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NETZWERK-NEWS

Ein "Haus des Gärtnerns" für Berlin

HoGDerzeit dient der Campus Dammweg als Experimentierfeld für die Erprobung von Ideen, wie ein „Haus des Gärtnerns“ für die Gemeinschaftsgärten in Berlin aussehen könnte.

Campus Dammweg, ein ehemaliger Schulgarten auf 18.000 m², hat Innen- und Außenklassenzimmern, eine Küche, Gemüse- und Kräuterbeete und eine offene Holzwerkstatt. Ein Gewächshaus wird gärtnerisch genutzt, das zweite bietet viel Platz für verschiedene Aktivitäten.
Lastenfahrrad, Häcksler, Gartengeräte, Grill, Bänke und Tische und Holzbearbeitungswerkzeuge können ausgeliehen werden. Eine Saatgutbibliothek wird gerade aufgebaut, die gemeinsame Anzucht von Setzlingen wird diskutiert.

Workshops und Gartentreffen von Gemeinschaftsgartengruppen aus ganz Berlin können hier stattfinden..

Schon jetzt nutzen verschiedene Gruppen aus der Nachbarschaft die Möglichkeiten, es wird gemeinsam gegärtnert, gekocht und eingemacht, Kräutermedizin wird hergestellt.

Geöffnet ist Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 14 bis 20 Uhr.

Zum Flyer.

30.08.2023

Doku über die Interkulturellen Gärten Bad Kreuznach

IKG Bad KreuznachIm Herbst 2005 ging es los: Die Gärtner*innen der Interkulturellen Gärten Bad Kreuznach steckten gemeinsam Parzellen ab. Inspiriert von den Internationalen Gärten Göttingen und dem Buch „Wurzeln schlagen in der Fremde“ von Christa Müller gärtnern seit dieser Zeit Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern auf 25 Parzellen. Eine große Gemeinschaftsfläche gibt Gelegenheit zur Begegnung und zum Feiern.

Der Garten kooperiert mit dem BUND; Obst- und Beerensträucher, ein großes Kräuterbeet und Wildgemüse werden gemeinsam gepflegt. Viele Familien sind im Garten dabei. Für die Kinder soll es bald ein eigenes Kinderbeet und andere Angebot geben.

Die SWR-Dokumentation „Neue Wurzeln, neue Heimat“ portraitiert den Garten und lässt verschiedene Gärtner*innen zu Wort kommen. Der 15-minütige Beitrag ist bis zum 22.08.2024 hier abrufbar.

Am Sonntag, 24.09. kann man den Garten beim „Tag des offenen Gartens“ kennenlernen.
22.08.2023

Gärtnern verbindet – Gärten als Orte für Geflüchtete

Gaertnern verbindetIm Berliner Netzwerk-Projekt „Gärtnern verbindet – Gärten als Orte für Geflüchtete“ laden verschiedene Veranstaltungsformate Organisationen der Geflüchtetenhilfe sowie Klein- und Gemeinschaftsgärtner*innen ein, miteinander Projekte für ihre Gärten zu entwickeln, an denen insbesondere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte teilhaben sollen. In Gartenseminaren und Werkstätten für Multiplikator*innen werden Aktive aus Gemeinschaftsunterkünften und Institutionen der Geflüchtetenhilfe angesprochen, um gemeinsam Ideen für konkrete Kooperationen umzusetzen.
Zahlreiche interkulturelle Gärten wurden von Menschen unterschiedlicher Herkunft gegründet. Andere Gärten, darunter Kleingärten, würden sich gerne öffnen und zusammen mit geflüchteten Menschen geeignete Angebote entwickeln. Gemeinsames Gärtnern kann – neben der sinnstiftenden Betätigung an sich – helfen, soziale Kontakte zu knüpfen, u.a. Sprachkenntnisse zu erwerben und damit erleichtern, in Berlin anzukommen. Auch für die Klein- und Gemeinschaftsgärtner*innen ist das Engagement geflüchteter Menschen gewinnbringend: Sie bringen gärtnerische Erfahrungen und Fachwissen mit und ermöglichen einen spannenden transkulturellen Austausch. Es können und sollen eigene Ideen und Erfahrungen eingebracht werden.

Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz- und Umwelt verfolgt mit dem Projekt das Ziel, neue Kooperationen zu entwickeln und umzusetzen, gelungene Beispiele zu identifizieren und ein breites Netzwerk mit allen Akteur*innen zu etablieren das auch nach Abschluss des Projektes im Dezember 2023 aktiv sein soll.

Weitere Informationen sowie bereits vorliegende Ergebnisse: https://www.berlin.de/gemeinschaftsgaertnern/gaertnern-verbindet/

15.08.2023

Garten für Gerechtigkeit

kipppunktWie sieht eine solidarische Praxis für globale Klimagerechtigkeit aus?
Dieser Frage geht das Kipppunkt Kollektiv mit der fünfteiligen Veranstaltungsreihe „Garten für Gerechtigkeit“ nach.

In drei der fünf Veranstaltungen lernten die Teilnehmenden jeweils eine Initiative kennen. Im Mittelpunkt stand der Austausch zu Forderungen des Globalen Südens und zu konkreten Strategien und Praktiken der Solidarität. Ort der Veranstaltungsreihe ist das Prinzessinnengarten Kollektiv in Berlin.

Das Kipppunkt Kollektiv eröffnete die Reihe mit einer Einführung zu Klimagerechtigkeit und den globalen Zusammenhängen der Klimakrise und stellte konkrete Forderungen des Globalen Südens vor.

Es folgten Veranstaltungen mit „Women in Exile“, „Debt for Climate“ und „Flamingo e.V.“ mit dem Heilkräutergarten Hevrin Xelef.
Erfahrungen, Ansätze und Ideen zu konkreten Solidaritätspraktiken, die zu  globaler Klimagerechtigkeit beitragen können, wurden diskutiert, geteilt und gesammelt.

Im Heilkräutergarten arbeitete die Gruppe mit Stroh und Lehm an einer Bank für den Garten, die von den Frauen* mit Fluchterfahrung von nun an für Gesprächs- und Lesekreise genutzt werden kann. Solidarität bedeutet für die Frauen* von Flamingo e.V., sich auch physisch einzusetzen und etwas in der Welt zu hinterlassen, das über Worte hinausgeht.

Bei der Abschlussveranstaltung am 19.08. wird es darum gehen, die wichtigsten Erkenntnisse der Veranstaltungsreihe zu sichten und in griffige, umsetzbare Aktionsformen für sinnvolles Engagement zu übertragen. Ziel ist es, in den nächsten Wochen einen Leitfaden mit etwa zehn Aktionsformen zu erstellen und zu verbreiten.
06.08.2023

Macht die Straße essbar!

Essbare StraßeIn Berlin Wedding gibt es einen Gemeinschaftsgarten mitten auf der Straße. Die Swinemünder Straße ist verkehrsberuhigt und damit ohne Autoverkehr. In der breiten Straßenmitte wechseln sich bisher ungenutzte, von Hecken umfasste Räume und offene Flächen ab. Seit Herbst 2022 wächst hier der Gemeinschaftsgarten „Essbare Straße“.
Der Weg zum Gemeinschaftsgarten war nicht ganz einfach, und die reibungslose Kommunikation mit den Ämtern musste erst gelernt werden. Doch der lange Atem der beiden Initiatorinnen hat sich gelohnt. Die 15 ersten Hochbeete stehen nun auf öffentlichem Straßenland. Sie sind die Keimzelle für zwei weitere Gemeinschaftsgärten im Straßenverlauf. Gefördert wird die Weiterentwicklung der „Essbaren Straße“ über das Quartiersmanagement Brunnenviertel.

Der Garten des Südens in Nürnberg ist auf einem Grünstreifen direkt an einer Straßenkreuzung entstanden und befindet sich zwischen Gehsteig und Straße. Diesen Gemeinschaftsgarten auf „Straßenbegleitgrün“ gibt es seit Anfang 2022. Es ist eins der Gemeinschaftsgarten-Projekte, die die „Essbare Stadt Nürnberg“  auf den Weg gebracht hat.

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