Wie können Gemeinschaftsgärten sparsamer bewässert werden, welche Möglichkeiten der Speicherung gibt es?
Informationen zur Regenwassernutzung, zum Boden- und Humusaufbau, zu wassersparenden Beetformen oder auch Bewässerungssystemen sind vielzählig zu finden. Wie können diese Ansätze systematisch und mit möglichst geringem Aufwand zusammengeführt werden?
Teresa Bachmaier vom Gemeinschaftsgarten NeuLand stellt im Webinar "Wassermanagement mit System" vor, wie ein Konzept für den eigenen Gemeinschaftsgarten in vier Schritten entwickelt werden kann.
1) Erfragt zunächst die Interessen der Gartengemeinschaft und definiert das Ziel
2) Erfasst die Ausgangsbedingungen
3) Identifiziert die Verbesserungsmöglichkeiten
4) Strukturiert die Umsetzung
Videomitschnitt und Präsentationsfolien mit Wassernutzungskonzept für den Gemeinschaftsgarten NeuLand e.V.
Masterarbeit "Klimaresiliente Wassernutzung in Städten am Beispiel des Gemeinschaftsgartens NeuLand e.V." (PDF)
Praxiswissen Wasser
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Das Haus der Statistik in Berlin ist auf dem Weg zu einem selbstverwalteten Ort des gesellschaftlichen Wandels. Eine Gruppe Gemeinschaftsgärtner*innen in Berlin hat sich für einen Netzwerk-Raum beworben und mit dieser Idee überzeugt. Die Gemeinschaftsgärtner*innen haben nun die einmalige Chance, einen günstigen und zentral gelegenen Raum zu nutzen – für die Netzwerkarbeit der Gemeinschaftsgarten-Bewegung, und um an nachhaltigen Lösungen für eine lebenswerte Stadt zu arbeiten.
Das Haus der Statistik bietet dafür einen idealen „Nährboden“, denn nach Abschluss der aktuellen Sanierung wird es zum Zentrum für eine sozial-ökologische Transformation. Gemeinsam mit den anderen Projekten und Initiativen will das "Kollektiv der Gemeinschaftsgärtner*innen" daran mitarbeiten, die „Stadt anders zu machen“. Passend zum Namen der Trägergenossenschaft "Andersmachen e.G."
Für dieses Vorhaben suchen die Aktivist*innen einerseits noch mehr Mitstreiter*innen aus den Gemeinschaftsgärten, zum anderen auch Spenden für den notwendigen Genossenschaftsanteil. Eine erste Anzahlung soll noch im Januar geleistet werden.
Netzwerk Urbane Gärten Berlin
Zum Spendenaufruf (PDF)
Im KEBAPgarten in Hamburg werden nicht nur Gemüse, Obst und Kräuter angebaut, die Gruppe sammelt auch samenfestes Saatgut. Der Garten befindet sich auf einer an den KulturEnergieBunker Altona angrenzenden Fläche und erstreckt sich mit Naschbeeten bis in den nahen Park.
Das Saatgut wird in einem klimatisch geeigneten Raum im Bunker getrocknet und in offenen Workshops gemeinsam gereinigt. Anschließend sortieren kundige Mitglieder der Arbeitsgruppe Urbane Ökologie das Saatgut in Gläser und Tüten ein, beschriften, katalogisieren und inventarisieren. Auch getauschtes und zugekauftes Saatgut wird hier aufbewahrt. Der Saatgutbunker ist ein Repositorium - dort wird das Saatgut solange aufbewahrt, bis es wieder eingesät, eingetauscht oder verschenkt wird. Im Winter sichtet die Gruppe den Bestand. Letzten Winter waren das 100 Pflanzenarten und knapp 400 Sorten, darunter viele seltene Wildpflanzen.
Die Arbeitsgruppe Urbane Ökologie freut sich über weitere Interessierte. Kontaktmöglichkeit:
Mehr Informationen:
Norddeutscher Saatgutbunker
Praxiswissen „Saatgut und Pflanzen vermehren“
Die Schreberjugend ist ein Jugendverband. Neben dem Bundesverband gibt es einige Landesverbände und Ortsgruppen. Im Fokus der Arbeit stehen die Interessen von Kindern und Jugendlichen. Mitmachen kann aber jede*r.
Im Verband sind (nicht nur) junge Menschen mit unterschiedlichen Interessen aktiv - von Tischtennis über das Tanzen bis hin zum Gärtnern.
Die Schreberjugend kann auch die Trägerschaft von Gemeinschaftsgärten übernehmen. Ein Beispiel dafür ist der Mitmachgarten in Laatzen.
Für Verwaltungsfragen, Vereinsrecht oder auch den Austausch mit Gleichgesinnten stellt die Schreberjugend Angebote und Hilfe zur Verfügung. Das kann Unterstützung bei Förderung, bei Rechtsfragen oder direkte Bildungsarbeit zu Gartenthemen, Gruppendynamik, Kinder- und Jugendarbeit im Garten sein.
Die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland bereitet gerade eine Ausstellung zum Thema „Gärten und Gesellschaft in Deutschland nach 1945“ vor.
Dafür werden Ausstellungsobjekten aus (interkulturellen) Gemeinschaftsgärten gesucht.
Die Ausstellung widmet sich den Wechselwirkungen von Gärten und gesellschaftlichen Entwicklungen und zeigt eine Geschichte Deutschlands durch den Blickwinkel der Gärten. Die Ausstellung wird ab Herbst 2024 im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig und anschließend im Haus der Geschichte in Bonn zu sehen sein. Neben Schrebergärten u.a. Formen wird es auch um Gemeinschaftsgärten gehen. Die Ausstellung will zeigen, dass Gemeinschaftsgärten einen bewussten Kontrast zu den geordneten Gärten der Gartenkolonien bzw. Eigenheimsiedlungen bilden und der Erprobung sowohl alternativer Besitz- und Arbeitsformen als auch ökologischer Anbaumethoden dienen. Außerdem sind sie Orte, um Erfahrungen zu teilen. In ihnen finden demokratische Gruppenprozesse statt, und sie bieten Raum zur Begegnung.
Wer geeignete Exponate (z.B. Schilder, Werkzeuge, Pläne, Saatgut) zur Verfügung stellen kann, kontaktiert bitte Raphael Bergmann per E-Mail:
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