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NETZWERK-NEWS

MaxPflanzen: Ein offener Gemeinschafts- und Schulgarten in Berlin Mitte

MaxPflanzenDas Max-Planck-Gymnasium in Berlin Mitte stellt eine Fläche für „MaxPflanzen“ zur Verfügung. Seit 2015 wächst hier ein Gemeinschaftsgarten, der gleichzeitig Schulgarten ist. Die Fläche ist so gelegen, dass die Gärtner*innen jederzeit Zugang haben. Der Schulhof sowie andere Flächen, die dem Schulbetrieb vorbehalten sind, müssen nicht betreten werden.
Eine bunt gemischte Gruppe aus Studierenden, Nachbar*innen, Lehrer*innen und Schüler*innen habt einen Teil der wild überwucherten Brache urbar gemacht. Gemeinsam haben sie Beete, einen Teich und einen kleinen Kräutergarten angelegt, Beerensträucher und Apfelbäume gepflanzt und ein Kompostsystem gebaut.
Einige Beete nutzt die Schule exklusiv. Schüler*innen lernen in der AG Stadtgarten (der 7./8. Klasse) und im Zusatzkurses Stadtgarten (Oberstufe) ökologisches, urbanes Gärtnern. Auch Teile des Wahlpflichtfaches Biologie (10. Klasse) finden hier statt. Während der Ferien kümmern sich die Gemeinschaftsgärtner*innen um die Beete.
Gartengeräte und andere Materialien teilen sich alle, anstehende Aufgaben werden gemeinsam abgesprochen. Dieses Jahr bauen die Gärtner*innen ein Gewächshaus. Sie wollen durch das Vorziehen von Pflanzen den Ertrag steigern und künftig auch selber Saatgut vermehren.

Instagram-Konto des Gartens

22.04.2025

„Hamburgs Gärten“ ist online

Hamburgsgaerten„Hamburgs Gärten – Bündnis für Urban Gardening“ ist die neue Internetpräsenz des Hamburger Gartennetzwerks. Das Netzwerk erfand sich während Corona neu. Die ersten Treffen waren online. Ein kleines, engagiertes Orga-Team machte sich an die Arbeit und baute das Netzwerk peu à peu auf. Eine Engagementförderung der Stadt Hamburg ermöglicht ihnen, ihre Arbeit seit 2024 zu intensivieren.
Sie organisieren Treffen in immer anderen „Gastgeber-Gärten“, bei denen Wissen und Tipps ausgetauscht und gemeinsame Pläne für Veranstaltungen geschmiedet werden. Ein Newsletter mit interessanten Terminen und Anfragen für Gemeinschaftsgärtner*innen entstand.

Die Website „Hamburgs Gärten“ konnten sie Ende 2024 vorstellen. Dort werden das Netzwerk und die Gärten in ihrer Vielzahl und Diversität sichtbar. Bedarfe und Herausforderungen werden ebenso benannt wie Handlungsmöglichkeiten.

In Kooperation mit der anstiftung organisierte „Hamburgs Gärten“ im März den Workshop „Es läuft nicht rund im Garten? Verstetigungsmöglichkeiten von Gemeinschaftsgärten“. Der Austausch mit gegenseitiger Beratung zu aktuellen Herausforderungen half den Teilnehmer*innen, Lösungsansätze zu identifizieren. Mit Hilfe kreativer Methoden wurden diese auf Umsetzbarkeit geprüft.
Ein Ergebnis des intensiven Austauschs war der Wunsch, die Vernetzung zu intensivieren und mehr von den anderen Gärten mitzubekommen. Dafür bietet „Hamburgs Gärten“ die Plattform.

Website
Fotoprotokoll des Workshops (PDF)

15.04.2025

Der Phänologische Kalender – Ein nützliches Werkzeug für Gemeinschaftsgärtner*innen

PhaenoKalDer phänologische Kalender beruht auf den jährlich wiederkehrenden Entwicklungsstadien bestimmter Pflanzen. Es werden Blüte, Blattaustrieb, Fruchtreife und Laubfall beobachtet und dokumentiert. Die Pflanzenentwicklung ist regional unterschiedlich. Der phänologische Kalender besteht aus zehn Jahreszeiten, die von Vorfrühling bis Winter reichen. Er kann Gärtner*innen dabei helfen, den richtigen Zeitpunkt für das Säen, Pflanzen, Pflegen und Ernten zu bestimmen und um andere Gartenarbeiten zu planen.

