachzeichnet.

Der nächste Netzwerk-Austauschabend (13.01.2022) beschäftigt sich mit dem Thema "Lokale Netzwerke für Gemeinschaftsgärten"
14.12.2021

InsektenGemeinschaftsgärten sind wichtige Lebensräume für eine große Vielfalt an Insekten, die bedeutende Rollen in produktiven Ökosystemen spielen, z.B. als Bestäuber, natürliche Feinde und Schädlingskontrolleure. Im Webinar "Insektenvielfalt in Gemeinschaftsgärten - Tipps aus Wissenschaft und Praxis" wird die aktuelle Forschung "Urbane produktive Ökosysteme" der Gruppe um Prof. Monika Egerer in Gemeinschaftsgärten in Berlin und München vorgestellt.

Aus der interdisziplinären Perspektive der drei Referentinnen werden die Rolle von Insekten in Gärten diskutiert und spezifische insektenfreundliche Strukturen vorgestellt, die in jeden Gemeinschaftsgarten integriert werden können. Ihr erfahrt auch, welche wichtigen Funktionen Wespen haben.

Videomitschnitt und Folien des Webinars findet ihr hier
Updates rund um das Forschungsprojekt gibt es hier
06.12.2021

NWAStruktWie kann die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt werden? Diese Frage stand im Zentrum des letzten Netzwerk-Austauschabends (25.11.). Input kam von Aktiven des Gemeinschaftsgartens "Die Wiese" aus Nürnberg.

Bewährt hat sich für die Wiesen-Gruppe:
- monatliche Treffen mit klarerm Ablauf
- ein Handbuch mit den wichtigsten Informationen zum Garten, den Entscheidungswegen und Verantwortungsbereichen
- wählbare Rollen (= Aufgabenbereiche), die überschaubar und zeitlich befristet sind
- auf die Gruppe abgestimmte Kommunikationskanäle

Die Teilnehmer*innen des Netzwerk-Abends tauschten sich in Gruppen aus. Wie kann sich eine Gruppe ohne formelle Hierachien organisieren und Verbindlichkeiten schaffen? Welche Informationen sind für alle wichtig? Wie kann der Winter zur Reflektion und Planung genutzt werden?

Hier findet ihr:
- die Folien des Inputs
- das Handbuch der Wiese (ohne persönliche Daten)
- die Notizen der Gruppen

Der nächste Netzwerk-Austauschabend (16.12.) beschäftigt sich mit dem Thema "Der Übergang in die Selbstorganisation"

Harald Krohn — Donnerwetter - da habt ihr einiges geschafft ! Wir planen für März 2022 eine "Garten-Klausur". An einem Samstag von 9.00 -16.00 Uhr. Um eine Perspektive zu entwickeln für die nächsten (hoffentlich) drei Jahre. Die Ergebnisse aus euren Gruppengesprächen bieten einiges an Anregung, um im die im Lauf der Jahre eingefahrene Abläufe frisch zu machen ;-)...
01.12.2021

Bildschirmfoto 2020 10 05 um 11.47.01Ca. einmal im Monat stellen wir in dieser Rubrik die neuen Gemeinschaftsgärten in unserem Netzwerk vor.
Das Gärtnern schafft einen Rahmen für städtische Naturerfahrung, für Selbermachen, für Begegnung und Gemeinschaft und ermöglicht auch weitergehendes Engagement für den Stadtteil. Brachen werden entmüllt und bepflanzt, praktische Lernorte für Kinder entstehen, und neue Impulse für Kulturen der Teilhabe bereichern das Zusammenleben.

Wenn Ihr gerade einen neuen Gemeinschaftsgarten startet oder sich einer in Eurer Nachbarschaft gründet oder Ihr in einem aktiv seid, der noch nicht bei uns im Netzwerk ist, dann freuen wir uns darüber, wenn Ihr hier Infos über das Projekt eintragt.

Neue Gemeinschaftsgärten im November


Berlin
Lichtgarten

Mitten in der Altstadt des Berliner Stadtteils Köpenick liegt der Lichtgarten: ein integrativer, interkultureller, nachbarschaftlicher und diverser Nachbarschaftsgarten. "Hier gärtnern, erhalten, gießen, zupfen und pflanzen Menschen aus verschiedenen Generationen und Herkunftsländern und Berufen zusammen und verwalten sich selbst."

Website: https://lichtgarten.blogger.de/

17.11.2021

GruppenIn unseren Gruppen könnt ihr Fragen stellen, Tipps und Erfahrungen weitergeben und euch austauschen. Einige der Gruppen werden von Expert*innen moderiert.

Wir begrüßen herzlich als neue Expert*innen


Mehr zu den Expert*innen findet ihr hier. Nutzt die Möglichkeiten der Gruppen, stellt eure Fragen und teilt euer Wissen!