Ein phänologischer Kalender kann nicht nur den Gartenalltag erleichtern, sondern auch ein tieferes Verständnis für die Naturprozesse und deren Zusammenhang mit dem Klima schaffen. Weitere Informationen zum Thema gibt es auf Wikipedia.

Die anstiftung hat schon 2015 einen phänologischen Kalender in bunt und schwarz-weiß entwickelt (PDF). 

08.04.2025

Flächen sichern – Herausforderungen und Chancen

ThumpDie sozialen, ökologischen und ökonomischen Leistungen und Potenziale von Gemeinschaftsgärten machen diese zu wichtigen Orten in unseren Städten und Gemeinden. Trotzdem sind nur wenige langfristig gesichert. Viele Gärten haben kurzfristige Verträge, andere werden ohne Vertragsgrundlage geduldet. Der Erhalt dieser Orte als fester Bestandteil einer zukunftsfähigen Kommune führt in Städten mit steigendem Flächenbedarf immer wieder zu besonderen Herausforderungen.

Der Berliner Gemeinschaftsgarten himmelbeet musste 2021 umziehen. Dem Umzug voraus gingen viele Jahre politisches Engagement für den Erhalt des Gartens. Der Umzug brachte neben vielen Herausforderungen auch neue Chancen mit sich.
Im Online-Workshop „Flächen sichern – Herausforderungen und Chancen" teilen die Referentinnen, beide Teil des himmelbeet-Kollektivs, ihre Erfahrungen. In Gesprächen und Workshops mit anderen Gemeinschaftsgärten sammelten sie Wissen, das aufbereitet in die Broschüre „Stadt Grün Statt Beton“ einfloss.

Den Teilnehmer*innen des Workshops gaben sie Impulse zu den Bereichen:
Vereinbarungen: Was lernen wir aus Verträgen und Vereinbarungen?
Verhandlungen und Argumente: Wie arbeiten wir produktiv mit der Verwaltung zusammen?
Netzwerk: Welche Rolle spielt unser Netzwerk?
Gruppenorganisation: Wie trägt unsere Gruppenorganisation zur langfristigen Sicherung bei?

Mitschnitt der Impulse und Präsentationsfolien

01.04.2025

Der Gemeinschaftsgarten des Collegium Academicum in Heidelberg

Garten CAEine Gruppe des selbstverwalteten Wohnheims „Collegium Academicum“ startete im Sommer 2021 mit einer Permakultur-Workshopreihe und dem Bau erster Beete den Aufbau eines offenen Gemeinschaftsgartens.
Gemeinschaft, Offenheit, Basisdemokratie und Nachhaltigkeit sind fest im Leitbild des Heidelberger Wohnprojekts verankert. Sie wollen mit ihren Aktivitäten in den Stadtteil wirken und verstehen den Garten als Begegnungsort für Bewohner*innen und Nachbarschaft. Der Garten erstreckt sich auf Freiflächen um das Gebäude herum, den Innenhof und das Dach. Sogar einen Teich gibt es. Große Teile des Gartens werden peu à peu rollstuhlgerecht zugänglich gemacht. Totholzzäune und Beerenhecken begrenzen den Gartenraum.

Die 20-köpfige Gartengruppe ist dabei, den Garten um vier neue Hochbeete aus recycelten Materialien zu erweitert. Die Hochbeete sind mit Ollas (Tontöpfe) ausgestattet, die eine Bewässerung mit geringem Wasserverlust ermöglichen sollen. Eine Pergola wird gebaut, und die Beschilderung der Beete und Pflanzen steht an.
In Workshops werden die Prinzipien der Permakultur vermittelt und praktisch umgesetzt. Soweit wie möglich stammen alle Materialien aus der Region.

Eintrag des Gartens im bundesweiten Netzwerk
Collegium Academicum

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